Staaten aufgelöste Reich am Schlüsse des vorigen und Ansauge dieses .vahr^ Hunderts der gewaltigen Bewegung, die von Frankreich ansehend »nd sich über gau; Europa erstreckend, eine vollständige .^ertrümmernug der mittelalterlichen nnd eine von C>wuud ans uenanfbanende lim gestaltnng der Staateubilduugeu nnd der gesammten menschlichen Cultur;nstäude ;nr Folge hatte.

Es ist eine beneidend wert he Eigeuthiimlichteit gerade des Rhein landes, daß die beschichte fast jedes, anch des kleinsten Orts nns diese großen Grnnd^nge der deutschen Ge schichte in seinen eigenen Schicksalen wiederspiegelt.

So sehen wir anch unsere Bnrg und nnser Städtlein an der Mosel im kleinen Maßstäbe die Geschicke

theilen, welche das deutsche Vater land im Großen erlitten hat: den Untergang eines großen Geschlechts durch inneren Hader nnd Mißgeschick, die Zer^ theilnng seiner Hansmacht und den Ueber gang der Neste an die .Virche, Erschlaffung des Staatsorgauismus durch dieReligious kriege, freebe Raub nnd Zerstör»ngs^üge durch die Franzosen, in Folge deren die stolze Feste in Ruinen sinkt, allmähliges Wiedererstarken einer vaterländischen Ge sinnnng, Annehmender Wohlstand mit er höhter Bildung nuter kräftiger Regierung nnd endlich mit der Reuaufrichtuug des Gleiches iu wunderbaren: Ver­ein auch die Wiederherstellung der uralten '^urg zu nie gesehenem Glan>edurchdieselteueVereiuignng r e i ch e r M ittel mitfeine m >t u n st f i n u e und regem Vaterlandsgefühle.