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Emwril'miss

Welchen die Berlin-Mctzer Staatsbahn durch das Gebirge hinter Cochem getrieben hatte, anch die vollendete Burg am 14. nnd 15. Mai 1877 dnrch ein von dem Geh. Commcrzienrath tlaurn« i»i Rittersaale derselben veranstaltc- tes Fest eingeweiht werden.

Der vrenstische Minister für Han­del, Gewerbe nnd öffentliche Arbeiten Dr. Achcubach ans Berlin, der Ober Präsident der Rheinprovinz Dr. von Bardcleben ans Coblenz, die Vorstände der Eisenbahn- nnd anderen interessirten Landesverwaltnngen, der Landrath Jäger, der Bürgermeister Breiner nnd dieStadt- verordneten von Cochem, sowie das ge- sannnte Banperfonal der Bnrg nnd Eisen­bahn wohnten dieser Feierlichkeit bei nnd vereinigten dein Bauherrn gegenüber ihre Glückwünsche für die ebenso großartige, wie gediegene Durchfnhrnng seines tost spieligcn und beschwerlichen Wertes.

Das Bild, welches die mm in herr­lichster Umgebung ans steilem Felsen thronende Bnrg dem Beschauer bietet, ist in Wirklichkeit ein höchst imposantes nnd malerisches.

Die Mitte der ganzen Anlage be­herrscht der mit hohem Spitzdachc nnd vier Erterthürmchen aufstrebende große Thurm, in dessen Wandftäche ein von Salviati in Mnrano bei Venedig gefer­tigtes kolossales Mosaikbild des heiligen Christophorns eingelassen ist. Um den Fnß der Warte dehnen sich die Wohn- gebände des Hochschlosses mit einem vier- cckten nnd einein rnnden Eckthnrme ans.

Gegen die Mosel zn liegen, dnrch ein Innenthor mit dem Hochschlost verbunden, der Saalban mit dem Nittersaale, die Kapelle nnd verschiedene Gebände zur Unterkunft der Gäste, zur Aufnahme der Wirthfchaftsränme nnd zn Bcrgnngnngs- zwccken. Das Ganze nmgürtet dann mit Thürmcu, Vorsprüugeu nnd Zinnen reich gefrönt die Ringmauer mit dem Haupt- thore, vor welches sich gegen die Stadt zu eine Zwiugerbefestiguug mit den beiden Anßenthoren nnd Bastionen vorlegt.

Zwei bequeme Aufgänge führen zur Burg, eine Fahrstraste vou Westen her ans dem Thale, worin die Stadt liegt, und ein »euer iu mehrfachen Serpentinen dnrch die Felfen der Moselfront gefprcng- tcr Weg, welcher in einem alten Ttadt- thore des Burgfriedens auf der Ostscite feinen Anfang nimmt nnd entzückende Aussichten über das Moselthal bietet.

Die beigefügten Abbildungen vcran- fchaulichen:

l) Die Erzbifchöflichc Burg Cochem im Mittelalter nach Brann nnd Hogcn- berg !576.

2) Die Nnine, wie folchc 1866 vorge­funden wnrde:

n,. Ostfeite, li. Westseite.

3) Die neu erbante Bnrg:

n. Ostseite mit Serpentine, I>. Süd-Ostseite, o. Südseite, <I. Westseite mit den landschaftlichen Umgebungen.