und in die Herze» ihrer Bewohner gedrungen, darüber haben nur weder in der Geschichte noch in der Sage einen Auhaltspuuli-, wahrscheinlich ist es aber, daß Bonifacius, der Apostel der Deutschen, auf seinen Vekehrnngsreiscu in die Gegenden der oberen Lahn (722) auch in den hiesige» Landen das Christculhnm gepredigt hat, worüber sich z, B, im preise Siegen noch dunkle Nachrichten erhalten haben,
Ueber die Stnmmuerwandtschaft unseres Volles mit dein der Sachse» biete» sich dem Forscher verschiedene An- - haltspuutte dar. Abgesehen von dem Anklänge verschiedener Ortsnamen, wie z. V. Sasseurotl/'') und uou den: Umstände, daß der untere Grc»zbewoh»er die nach Norden liegenden Gegenden »och heut zu Tage mit dem Namen „Sachsenland" bezeichnet, so bieten seine inneren Einrichtungen und Verfassungen, wie sie sich in ferner Urzeit ausbildeten, so viele Achnlichke^ten mit dem der Sachse» dar, daß sie unverkennbar aus ciuei» Gepräge hervorgegangen zn sei» scheinen.
Auch die Einrichtung der Vchmgerichie, die schon früher iu der Burg Freusburg i» der oberen Grafschaft ihren Sitz hatten, und sächsischen Ursprungs gewesen sind, bekunden die Zusammengehörigkeit der Urahne» mit de»! Volke der Sachse». Dabei ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß auch andere Völkerschaften im Laufe der Zeit fich hier »iedergclaffc», »»d mit de» Nachkomme» der Sachsen und Sigambcrn vermischt haben, was bei der geographischen Lage des Landes sehr warscheinlich ist, und durch den auffallende» Unterschied i» de», Volkscharakter der obere» Districte des Laiwcs vo» de»! der untere», der keinem-aufmerksamen Beobachter entgehen wird, und in de» äußere» Verhältnissen nicht allein seinen Grnnd finden kann, bis zur Gewißheit gesteigert wird.
') Nolh, «dm heiß! fouicl als urbar mache», ausbaut« ^aud. Auch der Ort Weitefeld trug früher den Name» 2afse»ro!h auf dem Weitefelb,
