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Karls des Großen Banner Hegen die Saraceuen in Spanien stritt und endlich, tampfesmnde, beschloß, den Nest seiner Tage in Nnhe zu verleben, Zu diesem Behnfe ließ er sich am schönen Nhcinstrom nieder und erbaute das schloß Sänne") (Saun), dessen Ruine noch jetzt bei dem Dorfe Sayn in der Nähe von Coblcnz zu sehen ist.
Die Grafen von Sann waren damals schon sehr ansehnliche Herren; sie empfingen von den deutschen Kaisern bedeutende Ländcrstrccken zn ^ehen, die sich im Lanfe der Zeit erheblich erweiterten, Eine ihrer älteste» Besitzungen war die Herrschaft Proitzbnrg") (späterhin Fraißburg, Frcuß- bnrg genannt) mit dem Orte Freußdorf, deren Territorium jetzt jedoch nicht mehr festgestellt werden ta^nn.
Ueber den Ursprung des Ortes Freusbnrg Folgendes: Unter Fraiß verstand der alte Deutsche „peinliche Gerichtsbarkeit", unter Fraißberg oder Fraißburg also einen er- hllbenen Ort, >uo solche ausgeübt und durch eine Brand- faule ?c. bcfouders kenntlich gemacht wnrde. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß der Berg, auf welchem sich Burg und Ort Frcusburg erhebt, ein solcher Platz war, auf welchem die größeren Verbrechen nbgeurlheill und die Strafer- lcnntnifse vollzogen wurden. Diese Bcrmuthung gewinnt dadurch noch mehr an Wahrscheinlichfeit, da Frcnsburg seit alten Zeiten der Sitz eines BchingcrichteZ war.
Dem Grafen Friedrich folgte sein Sohn Walter, der gegen das, Jahr 933 starb. Sein Nachfolger war Graf Gerhard von Sann, der 933 die Ncgiernng antrat und nnter dem deutschen Kaiser Heinrich dem Großen gegen die Ungarn mitstritt, die in das deutsche Neich eingefallen waren und im Jahre 953 von dem fächsifchen Heerbanne, welchem der Graf als Vasall sich angeschlossen, bei Merseburg total geschlagen wurden.
*) Sayne oder Sühne o, i, Friede.
') Frais;, Frisch der i>i, o, peinliche Oerichtsbarfei!, Ober^erich!, Furcht, Schrecken, Herr Nürtcibiich S, 379.
