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Alle übrigen Pfarrer gaben Erklärungen ab, die sehr große Bedenken gegen ihre Willigkeit aufkommen ließen. Ihr Haupt war der Superintendent aus der Altstadt.
angesichts uon hinnen gejagt
„sollen werden."
Nachdem auf diese Weise fast sämmtliche lutherische 'Geistliche mehr oder weniger einen offenen Widerstand an den Tag gelegt hatten, und die Mahnung, welche in damaliger Zeit viele Pfarrfraucn ihren Männern in das Ohr zn flüstern pflegten:
„Schreibt, lieber Herr unterschreibt, daß ihr bei der Pfarre bleibt"
bei ihuen nicht verfangen wollte, begann der eifrige Reformator Wilhelm feine Absichten mit Gewalt durchzusetzen. Nachdem er „seine Mannschaft bcifnmmen" hatte, ließ er dieselbe iu die Grafschaft einrücken uud alle widerspenstigen Pfarrer wurden aus dem Lande gejagt, ihre Stellen aber mit rcformirten Geistlichen befetzt.
Die armen Versagten suchten theilweise auswärts ein Unterkommen, theils versteckten sie sich, wie ein Berichterstatter aus damaliger Zeit anführt, in Wäldern, Hecken und Sträuchcrn, wo sie bei den wilden Thieren eine Zuflucht suchten.
Es wurde schon früher erwähnt, daß die Reformen des Grafen in den oberen Aemtern einen größeren Widerstand fanden, indem diese durch den Kurfürsten von Trier geschützt wurden. Dieser Kirchenfürst hatte nach dem Absterben des Grafen Heinrich das Schloß zu Frcusburg, welches den saynischen Herrschern bisher zur Ncsideuz diente, nebst dem Amte als heüngefallencs Lehen in Besitz genommen und das Schloß mit seinen Söldnern besetzen lassen, auch während einer langen Zeit gegen den Grafen Wilhelm behauptet.
