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Auch von Seiten des Erzbisthums Köln wurden auf Theile der Grafschaft Ansprüche gemacht, jedoch entschied im Jahre 1627 das Neichskammergericht in einem Beschluß vom 7. Juli zu Gunsten Triers. Bei fortgesetzten Vev Handlungen und Streitigkeiten, die in einem der nächsten Kapitel näher beleuchtet werden sollen, kam endlich am 22. Juli 1652 ein Vergleich zu Stande, wonach Freusburg uebst Zubehör den saiinischeu Erben überlassen, und m einem "Neben-Neceß zugleich bestimmt wurde, daß zu Kirch- Freusburg, Fischbach uud Gebcrtshaiu ein Simultaucum der Katholiken uud Protestanten bestehen, die Pfarrgefalle geseilt, die Behausungen in beiden ersten Kirchspielen aber den katholischen Geistlichen gehören sollten.
Kurze Zeit nach dem Antritt seiner Negierung (1608) trat die Gemahlin des Grafen Wilhelm, des alten Grafen Heinrichs Tochter, Anna Elisabeth, von dem Schauplatz des Lebens ab. Graf Wilhelm verheirathete nch demnächst zum zweiten Male mit Anna Ottilie, Grastu von Saar- brück. Diese Fürstin war im lutherischen Glauben erzogen worden, uud sie blieb demselben mich nach ihrer Vermahlung treu: noch im Jahre 1624 hielt sie sich emen eigene« Kaplan lutherischen Bekenntnisses für ihre ^eelsorge.
Neformirte Gemeinden des Kreises waren Hamm, Schoncberg, Attenkirchen, Daaden, Almersbach, Mehren, FlllmmcrZfeld, Birnbach, Frcnsburg, fischbach und Geb- hardshain.
Kaum war' die erste Hälfte des siebzehuten Jahrhunderts zil Grabe getragen, als uuter dem Regiment der nn Jahre 1652 zur Herrschaft gelaugten Graftn Iohannete sich die' Neformirten in ihren Rechten bedroht sahen^ Obgleich die Gräsin unterm 26. Januar desselben ^ahres uuter den üblicheu Ncseruatieu verheißen hatte, dem Friedensschlüsse gemäß die Uuterthaucn auch bei ihrer Nellgion lassen zu wollen, so handelte sie dem doch bald zuwider,
