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man den Schulzen mit dem Bürgermeister in ein Faß stecke, und sie am Berge hiuabrollen ließe, immer ein Spitzbube sich oben befände. In solch einen verpesteten Sumpf mußte der eiserne Besen des Grafen Wilhelm fahren, um die bösen Nebel zu zerstreuen, uud dem Laude frifche Luft zu verschaffen, damit es nicht ersticke.
Graf Wilhelm,'der strenge Reformator, starb mitten in den Wirren des dreißigjährigen Krieges am 28. Oktober 1623. Sein Sohn Ernst, geb. am 26. August 1600 folgte ihm in der Herrschaft, ^eiue Gemahlin mar Luise Juliane Gräfin von Erbllch, Ernst starb am 17. Februar 1632 und sein Land fiel seinen beiden Töchtern, Ernestine und Iohaunctte, zu, da der letzte männliche Sprößling erster Ehe, Prinz Ludwig, seinem Vater schon 1636 im kindlichen Alter in die Gruft gefolgt mar.
In seiner zweiten Ehe mit Anna Ottilie hatte Graf Nilhelm folgende Kinder hinterlassen, die iudeß auf die Nachfolge leiu Recht besaßen: 1. Wilhelm Philipp, 2. Ludwig Albrechi, 3, Christian, welch Letzterer als Prätendent der Sllvuischeu Lande bald in der Geschichte auftreten wird.
Mit dem Tode des Prinzen Ludwig hebt in der Geschichte der Grafschaft eine neue Periode au, indem er die nächste Veranlassung zu ihrem Ucbergange an das Haus Sachsen ist. Ehe wir die vielen Streitigkeiten und hartnäckigen Kämpfe, welche die nächste Folge dieses Ereignisses war, näher beleuchten, wollen wir einem Gegenstände uuscrc Aufmerksamkeit widmcu, der dieselbe in hohem Grade verdient, dem
Iicudal- oder Mgaücnwcsc«.
Schon im Nufllnge dicfer Deukwürdigkciten habcu wir es versucht, dem gencigteu Leser die wesentlichsten Momente mitzuthcilcn, aus welcheu sich im Laufe der Zeit zwischen
