Die Commissare begaben sich nunmehr nach Frcusburg. Kaum war der andere Morgen herangebrochcn, als sich dort alle Widerspenstigen aus dem Amte Friedcwald, die sich über Nacht eines Besseren besonnen hatten, vor der Woh­nung des Kllnzlei-Dircctors eiufaude» uud dringend baten, das Vorgefallene zu vergessen und ihnen Verzeihung ange- dcihcn zu lassen, indem sie jetzt bereit seien, die verlangte Huldigung zu leisten, was denn auch sofort geschah.

Die Freusburger, durch das Beispiel des Amtes Friedc­wald gewarnt, verstanden sich ohne Widerrede zur Huldi­gung. Die Unterthauen des Amtes Fricdewald reichten Anfangs November ein Gesuch an das Directorium ein, in welchem sie baten, den Fehlern, welche bei der Huldigung vorgekommen, keine bösen Absichten unterzuschieben, da die­selben blos aus Unbedachtsamkeit und Unverstand des ge­meinen Mannes hervorgegangen seien. Sodann erkühnten sie sich,in tiefster Untcrthanigkcit uud mit deu heißesten Seufzern der Neue und Wehmuth fußfälligst zu bitten, dermalen noch Gnade vor Necht ergehen zu lassen". Auf diese de- uud wehmüthige Bitte wurde die Freilassung der Gefangenen verfügt, nachdem diese vorher durch eiue uach- trägliche Huldiguug ihr Vergehen gesühnt hatten. So endete die Friedewalder Ncvolntion.

Durch die bald eintretenden veränderteu Verhältnisse ist diese Seitens des Hauses Hauuover vorgenommene, vor­läufige Besitzergreifung nie in Vollzug gesetzt worden, viel­mehr gingen die fränkischen Fürstentümer, sowohl als die Grafschaft Sayu-Altenkirchen, letztere jedoch vorläufig in provisorischer Weise, im Jahre 1791 an die Krone Preu­ßen über. Dieser Wechsel fand noch vor dem Ableben des letzten Markgrafen statt, wozu die uachfolgendcu Ereignisse den nächsten Anlaß gaben.

Auf einer Neise durch Italien lernte der Markgraf Lady Elisabeth Crauen kennen, eine Tochter des englischen