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Grafen Berkeley. Diese Dame lebte getrennt von ihrem Gatten, dem Lord Wilhelm Craven, den sie nach 1 jähriger Ehe, als Mutter von sieben Kindern, angeblich wegen harter Behandlung verlassen hatte. Sie war von schöngeistigem Wesen und selbstständigem Charakter, und ihr Ruf als hervorragende Schriftstellerin verschaffte ihr au allen europäischen Höfen Zutritt. Auf einer Reise durch die Krimm nach Constantinopel berührte sie auf dem Rückwege Italien, und wußte hier dem ihr begegnenden Markgrafen solches Interesse einzuflößen,, daß derselbe sie bat, am Anspllchischen Hofe eine Zeit lang zu verweilen, und sie hielt es nicht unter ihrer Würde, dieser Einladung Folge zu leisten/)
Die Zuneigung des Markgrafeu zu ihr erwuchs bei fortgesetzter Corrcspondenz zur Leidenschaft. Mit dem Für- stenmllntel sich zu betleiden, war der Lady sehnlichster Wunsch, weshalb sie ihrem Gemahl, Lord Craven, Vorschläge zur Ehescheidung machte. Aber er hielt sich zähe, bis der Markgraf selbst durch eigenhändiges Schreiben ihm, der eben in Constantinopel weilte, 50,000 Pfund Sterling bot, falls er in die Auflösung der Ehe willigen wollte. Lord Craven erwiederte ihm ohne Verzug: „Es gereiche ihm zu nicht geringein Erstaunen, daß Durchlaucht das viele Geld an den Besitz eines durchaus werthloscn Gegenstandes zu wenden geneigt seien. Von dergleichen Verkehrtheiten Gebrauch zu machen, gezieme sich nicht für ihn; willig und ohne Entgelt, gebe er hiermit seine Rechte zu dem fraglichen Gegenstände auf."
') Die Lccnc in „ziobalc und Liebe", in welcher Ladh Wilsord crsührt, das! die Juwelen, welche ihr fürstlicher Liebhaber ihr zum Gcschcnt macht, init Vlutgcld gclanft worden seien, scheint Schiller ihren Memoiren entnommen zu haben. Der Prinz war der llüarlgraf zn AnsUllch-Vehrcuth und die Dame Lady Lroven, welche später Vlarl«räfin wurde. Nemcrlen3wcrlhe Abenteuer »on Las- collcs Nralall-Lciuzig ige,.
