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Der Minister von Hardenberg erwarb sich um die Verwaltung der Anspach-Be:)reuth'schen Länder viele Verdienste; die große Mühe, welche sich dieser ausgezeichnete Staatsmann gab, um die Grafschaft Sann-Altenkirchen aus ihrem vernachlässigten Zustande zu reißen, und sie einer ihren Verhältnissen entsprechenden Entwickelung zuzuführen, fand jedoch einen großen Widerstand in den bald einbrechenden mißlichen Zeiten. Diese nahmen ihren Anfang in dem folgenschweren Ereignisse, der französischen Revolution. Die junge französische Republik, ungestüm und in Uebermuth schwelgend, ward bald mit dem deutschen Reiche, das ihren Bestrebungen überall entschieden entgegentrat, in große Kriege verwickelt, die eine große Zahl französischer Kämpfer in unsere Gegend führte. Namentlich war diese in den Jahren 1795 bis 179? von denselben überschwemmt. Diese Kämpfe wirkten jedoch weniger nachtheilig auf die Grafschaft, da der König von Preußen zu Basel am 5. April 1795 mit Frankreich einen Frieden abgeschlossen hatte, der durch die eifrigen Bemühungen des Ministers von Hardenberg zugleich die Nlteukircheuer Lande in sich schloß. Die Verdienste dieses Staatsmannes wurden bei dieser Gelegenheit durch ein warmes Dankschreiben der Einwohner des Amtes Friedcwald ehrenvoll anerkannt, worauf der erste« in folgendem Schreiben antwortete:
„Den Herren Beamten, Vorsteher!: und Bürgermeistern des Amtes Friedcwald in der Grafschaft Sann- Altenkirchen erwiedere ich auf den Erlaß vom 27. vor. Mts. daß es mir selbst das lebhafteste Vergnügen gemacht hat, nach mehreren harten Kriegsjahren dem dortigen Lande nnd seinen guten Einwohnern einen Frieden bewirken zu können, dessen es zu seiner Erholung so sehr bedurfte. Ich rechne dieses Ereignis; unter die glücklichsten meiner dortigen Administration und werde es mein Bestreben sein lassen, Letztere ferner so zu führen, daß das bestehende, glückliche Einvernehmen zwischen Regenten und Unterthanen erhalten wird."
