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Meineidigen blutig zu rächen, und gelang es ihm, den Ge­neral auf seinem Zuge bei Höchstenbach meuchlings zu er­schießen. Mau will auch wissen, daß der sterbende Marccau seinen Mörder nach Attenkirchen vor sein Sterbebett be­rufen und ihm dort auf die edelste Weise seine Versöhnung angetragen habe. Wie weit diese Erzählungen historisch begründet sind, läßt sich nicht ermitteln, doch werden sie im Volke mit großer Bestimmtheit als Thatsachen bezeichnet.

In den Kriegsjahren tauchten eine Menge Diebesban­den auf, die raubend und plündernd durch das Land zogen und in der allgemeinen Unordnung und Verwirrung ihr Handwerk ungefährdet treiben konnten; es war die Blüthe- zeit des schwarzen Peters und des Schinderhannes.

In der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1798 fiel eine solche Bande in der Stärke von 50 Mann in Daadeu ein. Diese Naubgeselleu waren alle in modische Nöcke gekleidet, trugen runde und dreieckige Hüte und waren mit Schieß­werkzeug wohl bewaffnet. Unter einem beständigen Feuern aus sogenannten Sackpuffern, einer Art Pistolcu, drangen sie zuerst auf das ausgestorbene Bergrath Neusch'sche Haus ein, (später wohnte in demselben Major von Scigneur) und sodann in das gegenüberliegende Haus des Schulzen Meyer. Ein von der Schicht heimgekehrter Bergmann Huhn, der den Bewohnern zu Hülfe kommen wollte, wurde durch die rechte Schulter geschossen, der Nachtwächter, um ihn am Hülferufen zu verhindern, geknebelt, und jeder Zu­gang zum Orte mit bewaffneter Mannschaft besetzt. Ein Pferd, sowie eine Dirne, die sich in ihrem Gefolge befand, hielten in der Nähe.

Ein Thcil der Spießgesellen verfehlte das von ihrem Spion bezeichnete Haus des Nothgerbers Abel, und stürmte auf das von dem geknebelten Nachtwächter Held absichtlich als das Abel'sche Haus bezeichnete, ausgestorbene und leer stehende Bergrath Neusch'sche Wohnhaus Nr. 25 ein, die Thüren wurden mit Bauholz eingerannt, eine Stube nach