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der anderen untersucht, fein Mensch gefunden, auch an Kisten, Möbeln, Schränken und Geräthschafteu war nichts zu erblicken, da das Gebäude vollständig unbewohnt war.

Die Näuber beschlossen, auf gut Glück iu das dem erstürmten gegenüberliegende Haus Nr. 24 einzubrechen. Das war aber ein saures Stück Arbeit. Unglaublichen Widerstand leistete der Eigeuthümer Schultheiß Meyer, zu­gleich Kirchspiels-Einnehmer, aber vergebens. Nachdem die Näuber die ihnen entgegengestellten Hindernisse überwunden hatten, stöberten sie unter dem Scheine von Wachslichtern, die die Vande bei sich führte, nach den werthuollen Sachen des Eigentümers, während ein anderer Theil diesen nebst seinen Hausgeuossen knebelte uud in Banden legte.

Nachdem die Gauner eine Summe von 8 bis 900 Gulden zusammengemllust, und sich mit vielen werthuollen Effekten beladen hatten, zogen sie schnell von dannen, den Weg nach Kirburg einschlagend. Etwa 25 bis 30 Mann dieser Dicbesschaar, die nach ihren verschiedenen Sprachen zu urtheilen (sie redeten deutsch, französisch und englisch) aus aller Herren Länder zusammengewürfelt war, wurde bald darauf im Nllssauischen aufgegriffen und in das Ge­fängnis; nach Dillenburg abgeführt.

Der Vorfall rief im ganzen Lande eine ungeheure Aufregung hervor. An allen Orten wurden die Wachen verstärkt, in den Städten die Thorwachen wieder eingeführt und die Fremden-Polizei-Verfügung besonders scharf gehand- hübt. Auch wurde jedem Unterthanen anbefohlen, in feinem Haufe ein Gewehr bereit zu halten, um auf das erste Noth- zeichen zum Schutze herbeieilen zu können.

Die Polizei-Beamten der Umgegend veranstalteten einen allgemeinen Sicherhcitscongreß am 29. Mai zu Hachenburg, unter Thciluahme von 17 Amtleuten. Ein allgemeiner Streifzug, der in der ganzen Gegend abgehalten wurde, führte zu keinen weiteren Entdeckungen.