1389
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Verwaltungsbeamtcr zu Cochem und scheint nach dieser Zeit das burggräfliche Amt mit dem letzteren vereinigt uud der Titel Amtmann iu Gebrauch gekommen zn sein. Ungemein zahlreich, und der militärischen Bedeutung der Burg als Bindeglied zwischen dem durch die fponheimifchen Besitzungen au der Mittelmosel unter brochenen trierischen Gebiet angemessen, war im 14. Jahrhunderte die Burgmann- schast zu Cochem.
Das Balduincum giebt mit ihren in Farben gemalten Wappen bereits folgende 14 Geschlechter an: 1) Oomes de I)it26 mit zwei goldenen Leoparden in rothem Felde. Die Grafen von Dich an der Lahn sind gleich den stammverwandten Grafen von Sahn Nachkommen der ezzoni- schen Pfalzgrafcn, nnd daher wohl schon in den ältesten Zeiten deren Bnrgmannen zn Cochem gewesen. Das Bnrglehen dieses 1388 erloschenen Geschlechts wird nicht näher angegeben. Ebenso anch nicht dasjenige des
2) dominus in DonresnerF mit dem rothen Rad in Gold, offenbar der Herren von Bolanden am Donnersberg in der Rheinpfalz, eines großen
welches 1386 ausstarb nnd wabr fcheinlich sein Bnrglehen vom Reiche empfangen hatte.
3) Dominus de 8oIionenuei-A in l^tlin. Unter diefem Namen steht im Baldninenm ein silberner Schild mit fchN'arzem Herzschild, ein Wappen, geführt nicht von den Herren von Schönenberg in der Eifel, fondern von einem Stamme der von Schönenbnrg über Oberwefel, welche Letztere zwar anch Gitter an der Mosel, z. B. den vor einigen Jahren niedergerissenen sogenannten Schöubnrger Hof zn Treiß befaßen. Zu Cochem waren aber
nnr die Herren von Schönenbnrg in der Eifel begütert, wie nur oben beim Burggrafen Cnno aus diefem Hause bemerkt habcu. Auch bekannte Dietrich Herr zn Schönenbnrg iu der Eifel und zn Landslron an der Ahr 1383 von Erzbischof Cnno ex nov», Flati», belehnt zn fein mit 2 Fuder Wcinrcutc zu Cochem, ablösbar mit 200 Gulden. Es würde also die Wappenzeichnnng ans einem Irrthnm beruhe» uud au Stelle des Herzschilds der rothe Blitzstrahl iu Gold zu setzen sein. 4) II. de Ulmen». Die Dynasten von Ulmcu iu der Eifel standen, wie mir ans den Zeugen der Urkunden von 1130 und 1136 gesehen haben, schon damals als pfälzische Vasallen iu engem Verhältnis; zn Cochem, wie denn anch nach ihrem Aussterben ein großer Thcil ihrer Herrschaft mit dem Amte Cochem vereinigt wurde. Heinrich Herr zu Ulmen gelobte 1326 Erzbifchof Balduiu ein getreuer Vurg- mann zn sein.
5) II. Love. Die Vovcn von Ulmen, Herren dcrObcrbnrg dafclbst, namentlich der zwischen 1328 und 1351 oft erwähnte Heinrich Bove besaßen ebenfalls ein nicht näher bezeichnetes Bnrglehen zu Cochem.
6) N^.Vrudantu» de Ulmen». Auch Nvoolau» dictum !>i!»!»»nt dominus iu Ulmeu (auf der Niederbnrgj be^ kauutc 1328 von Erzbifchof Balduiu zu Lcheu zu tragen ein Haus bei der Moselpforte zu Eochem am Fahr, sowie verschiedene Rechte im Bnrg frieden daselbst, welche er ans feinen Sohn Dietrich Haust vou Ulmen vererbte.
7) <üo. de Ulme. Oono de Ulmen«, »rmisser (Edelknecht), 3ohn des Ritters Hermann, trug 1333 demselben Erz- bischos eine Hausstätte auf der Burg
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