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1420 1652
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Burglehen war das der Edel- und Freiherren von winnelmrc» (Wunnen- licrn) und Beilstein, unzweifelhaft der
Nest früherer bnrggräflichen Rechte.
______ Sie besaßen nämlich, erweislich aller-
!4^> ^ dings erst 1420, anf der Burg eine
Hofstatt, genannt „znm Manlbeer- baum", Gärten, Wingerte nnd Zinsen von Hänsern im Burgfrieden und eine eigeuthümliche Gerichtsbarkeit auf dein Markte zu Cochem, das sogenannte Samstagsgericht, uämlich die Polizeigewalt uud Strafgerichtsbarkeit auf dem au jedem Samstag stattfiudcudeu Markte, begrenzt durch die Häuser desselben, nicht in den Nebengassen. Das Geschlecht blieb im Besitze dieses Vnrglehens bis zum Tode des letzteil Freiherru von Wiuueburg Wilhelm l<;."><! uud giug es mit der Reichsherrschaft Winnc- bnrg und Geilstem au ihre Amtsnachfolger 28) die Freiherrn, später Grafen und Fürsten !<».^ non Mrtternich über, welche l<l52 von
Trier damit die erste Belehnuug erhielten. Unabhängig voll der Hanptbnrg bestand noch ein eigenes Vehen der Kleine» Feste Kemplon «der 6rmplm, iiber Cochem. Sie lag nach der Abbildung von Cochem im Städtebuch vou Georg Braun l5>7»'., wozu auch die heute uoch bekannte Flnr- be^eichnnng „hiuter Rempele»" stiinrnt, «! au der Stelle des Kapuziner Klosters, bestand nur ans einem runden Thuriue, der eigentlich ein Mauerthurm der Ttadt- befestignng war, und eiilem Hanfe.
Als einer Burg fchon in dem Pri vileginm Kaiser Carls IV. voll 1 .">!»'. ^ll»trum et rnunitionex ('<»<'!>l»e, Xcmp- lun et (^lottene) erwähllt, verlieh fie !42l Crzbischof Otto von Trier seinem Bali starius (Blideumeister) Wilhelm von Bern eastel zur lebenslällglichenWohnnng, jedoch ohne Beuutzuug des Thnrms, wogegeil
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letzterer jedes Jahr eine gntc Batiste (Wurfgefchütz) zu liefern versprach. Dann liegen die Reverse von Heinrich Greven l'><»."> und Johann Greven von Cochem l 5>.">2 vor, worin,sie die Bnrg Templou lvohl zn hüten nnd das Hans zu bewohnen, au dem Thnrme aber kein Recht zn haben bekennen.
Durch die Crfiuduug des Schiesipulvers nud der Geschütze, das allmälige Rach^ lassen der inneren Fehden in Folge des allge- meinen Landfriedens, verbunden mit dein rafchen Allssterben des uuruhigeu Landadels, verlor sich die Bedeutuug der tleilleu Festen, welche unser ''/and zn Hunderten aufzuweisen hat. Die Bnrgmannen kamen immer seltener in die Vage, ihre Ber- theidiguugspflicht zu übeu, verkailfteu imd verließen ihre Burgleheu uud bei dem Burggrafen wurde die verwaltende Seite feiner Stellung viel wichtiger und einflußreicher als die militärifche, aus dem öchKch-Cmmnandante» wurde der friedliche Amtmaml.
Die Reihe der Amtleute m Cochem ist uus durch ihre uoch vorhaudeueu Reverfe genau bekannt. Cbenfo wie die Burggrafen wurden sie meist ans den Cochemer Burgmauns Gefchlechtern oder doch ans den: benachbarten Vandadel genominen. Die Amtsbestellung ist sehr hälifig in die Form einer Psandschaft gekleidet. Gegen die Mitte des 17. Jahrhunderts waren die Funktionen der Amtleute größtentheils fchon an die bürgerlichen nnd stndirten Amtsverwalter übergegangen und dieAmts oder Oberamtswürde znletzt nnr »loch ei» Chreuposteu des trierischeu Hofadels.
Arnlül, l'nu IlrtlM fttettig bei Ander uach) wurde l4Ü» vou Cr^bifchof Otto zum Amtmann der Festen, Städte nnd Schlösser >taisersesch nnd Cochem bestellt. Cr gelobte die Bnrg zu >laisersesch zu bewohnen, mit Thurmtnechten, Pförtnern ltild Wächtern zn bestellen und erhielt außer der Hälfte der im Amte fallenden
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