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1663 1681

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Strotzenburg" den Eid zu leisten, dein Schloßbefchlshaber treu, hold und gehör sam zu sein, ihm iu alle» Nothen sofort beizustehenund Weib und Kind daheim zu lasseu".

Dafür waren sie von allen städtischen Frohnden frei uud bezahlten nur das halbe Bürgergeld.

Während des drriszigMrigrn Kruges litt zwar Cochem stark au Durchmärschen, Requisitionen nud sonstigen >trieg5drang- saleu von Frcuud uud Feiud, Kaiserlichen, Spaniern, Schwede», Lothringern, nament- lich als die Wiunebnrg 1622 von Spaniern bescht wurde, weil die dortigen Herren als Protestanten in pfälzischen Diensten standen, und 1632-16N'! während des Streites zwischen dem Domeapitel uud der metternichschen Partei einer- uud dem Erzbischof Philipp Christoph andererseits, endlich 1650, als die Besah»ng von Eob lenz Cochem vou dcu Lothringern befreien

mußte.

Das Schloß hatte aber weder eiue Belagerung, noch erhebliche Beschädigung zu erleide,: gehabt.

Amtmann war 16W Mann C^eorg von Mclzenhaufen,') Kellner ^ranz Eunuid Stcineoach 1638-1656, wegen Defekts zu letzt abgefetzt uud iu Uutersuchnug, welchem Johann Philipp Anethan l»!'»»; 1681 und dicfcm Franz Ludwig Antthau folgte.

Das Borspiel zu der furchtbare» Kata­strophe, welche die Burg veruichtete uud zugleich der Stadt fürchterliches Unheil zufügte, gab der französische ürieg von «!72 l6?!>, dcu Ludwig XIV. iu der Absicht, die bclgifchcu Nicderlaudeu zu erobern, gegen Holland, Spanien uud das deutfche Reich uuteruahm. Nach der Eroberung von Trier im Herbste 167.". hatte der fran zösifche Gcueral Margilis de la Trousfe

') Seine Schwester Annn (flisndeth und deren l^emM Johann Antan, Herr zu !'»!, sind nach der lateinischen Inschrift iil'er dein Portal die Erbauer der «apnzinertlastertirche zn Cochem,

mit einem fliegenden Corps von3500Mauu, »icist Cavallerie, eine» Streifzilg durch die Eiset vor Coblcuz gemacht, wurde vou Maycu aber abgewiefeu uud warf sich daher auf die Uutermosel, welche er stark braudschadte. E r b eschoß bci die - ser Gelegenheit auch ciuigc Stuudcn die Burg zu Cochem vou der Lcschcr Liude aus uud wäre» die Spure» semer Kanonade a» der Süd- »ud Westseite des großen Thurms noch bis znr Restau­ration zn erkennen.

Der Frieden vou Nvmwegeu zeigte uur zu sehr die Schwäche des deutschem Reichs und so erneuerte Ludwig XIV. seine ehrgeizigen Pläne ans die Eroberung des ganzen linken Nheinufcrs iu der Eiu- fctzuug der Rcuniouskammeru 1680, iu der Wegnahme von Straßbnrg 1681 uud in der Präteufiou ans die Sneeessiou iu der Pfalz Namens seiner Schwägerin, der Herzogin von Orleans. Im Jahre 1686 wurde auf einein fast rings von der Mosel umflossenen Bergrücken bei Trarbach, der niemals in irgend einer Bezichuug zu frauzosischeu oder lothriugischcu Fürstcu gestanden hatte, von Ludwigs XIV. be­rühmten Ingenieur Banbau eine sehr große und starke Festung, Moutroyal genannt, erbaut, sofort mit einer starken Garnison belegt und dauu offen die Absicht ansge^ sprocheu, das umliegeude Laud mit Frank­reich zn vereinigen nnd jedem Widerstände mit äußerster Gewalt entgegen zu trete».

Diefe französische Zwingfeste hat das Mosellaud, die Eifcl »»d de» Huudsrücken i» de» wettigc» Jahre» ihrer Existenz - »ach dem Ryswycker Frieden 1697 wurde sie geschleift auf das Furchtbarste be- drängt nnd ansgefogeu. Bon dort aus namentlich, als der Mordbrennerkrieg gegen oie Pfalz 1688 losbrach, wilrden die ver­nichtenden Schläge gegen die trierischen Städte, gegen die Alelsschlbsser nnd die zahlreichen noch halb vertheidignngsfähigcn Landstädtchcn geführt, denen anch nnsere

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