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1688^1689
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uralte und hochragende Vnrg ulld das freundliche Städtchen am Fuße nnd die sämmtlicheu Burgen der Nachbarschaft: Winncburg, Beilstein, Monrcal, Mayen, Ehrenburg u. s. w. erlagen.
Der sehr gcuaue nnd zuverlässige Berichterstatter des Amtes Cochem, dessen Ne lation Stramberg in seinem Antiqnarins') hat abdrucken lasseil, schildert diese Greuel sccnen mit naiven aber charakteristischen Worten, weshalb wir das von Cochem Mitgctheilte hier wortlich folgen lassen: „Den 8. Novembris l«!W ahn der Nacht „seind elf Nenther in die Stadt Cochem „kommen von Montroyal, habende Ordre „von Monsieur Montal (dein dortigen „Gonvernenr), daß allhic nf Monfirur de „Saris warten sollen, so diesen Abend mit „30 Dragonern nnd ungefähr 40 Mons- „qnetire oder morgen gleich frühe ahn „kommen folle."
Monsieur de Saris besetzte sofort das nur von 20 Bürgern, von deueu kein einziger ein fchnßfertigcs (Gewehr hatte, bewachte Schloß nnd bildete in Cochem ein Depot für die nach Coblcuz dnrch- marschirende französische Belagernngs- armee. Am l5>. ^November wurden die Fruchtbänme unter dem Schlosse abge hanen llnd am 2l. sämmtliches iu der Stadt befiudliches kleines (beschütz: « messiugeue uud 25 eiserne Doppelhaken (Faltonette) mit den dazn gehörigen Geräthschaften, Mnnition nnd Bettungen anfs Schloß geschafft. Die benachbarten Dörfer erhiel^ ten Ordre das Schloß mit Proviant nnd Holz zn versehen.
Nachdem die Franzosen am 2<^. No vember l<;8.^ von Coblenz, das sie l4 Tage lang bomöardirt nnd fast völlig in Afche gelegt hatten, abgezogen waren, begannen die Durchmärsche nnd Negnisitionen von Nenem.
') von Stmmdn^, R,,ci». A,itiq»m'M5 III. Ab-
„Donnerstag den 2. Deeembris sind „4 Compagnien Dragoner mit 4 Capi^ „tains, 7 Lieutenants, andere Obere nnd „Untere Offiziere zn geschweigen, ahn< „kommen nnd mit Onartier versehen wer „den. Gott weiß den Abzug uud Ausgang!
„Mittwoch den 15. Deeembris ist Mon- „sienr le Comte de Montal mit einer großen „Suite ahuhero koinmen, welcher ans dem „Schlosse vor seine Person blieben, die „übrige Offiziere aber sampt den Dra „gonern seind in die Stadt verlegt nnd „einqnartirt worden."
Im Iannar 1»'.«!» bestellte Montal von Montroyal ans den Dragoner-Capi tain Monsienr de Fosse znm Comman^ danten von Cochem, um die von dein Intendanten zu Mainz Monsienr de la Gonpilli^re für die Unterhaltung der fram zösischen Truppen iu Deutschland ansge schriebeneil Contribntionen beizntreiben. Bis znm iannar l«',«'.» hatte Cochem be^ reits znm Unterhalt des Regiments Bonr gognc 3(XX) Neichsthaler beigetragen, ^cu» wurde» der Stadt ."2,000 Vivres oder >«»,<;<;»; Neichsthaler auferlegt.
„Sampstag den 2!». Iannarii !<!«» ist „eine überaus harte Betrohnng von Mon „sienr de Machir (dem Intendanten zn „^nxeinbnrg) <!»' <!:>t<. Trier 24. enrr. Hrn. „Amptsverwaltern >>»',- <x>!ro8»eiri znge „kommcu, dereu Iuhalts, die ahudittirte „Coutributiou ohugesaumbt eiulieferu, „widrigenfalls gewertig fein, daß 4 Com „paguien Dragoner ahnhero eommandirt „U'erden nnd mehr Costen nnd Schaden „vernrfachen sollen, als die Contribntion „öelanffen U'ürde. ^tem ist anstrncklich „darinnen vermeldet, daß die Bornehmbste „anff den Ansbleibnngsfall mitfchleppen „nnd nacher ^üzenönrg in Prison führen „follten. G^'tt feye unser Herzenleydt ge „klagt nnd wolle solches vätterlich ver „mittelen."
Cs sollte aber noch Schlimmeres kommen.
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