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„Den 18. Aprilis ist Monfienr „de Saris Lientinant de Roy alhier „ankommen mit 50 Mauerbrechern „und Minircrn fampt einem Capi- „tain, Doniack genannt, welcher den „folgenden Tag ahngefangen, das „Hans Cochem nnd die Winnenbnrg
„zn miniren."
„Den 4. Mai «iroa morickiem feind
„mit den Schiffen, fo die Mobilia, Stück
„nnd andere Sachen vom Haue oder
„Schloß Cochem geladen, 2 Compagnien
„vor eine Conwev nach Montroyal >nar<
„fchirt, die übrigen aber in der Stadt ver
blieben.
„Den 16. May feind die 4 Compagnien „Dragoner abmarchirt nnd denfelben „Abendt Monsienr de Saris Lientinant „de Roy mit 50 Reichern und 70 Mons- „qnetiren ahngelangt.
„Eodcm gegen den Abendt ist „das Schloß Winnenbnrg ahn den „Himmel gehenckt nnd jämmerlich „verbrannt morden, nachdem daß „die Minen allererst ahngezündet. „Diefes Speetakel wäre granfam „in der Nacht ahnznfehen nnd folte „man vermeint haben die Höll „stünde offen.
„Den l?. »min» feind die 50 Renther „mit Monfienr de Saxis und Monsienr „Donschal von Winnenbnrg abmarchiret.
„Freitags den 19. dito ist aber Monimir „de Saxis Lirutinant du Roy mit 150 Ren „thern, dau 100 Monsgnetiren nnd sehr „vielen Offizirern znrnckommen. „Derselbe hat Ordre mitgebracht die „Exetntion mit dem Schloß nnd „fonstcn vorzunehmen, daher dau „circa ynilitam ot »extam promeii- „äianam gcfamptc Offizire uff das „Schloß Cochem gangen uud bei „Hellem Sounenfchein daffelbe dem „Vuleano aufgeopfert, wohero wegen „ein so graufambc Fewcrsbrnnst „erwecket, daß leider Gottes nicht
„ohne Wehethun nnd Zähren die ^Ruiu dieses Hanfes ahnznfehen "gewefen. Und was die heiße nnd ^überaus große Flamme nicht vermehrt, haben die ahn 10-12Ohrten Igelcgtcn Minen zn Grnnd gerichtet ^nnd gleichfalls zn einem ^tcin- „hanffcn nnd öden Wüsten affi-
„milirt.
Diefes Fewr hat bis in den dritten Tag eontinniret nnd ohne ^Unterlaß anffgefreffen was zn „erreichen gewefen.
Sambstag den 21. dito ist der Mordbrenner de Saris mit seiner Schergen- Grotte die Mosel nauf marfchirt nnd hat "dem Hanfe Beckstein nnd anderen dergleichen mehr den ^eest gegeben, worunter "anch das Metzcnhausische Haus zu Neff I(Ncef) zu zehleu."
Am folgenden Tage den 22. Mm 1689 trafen die Spitzen der zum Sucenrs der hartbedrängten Mefellande in Eilmärfchen heranrückenden dentfchen Ncichsvölker in Cochem ein, das kaiserliche Regiment Stahremberg nnter dem Obersten Baron Chizzola nnd 3 Compagnien Knrtrierer unter dem Obersten Grafen Kratz von Scharfenstein und Oberstlientcnant Pon-
eelet.
Die Kaiserlichen blieben lus znm 1 Juli uud rückten an ihrer Stelle, nach einer Nachricht 6 Compagnien Kurmainzer, „ach nnferem Cochemer Berichterstatter aber 0 Compagnien eines nicht näher bezeichneten kaiserlichen Regiments (vielleicht Herzog von Lothringen, weshalb die Wuth der Franzosen wohl zn erklären wäre??) in Cochem ein, nämlich der Regimcnts- stab, die Lcibeompagnic, die Compagme des Obersten Araiczaga, die des jungen Herzogs von Lothringen nnd die Compagnien der Hanptlcnte Tnlzbach, Krebs „ud Kollbartz, während der Hauptmann Wazcbriff die Leibcompagnie führte. Da diese 6 Compagnien 816 Mann, die drei
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