Das ii. Buch. Sap. iv. ^

auf denselben zu lichten. Dieser Brauch der Wahl Stände ein sonderbare c,r.irulsrian fürgeschneben/ ist auch hernach bey der Sächsischen Käyscr Regie- dcmnn unter andern folgender Innhalt zu finden -

^e/<>. /,^.4> c-<l/,<;. <)ul» verö cleuicum elle ccwnn« lcimul, uc 2 nuirm« nouoeem lulcipimu5, enz iuxt» liiäium «lominium nonoremul.- vollimu5, uc «,mn« liclelex nnltci ccrlilUmum tcn«nt, ncminem, cti- ilülil?« nräinis auc clißnitzcix, cleincepl nnNrn m< convenienci l>e»icu, aut »Iteriux «IliclilÄie vel i»ni- lta cupiäitÄte r>romericnbc»nore6ec>ere nrivari, nili ^lüiri^ jucücin e^ ratinne, »cc^ue guttäte cii6tante. ^eAcm vclu umclll^ue compecenien,, licuc anrecel^. löces lüi cempore mevrum r>rZ7äeccl1nium n^oue- rum, in umni äi^nica« öi uräine f»venle Den m« utilerv 2turum perclnnn.

c?<,/>. s. 3i fnrcc lübreptum nobiz ezuinpiim, ur nnmini sueric cnmpecencer st liclcliter p> nuc snoli« micHce^ez!acnnvenir,öcnecclli«cil)U5l'nl,c6cnmii, expcclic. uc nuc r^cinnaoiluer coriizulur, velti2 licle» Ü5 clcvncin aämnnere cur2oic.

In dieser c^'M'laciun verbindet sich der Käyscr dahin: Erstlich/ daß er die Stande des Reichs/von denen er zum König angenommen/ ingebuhrcndcn» KelpeÄ und Ehren wolle hallen. Zum andern/ daß er keinen Stand des Reichs/ Bischoffoder Grafen/ weder seines Gefallens/ noch auf anderer Verlei­tung/ ihres Stands entsetzen/es wäre dann die Sach darnach beschaffen/ daß die Absetzung nicht zu umb- gehen/ so soll dieselbe mit Erkanntnüß und ordentli­chem Proceß in Erwcgung vcrnünfftigcr Ursachen/ und der Billigkeit nach bcschchen. Zum dritten/daß er jedem des Reichs Unterthanen / nach HcsLandes Gesetzen/ Recht wolle lassen widerfahren/ und die Gesetze handbaben. Zum vierdtcn/ so jemand den Käyscr mit falschen Bcredungcn/ guten Worten und andern unziemlichen Mitteln hintergangcn/und zu Bewilligung solcher Dinge verleitet/ die seiner Majestät unziemlich / oder andern Unterthanen schädlich / soll solches auf der Stände Erinnerung verbessert werden.

EshatabermitderTeutschenKönigeRegierung gar eine andere Manier und Beschaffenheit gehabt/ als bey den Asiatischen Völckern/oder denen m Aftp ca herkommen / und noch heuttges Tages gebrauch« lich ist. c»mdyslz des Königs in Persien Räthe sag­ten : Sie hätten bey ihnen ein solch Gcsatz: «ein-

'": Ihr König habe fteyen Gewalt zuthun/ worzu ihn sein Wille und Gemüth trage. ^«aoanuü, Kö­nigs ^rnxerxix Oblister/ hat^>'emiltncli dcr Athe-

nienscr Obristen/ von derPersen Brauch den Be­richt geben/ daß sie ihren König als Gottes Bildnüß allhie auf Erden pflegten zu ehren/ und was einer

rung behalten worden. Davon an einem andern Ort gnugsamc Ausführung soll geschehen.

Das iv. Kapitel.

welcher Gestalt die Fräncklsche Asmge den Ständen deß Kelchs gehuldec- Nnd VHN ll?ren, Ampt-

^,Enn die Fürsten und Stande ihren König er- ^wähletund bcstättigct/hatzuvordcrst dernelu- erwählte eine gerechte Regierung zu fuhren/ Recht/ Billigkeit und Gnad seinen Unterthanen ge- dcyen zu lassen/ Mit geschwornem leiblichem Eyd ver­sprochen. Die Form soll also gelautet haben: Imo

rierDcum Omnipotentem, acprnmittnme jultcre- ^natnrum, jaclici»m, lr^Mt»cem, öc mileric.oräl»m ia<5tnrum. Znäin. /<ö. 1. </e Keo«6/. c^o.^'.

Umbs Jahr 8 s 8. p/cn. ^»»«/. findet man/ daß die Form des Königlichen Eyds vermehret/und auß- führlicher begriffen worden / nemlich wie folget: Ich will nach mcincmbcstcn Wissen undvcrnünff- tigcm Ermessen / durch Beystand Göttlicher All­macht/ einen jeden meiner Unterthanen nach seinem Stand und sonstcn ehren und schütze!, / lind in sei­nen Ehren und Wohlstand/ohne Gefährde/ Ver­dammung und Betrug erhalten/ einem jeden sein gebührlich Recht nach dem Gesatz widerfahren/ auch wer der Gnaden bedürfftig ist/ undvernünffiig darumb ansuchen wird/ solche gcdcycn lassen. In- masscn ein getreuer König seine getreue Unterthanen rechtmäßig ehren/ schirmen / und jedem sein gebüh­rend Recht und Gerechtigkeit in jedem Stand erhal­ten/und den Nothdürfftigcn/ und die hicrumb ver- nünfftig ansuchen/ verimnfftigc Gnad soll erweisen/ darvon will ich mich keines Menschen halben/ weder durch Practicken/ arge List/ oder ungcbübrlich An- stiffccn/ so viel menschlich/ nicht verleiten lassen/ so viel mir Gott Verstand und Vermögen verleihen wird. Und da ich aus menschlicher Blödigkeit wi­der solch mein Ampt und Zusage möchte hintcrgan- gen werden/ so bald ich dessen verständiget werde/ will ich frcywillig hierin» Aenderung und Verbesse­rung schaffe!?. Kzo quanlum leiern Sc rationubili. ter potuern, vamino aäjuvance, unumquemque ve- üillm tecunälim tumn aräinem 3i oellunam K«>- nur»l,o öi s»lvac»u, öc bunar^tum öc lulvacum ar,«- ejue ullc> ^nlc> 2c «lamnzricine vel clecencionc cnnler- vaon, H unicuiczue cnm^ecentem lezem öi julti- tiam canlervann, öc czui illam necetle Kabuccic, öc lationanilltcr oecierir, racinnabilem misericolcliam exlnnenn, ücui liä«'

^1 1. ^'"'^"""'?""^^ manaufoenKnienbtttenunderlangen.

6iFent.bu5 öc r.twnadil.ter petenrib«« r«in.a»ilem ^. Also 'st N0Z auf heut'gen Tag M de^

M'sericnr^mäebetimoenc!ere.öcprnnullnnnmin° schenLandM dltMacht UNddasReg'McNt delKÜ-

20 bnc. ezuancum permittec tmm-ma fragilitaz. per Nig IN ihrer sttYtN .Pand.

ltuäium 2Ut MHlevnIentiam, vel 2licuju5in^cbitum Von Königen in der Moscau wird geschrieben/

Kortamencum cleviann, nuantum Veu5 intellc6curn ^.lexancl, Quäßliin. <» ^^<,»<» ^«^«l. l^ibercöc

sc palliKilitHtem «lonaverir. Zc li per lrazilitatem «!e vulunlace 5u» ne nmnium sc vi» K nonil, nemi«

«nnrran<,c mib>sut,reptum fueric. cum nnc co^nn. ne nostrepettte, con2ituic. c!on5ili2rlorum emm

vecn. vollmtarie illuc! emenä2rc«u«I?n. nulluz ett 2puä elim t2M«»ucKoiil2t>i, qui cii!l»2<

Käyscr c.^rnlo c»lvo haben die Fürsten und ^e«,2utlll,l in2l>qu»re^u»ntmnvj5injultillim2.r«.

G ^ llüer«