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Das Sechste Vuch/

Von unttrschiedlichm innerlichen Empörun­gen ln der Stadt Spenr / woher / und aus was Ursachen

dieselben entstanden/ darauff erfolgten Veränderungen des Regimentsund

der Bürgerschafft / wie und auff was Mittel solche Auffruhrm gestillt/ verglichen und hingelegt worden / und was darauff

erfolgt.

Das I Cavitel Rath / alle Ritttrmasslge und alten Adtlichen

' ^ ^ " ' Geschlechts / geführt / und wäre zu wünschen/

der alte Kack / die ^wölff Rl^ermäMtte daß die Handlunaen und Geschichten / so inner,

u"d AdN icr H^^ halb zweyhundert Iabren bey der Stadt fürgan.

""»Fr.ed<?s wi!le?a.wd^37nsscen elN gen / Mtt mchremi Fle.ß be chr^

8«wlsso 3aK! <l, slck / benrelNen ein <Nrt>«, waren. W'ewol aber lM vierdten Buch ange tlgt

""NF dH we Znss^ der R"b m^ '^ ^ "" ^"" ^"" H'nr'ch der günftle alle

diejenige / die inderEtadtSpeyrmitFeld'Ar.

wie die Nüraermeister «rwehlc werden beltund Handwerckm ckleNal'MNg gesucht/und

sollen damals allesampt,m schweren ^)tand der Lewelg,

nen gesessn / aus solchem knechtischen tast erha»

^ejenige/ die ihren Lust den/dergreyheitundRechtderBürger/sodamals

und Ergetzlichkeit in nütz« Adeliche freye Lcut gewesen , theilhafflig / und l«

lichen guten Historien su» Frey.Bürgern gemacht / und mit nutzlichen statt-

chcn / die befinden / daß lichen Privilegien die Bürgerschafft ins gemein die

alle Regiment in König» alt und neu miltiglich begabt hat / welche Edel und

reichen / Landen und Unedel als Glieder einer Stadt in durchgehender

Städten / wie sie ihren Gleichheit zu des Regiments und ihrem eigenen

Anfang / Auffnchmen / Nutz und Vortheil gedeylich messen und brauchen

_________^ ^ Fortgang/und ein zeit» sollen: Sospü« man doch/daß den Teutschen

lang »t-l beständige Wesen/ haben und erhalten : Adelichm Gemüthern ein sonderbare Neigung zu

also jsis auch aeschchcn / und geschicht noch / daß HochKaltung ibres alten Adelichen Stammes und

s»t zu ihrer Zeit wiederum in Wandel / Abgang/ Namens eingepjwtzt , und Niemals gern gesehen

öd" auch gcmtzund aar zu Grund fallen und ihr noch vertragen können / wenn andere , deren Ge»

Ende erreichen, ^ann wie der Mensch selbst sei- schlecht/ Namen und Tugend in löblichem bekand-

ne Rmdbcit, ^uamd ^ erstarrte männliche Jahr / tem Ruffnicht herkommen, ibncn gleich gesetzt wer.

einer länger als der ander / endlich sein Alter und den wollen / und daher die Hausiaenosscn und Hde.

Hinfälligkeit auff sich hat / daneben vielerlei) Ver, licheBürger in der Stadt nicht alleinden Rathfast

andcrurgm des Leibs / Gemüths und Willens zweihundert Jahr besessen / und das Regiment der

im Lauff seines Lebens unterworffen ist : also fol- Stadt verwaltet / sondern auch die Bestellung der

gen die Regiment der Königreich / Land und Gericht/Verwaltung aller Gefäll/ Einnahm und

Stadt ihrer Erfinder / Anfänger und Regenten Außgabder Stadt/ alle Aempter und Verrichtun-

Natur und Eigenschaft / und weil sieden Men- gen / davon Lobund Ehr zu erlangen / bey ihren

schen und derselben unbeständigem / wandclbah- Handen behalten , Kauffleut und Handwercker /

rmiGemüth , Thun und Lassen verwandt und weßNamensdieseynd/unangesehendaßsielnStand

untergeben scnnd , so haben sie auch ihre Ver- der Freyburger gesetzt / davon gantzllch abgeson«

Änderung nach dem Willen und Gefallen / inde« dert haben- Dieweil aber viel unter der geme,.

"n Gewalt sie stehen , doch Göttlicher Allmacht / nen Bürgerschafft von ihrem Feld'Bau / Hauff-

Emschen / Obbalt, und Regierung vorbehaltlich manschaßt, Handlbierungen, «nd bandwerclern

Nunvorgstifiich.BißberbabmderfreyenReichs« fast mehr an Reichthum und Nahrung /als die

^tadt^peyrReaimcnt und Verwaltung/ von vom Adel, zuamommen , uF ^ d"um, we,

Bürgermeister und dlt Adeliche Bürger den Kön»M / Kavsim,