Das Erste Buch/

as maffeMulms der er sie Römische W^

scr die Straßburger/ Wormbser/ und Spevrer am Rhrmfirom

durch KriegsMacht dem Römischen Kayserchum unterthanig gemacht/ von Erbauung und Benahmung der Stadt Speycr.

Wie die Römische Käyser die Städte am Rhein abaethcilet/

dieselbe durch ihre 1^6608 und c^omir^ regiert und verwaltet/

was Gefüll und Einkommen daraus erhoben worden.

Deßgleichen von denckwürdigen Historien und Handlungen/so zur selben Zeit

bey den Städten m6crm2MH prima fürqanqcn/ bis? endlich durch Mc.cht der Hl äncklMN

Könige der Römischen Kciyscr Regierung g.inßlich abgeschafft/ und die Lande und Städte amNhcinstrom dem Teutschen Reich zugeftgt worden.

Das l. Capitel.

Vom I?olck/dlo I^emec« genennet/ woher sie solchen Nahmen bekommen.

As Wort Nem«rez hat bey

,dcn ttil^nlicil zweycrlcy

^Verstand : Insgemein

^wird das Volck/ so die l<e-

vier des SpeycrGaws dis-

scits Rheins gegen dem Ge-

vürg zu bewohnet/also ge-

' nennet. Sonstcn aber/

^ doch nicht offt/ wird allein

die Stadt dardurch verlcandcn. Daher sagt i^i«-

n»nuz /<^. ). /«^ t</«/o /^e«/<o»,<«^lcl.- I^oc lcire cl«bcc

pott-lili« atcril,uc2l. Und der Her: Marcus Wels-

scr / t/e ^e^ ^<»<^«/^»</ /o/. so. t<ibil kicqlientiuz <iuäm plinci^e5 urd«5 populorurn nomimbus 2^,< pellari.

Bey den alten Lateinischen oder Griechischen Scribcnten ist nicht zu finden/ daß einer der Bedeu­tung deß Nahmens dcr Ncmetcr nachgeforscht/son­dern es ist die Frage/ woher dieselbe also gcncnnet/ und

was Nem«« hcissm / von neuen 5cllpcoril,l!5 zu

unsern Zeiten erregt/ unddarvon ungleich geschrieben

Worden, 5«ncilcul Irenicuz e^.?2. sagt davon also: ^lult»rum «tzionum civic»tumczue wri^in«z »3n«»r2mu5, öc (3r«c» outaml», <^u« «wen Q«- lnanici« 6el)entur, veluti Vanzion« äicimu, 'War- «2li«nl«, omil« minntur, unäe nomen illuä fueiir

»icu,<! fanz l^eKeriir. I7rl,5 I,.-rc iica cli in ter>-icc>- ric> l'eutnnico, N'llNgaW 6i<^n, d.'«rere H5 NaccK» opulemillimo.- I^Hiini ^»ululum variam« li««« Vanl^ic>ne5 üloz pr«selei,»nc, ^/lm^iußionez. 5ic Hi deiner«, veluli u solim^ine lll,c äi^i lunc.

Das ist: Gleichwie die Wormbser werden gencnnct V»n^inn«, von wegen ihrer LandsclMt ode,' Ga- wes Fruchtbarkeit an Wein und anderer No'b- durfft / ein Wunncgau / oder Freudcngaw. Also haben dickem«« den Nahmen daher/ daß sie eilu n solchen Ort bewohnen/da sonst nicht viel Leute hin­kommen seyen / und sey ein Teutsch verzwickt Wort/ Niemcts hie/ das hätten die Römer auf ihre Manier ausgesprochen und geschrieben Nem««.

Dr. Jacob Schoppcr in seiner neuen t^rann^ra- pn>» und Histori Teutscher Nation/ im?.Cap. mel­det diß/ die Nem«« seynd ob den Wormbscrn deß Rheins Beywohner/ und ein Volck deß Obern Teutschlandcs gewesen/ wie (^lari. ^//.<?^//. be­zeuget/ deßgleichen ?lin. ^.4. <-<«/>. 17. ?cc>l. /,^.2. l-.,/,. 9. Klalcell. /<^. 1 5. Also schreibet sie auch1"2. cicl,5 ^«». 12. den Teutsche!» zu/ diese sollen den Nah­men Nemet« haben von der Einöde/ dieweil sie ei­nen solcbcn Ort eingenommen / den sonst niemand viwohnet bat. Heutiges Tages hcisscn sie die im Spcyer-Bisthum. Sie möqen auch den Nahmen Nen,«c« etwan vom Griechischen Wörtlein >°- « gehabt haben/ welches heist äiknKuo, das ist/ ich theile aus/ darum/ daß ihnen in der.sxrübertahrt über Rhein (welche sie sampt andern Teutschen Mlckem gethan/) diß Land zugetheilt worden ist. - A Es