Bas IV. Buch Kap. N. 231
ander/daß ein icdeStadtdemMliig odttKäyserzuM
wie die Könige und Käysere in Teutschlandcn haben schuldigen Tribut verbunden blieben/ das ist / wann
hoch begabt die Fürsten und Herren: Also haben sie dieselbe in Italiam kommen/ daß sie den, gantzen Hof
auch nachmals aus sonderbahrer Gnade undMiltig« undVolckVi^u.ili?., Kost und Futter vor Mann
teil gefreyet die alte Städte des Reichs / Thaler und Roß/ sampt aller Bmitschasst zu Strassen und
und Flecken/ denselben vergönnet eigene Regirrung/ Wasser/und was zur Reiß uonnöldcn/zurHand ge-
deßgleichen einen mercklichen Theil der Zölle/ Un> schafft /.Herberg und Stalllmg gestellt/ und solches
gelts und anderer Gefallen / ihnen zugestellet, in wel- alles auf ihr derStädt eigenen Vonalh undKosten.
chcn die Teutsche Könige und Käysere an Gnaden Solchen Tnbut hat man tucltum , ^»«62«, und
und Miltigkeit die ^(önige anderer Nationen weit m.,nslu^icum geyeissen. Es sind aber zu desto bes-
übertroffen. Veßhalben haben Fürsten und Herren serer Wlssmschaffc deren Puncten/ so in diesem Ca-
^-^ ob den Sädtcn/ noch hingegen dirReichs-Städte piiel angedeuc/folgende zu betrachten.
^ und des Reichs Thäler ob den Fürsten und Herren
sich nichts zu bcklagen.Dann alles so deydeTheile ha- A/»s I I «>v
den/ kommt aus sonserer Gnade und Miltigkeit der ' ^ ^'
Käyscr und Könige/^ußgcschlossen / so hernach die Von etllchenikvgenschassten der uhralten
Fürsten und etliche Sladte vielen Grafen / Herren/ Reichs- Srädre. Freyen und Edelknechten ihre Hmschafften und
Dörfferabgekausst haben; Item im folgenden Ca» isW^ZAsStädt vorzeitengehrissm/ und von der»
pitul saget gedachter Mmitcrux > dicgrosse und nam- HH ^ selben Unterschied und Regierung/ davon
hasste Städte haben die Könige und käysere ohne V3^>^ ist zu lesen das 18.Cap. in, 5.Buch> Alles
Mittel bey dem Reich gelassen/ und keinem FürM sampt hat bey der Teutschen Fränckischen König und
0.0er Hcrln zu Lehen zugestellet/ unter welchen etliche Käyser Regierung entweder ein Hertzog / Grast
hernach auch mit Privilegien sind geftcyec worden/ oder anderer Königlicher / Käpserlichcr und des
und wurden demnach nicht Reichs» Stäne/sondern Reichs Officirer verwaltet/ fast auf die Form / aber
freye Städte genennet/wicwol sie nichts deltowent- doch nicht allerdings/ wie bey den Römern/ davon
gcr unterm Reich geblieben. Darnach ncngcn die im i .Buch etwasBcricht zu finden. Die Heitzogen
Fürsten an / ihre Länder zu bauen und bessern / md haben in, Namen des Reichs/ l'and und Stadt/ wi-
ist m it der Zeit dahin gekommen/ daß viele Hürsten- der feindliche Einfälle geschützt! Und beschirmet/Fried
Städte anReicbthum/Hüpscye undStärcke/et- undSicherheit derStrassen erhalten. DieGraftN
licheHeichs'Städte übertrossen: Biß hlehcr ^4än. oder?r«sc6ii fürncinlich in der Graffschafft K4cclo-
tt-ruz!. pclll, andern Flecken undDorffschafften/dasIustitz«
lÜ2,rolux 5ißc)N!ux /«b Fn«,i /. 7. <ie KeF. /t^i. ist der Wesen in Kriminal, und Bürgerlichen Sachen cli-
Mcpl »ung/ daß oieStädtc imKönigreichItalicu vor r^ret/ und was ferner derselben Ampt zugcjiandcn/
den Mädten in Tcutschland zur Freyheit auffgestie« auch ihr Gewalt und Recht in den Reichs-Städten
gen. Dann als KäyscrOlt dcrCrste in Italien an- und landen gewesen / davon hat man zu lesen im 2.
gelanget / hat er in allen Landen und Städten die Buchdas l6.17.22. n.i;^7.i8.Cap.Dißistdie
durch langwürigesAbwesenderKäyserzerrütteteun erste Eygenschafft der uhralten Reichs-Städte,
verfallene Regierung / Gesätz und Ordnungen wie> welche mit folgenden Exempeln erwiesen wird'
der auffgericht und erbauet / erfahrne und verstau- Daß die Stadt Cölln vor und bey^aroli Kl. Zei-
digeRegenten und Obrigkeiten bestellet und cinge- tendurch Geistliche und Weltliche desReichsBe-
setzet. Damit dann in seinem Abwesen bemeldt Kö» «Mpte regieret worden/ ist außtrücklich zu vernehmen
nigreich oesto mehr bey gutem friedlichen Wesen und aus den Fränckischen Besätzen / dminn im 2.Buch
Wohlstand möcht beständig verbleiben / hat der c?^. 2 j.der^rtz-Bischoff l-laclaliol^irz und ^muncluz
Käyscr «ine neue und hierzu ersprießliche Regierung Oamex. beysammen namhafft gemacht werden/ wel-
vonnöth>!n ermessen/ und dieselbe in solche Form vcr- chc Form dir Regierung biß aufdie Sächsische / und
fast/ ncmlich/ daß er vielen Städten sonderbare Frey- an etlichen Orten auf die Fränckische Käyscr unvet-
beit ertheilt: Erstlich/ daß sie ihre Obrigkeiten / die ändert verblieben.
sie regieren sollen/ selbst erwöhlt: Zum andern/ eigene Die Stadt Mäyntz nennet Kegino Kt«rupolin>
Rechte/ Oesätze und Ordnungen gemacht /auch ihre i. 2.^«. 9 sz. DlcKm. i. 2. m Franckenland,und eine
Gewonh^scn und Bräuche für ein Recht angenom- Königliche Stadt/welche d,e Hertzogen zu Francken
»nen: Zuin dritten / daß sie zu gebiethen und verbie- in Verwaltung gehabt/ und ist (^»raMü der Her-
theri/und die darwider gehandelt/an Haab und Gut/ tzog / von seinem Schwähcr Käyser Ottone/ ltt
keil, und Leben zu bestraffen/Macht und Gewalt Mäyntz belagert wordm im Jahr 5,5)..Daß sie dar.
gcbi,bt: Etliche Städte aber habe der Käyser der neben von einem Grafen des Reichs regieret worden/
Ma rgg, afen / oder Grasen Wi5äi6ion und He«- bcstätliget c^olu« X4. m seiner (^ontt.mc.on. da al-
schifft übergeben/doch mitVorbchaltderKäYser und so gcsaget wird : ln ^unna,^«lr ell 6.««^
ReichshergebrachterRcchtul,dGercchtigkcit/welche «-Mulplii ^l-ckieplicup., i^cm »Älltulpkux ^
dari nn bestanden: Fürs erst /daß MStädt/ so wol scapu5 ^ l^^c. t. comc«. c^/>./. 2. c. ^;.
die/, 0 zu, Freyheit erhöchl/als dieandcle/so in anderer Und ist das Regiment m solcher Form bestanden/ .
Her schafft >.i^lHi«n gelassen / dem König oder biß aufKäyscrs l.o7lia^Reglcrun,g/und ferner.Den
Käy ser und dem Reich/ Treu und Huld geschworen, in einem ?. ivile^o. so Ertz-B'lchoss ^.lail,eln,z dcv
So! cheHuldigung haben die neuerwöhlle Obrigkei. Stadt Mäyntz gegeben / stcben zu Ende benennet/
ten jährlich emwcder einem Bischoff in der Stadt/ dKron.veluz^oZunr.^^.^^lc.^lnulälizdom«
oder desKönigs oder KäysersLegaten gcleist. Fürs t>r«seau« clv«atiz.bml3licKo.Vlce6„mmu,<^e.
