594 Speyrischer Thronick ^

bey dem Rechholtz versammleten/und allda ihr Ver« etliche Häuser in der vorgenannten Vor<Ml,

sammlung haben wollen. Als nun die vorgenante etliche häuften Holtz mit Fem verbram't / u^ >

Nacht herzukaine, hat derTeuffel, der ein Mehrer mit Schrecken und ^ch'mpff gew'chen, ur." >^^

der Boßheit ist/ ein eigen Gezüg unzählbarer, und Gegenwarligkert

bey nahe lausend und fünffhundert Gewapneter von lassen. O Gott des Raches/ der alle D"N

allen ferren Orten der Welt versammlet, geschickt, he und n,mm wahr / was böses und lci)«»^ H^,

ohne die unzählbare Schaar und Gezüge/ die jen< das / so es zur Würckllchkelt kommen "«" , ^^<

seit Rheins blieben/ und nicht überfahren türmen o» um mit^rfreuung sollen w,r fröllchen m i^ ^^.

der schiffen möchten, und an andern Städten ver« misten David sprechen : D't Jungen u^' ^

borgen waren/ auff den Eingang der StadtSpeyr frauen die '«lten mit den Jungen so^noen",

wartende/bereit als ein Löwzu einem Raub. Wun. desHERRN loben- Als es aber Morgen w^

der ist aber / und über die Maß zu verwundern / daß was die ^ ladt beschlossen / und eroonei ^ ^

solch Verrätherey, ob also gesagt werden soll/ erdacht Glock mercklich / da alle Burger iulammeu» ^

und so lang gehandelt worden/ und niemand erl'un- warde vertragen und verkündet/ em ^oer / ^,

den ist/der die offenbahret habe/ sonderlich so dieBa- Beschicht unschuldig von dem Argwonnw», ^.,

ner.Herren zu Zerstörung der Stadt Neigung und te sich deß mit dem EM 'Nwendlgdrey ^'^,

Willen hatten/ und nicht allein daß sie Speyr/ son. nigen / oder aber soll ewiglich der ^aor «> .^.

dem alle Stadt durch den olheinstrom ihrem Ge. gwRechts entsetzt seyn/ mit allen»""« """ ^

dem alle Stadt durch den :>he,n>trom lhrem Ve» ger<Rechtsent,etzt,eyn/nm aucn'"''"'V",t dll"

walt und Herrschung unterwürffen, dann sie sahen mm, biß in das vierdte Geschlecht/ unv 0«°' , .^,

die Stadt viel wachsen und zunchmen / und sagten Aidt bestamgt- Etliche waren aber iuvor»'" ,

und bettachtetm in und gegen sich selbst / wie sie die etliche stiegen in Mitnacht schwergeld o»c ^ ^^.

Raube theilen , und ihren dösen Willen erfüllen abe/und gaben Flucht/etliche schwuren-^ ^r,

möchten / und gedachten Böses in ihren Hertzen- nicht zwirent strafft/ gab darüber m dtt^o.

Nicht also / nicht also / ihr Ungerechten, Argen und Hoffärtic.enWiedergeltung, entsetzt die Wl" ^

Uvviaen' So aber der lobsame GOtt , der durch ihres Stuhls/ erhöhet die Demüthigen / a'/" ^,

seinen Willen alle Ding, die seynd, ordnet und etliche aus ibnen zu grosser Armuth kamen,'y> ^^

schickt als er will, dann er weiß der Menschen Ge- tcr »erkaussten, ihre W ohnung 0^ ^l'^e»^ ^

dancken "" .., ^ ,^. .^ .» ^n. .->. . . , -. ^ <

tals er wm, oann er wriv^rl ^<ln,^<,>» v^i» lci»err<lusslcn,li)re ^oynunu ""^ "..... ^r,er»M>l

!en daß sie eytelseynd, solch allerüppigsie und beynahe in da«Elend gegeben worden/ ^Htt. -

aller Irrung allcrgrimlichste Boßheit nlchtfülge-' grossem Mangel müssen leben- TMvao«'^

hen lassen, hat er die von Speyr durch einenBür- liche darnach entschuldigt und gesagt / ^''üffoaß

«er von Straßbmg zuvor warnen wollen/ und ein nicht in Verrathe«» gethan haben/ sonoern^^

Volten oder Geschickten gesandt, der eines Tags, die Gemeinde zu voriger Unterwerssung S^l ^

nemlich den vorgenanten Montag , zur Vesper, würde/ und sie rhncn nicht widerlwlM> ^^^

Stund bereit von Straßburg gen Epeyr>kame / wollen.

und sie verwarnet/ und zweiffel niemand/ derselb derBürgerund einer Päbstlichen ^!'p"'^ Ullel^

Botthat Hülff gehabt, als der Prophet Abacuc, her den vorgemeldten Aidt , '"" ^"^M""

der von dem Ertz Enge! mit der Speiß zu derLöwm. durchlauchtigsten ^errn, HtlM^uow.u ^^»

gruben schnelliglich zu Daniel getragen warde. Und seyn etliche aus ihnen wieder auMnom ^ ^ahr

als der vorgemeldt^ott aus Arbeit des Wegs- ter halendievon Spevr geordnet, ^ Mhen/

de/etliche Tage kranck was, als er darnach wieder zu «uff den Tag der Bcgängnuß von au^^,

^rafften kommen / ist er von denen von Speyr, als Geistlichen und Weltlichen/ ein d"mwe ^ Hut-

sich gezame, ersamlich begäbet und wieder heimge- lung in demDomstifft beschel'e/G"llul > ^^^

schickt worden- Was mehr, die von Speyr warm in thater und Erlöser, und der sengen -"" ^, kc.

Trübsal und Angst gesetzt/ und sprachen / wir wissen ihrer Erlösung zu sagen: ^ V"w ', ^ ^

nicht was wir thun sollen/ jedoch am Tagscheidm, Die Messe unser lieben Muen/Vo»^hett-

als die Stadt beschlossen war / schrcktm sie auff die du heilige Gebarerin / und 5»lve ^ez, »

Thürn und Mauren Gewehr/Wächter und Hüter, lichen zu singen. . ,. ..,,, »>,e Gescb'cdt

und «ls sie ihre Wapen heimlich angethan, haben sie xv.lnelmul Eisengrein beschrewl^'^^^ ^c."

dieselbe ganlze Nacht gewacht- Als es nun Mitter« /<^. 14. c^«». H<^. wie folgt: ^u«'abili""

nacht gantz still , jederman in der Stadt arbeitent »t«ue jus «.ei°>ul,l^c« in m»nu« r"^" ^« "^

Schlaffs enthalten was, kamen die Scharen derGt' conceMet, quorum ,6. num«° °" ^«K, ^

wapneten, desTeussels Diener/die«llergrimmigjien zuuum «cniamque gel7er,nr. eo ,^c>n" ^

Hencker, die raubende Reuter/begierig von der Rei< »puä Mo« «mn« ß«ila. r°«""''^ Z.eli'"^.

chen Güter gesattigt/und von ihrem Rauben reich zu «puI5« ^u« ellcnl, öc ve>« ° ^ ^«»c»'ss

werden/in Gold/Silber/Kleider und Edelgestein/ ««um formiämc peirmiä««^. ^^«n <»'

und richten ihren Spitz zu der Vorstadt r'rber Hasen- mr in »Lbej««um«.» mul«^ ^^^«" "^

pful gegen der Lawer.Pforten oder Saltz.Pfortm, vno°,.l,ul) n°n ^rvm ^vell" ^ ,^u

undmeyntenihlGönnerdaselbstseyn/undditPfor. e. wviäi.m. c°ir °b.ä,3^«^ ^«lun.

ten offen finden. Als sie aber sahen, daß sie betrogen in <l.v«K r« »8i«tnr - ""lum "^ ^ ^ew ^

waren, und nicht hinein kommen mochten/vor Ruf. u 8cn«n ospriml. i)««nnmu ^,^,^ «2^.

fen und Geschrey der Wächter/Hüter/und derBür» pl°K° viri. ^'«^u« 5°""°" c. Mu^

»er gemeinlich/ sampt dem Klang und Thon der «.mmnni- -^imznlo. «z t" ^^,^ s, co""

»dörehom und Hof-Glocken , haben sie voller qu^iu«e«5«« nob.iu«,". ^ k°rul»c

Lorcht die Rücken gelehrt und Flucht geben, r«i l«l,«i . »e^e comwun«