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bei Nicderbicbcr entweder nicht zerstört, oder dock) bald wiederhergestellt, das beweisen die dort gefundenen Münzen von Gallienus, Mariminus und Constantinus. 05070. Zu des Kaisers Gallienus Zeit leisteten die Franken dem Gallischen Gcgenkünigc Posthumius Hülfe,

und dienten auch seinem Nachfolger Bictorinus, bis er bei Köln gctödtct, und seine Mutter Victoria, welche in Trier Münzen zu ihrem Ruhm schlagen ließ, mit ihrem herrschsüchtigen Verwandten Tctricus dem Kaiser Aurclianus unterworfen, und diese Rhcinlande wieder mit dem Römischen Reiche vereinigt wurden "). 270. Aurclianus vereitelte einen neuen Einbruch der Franken, und gab unserer Gegend kurze Ruhe °°).

275-77, Ihren neuen Einfallen that der Kaiser Probus durch große Siege Einhalt, und befreundete sie mit sich durch große Landstriche, die er ihnen längs dem linken Rhcinufcr anwies »>). Dafür sollten diese neuen Ufcrbe- wohner die Gränzcn uerthcidigcn. Sie erhielten den Namen Ripuarier (Riparier, Nipariolcr). Probus legte diesseits des Rheins neue Standlager oder feste Städte an, die mit ausgedienten Kriegern besetzt wurden, und gab ihnen Ländcrcicn '°). Er versetzte Franken auch an die Donau; sie sollen aber, von Sehnsucht nach dcm Vaterlandc getrieben, den Strom hinab, durch das schwarze Mccr geschifft, durch Griechenland ge­zogen, über das Mittclmccr gesegelt, in Afrika gelandet, dort aber verdrängt, über Spanien und Gallien an 279-85. den Rhein zurückgelangt seyn, und im Tricrfchcn sich angesiedelt haben ^). Allcmanncn und Franken wur­den von Marimianus Hcrkulius, dcm tapfcrn aber grausamen Mitregentcn des Kaisers Dioclctianus, bei Trier geschlagen und über den Rhein verfolgt. Er kam einem verdrängten Frankenfürsten Gcnobon zu Hülfe herüber, und setzte ihn wieder ein; dann wies er Franken im Tricrischcn Wohnsitze an ^ ^). Auch Constan- tius bevölkerte das Tricrischc Land mit Franken. Trier ward ein Kaiserlicher Sitz. Wahrend großer Unru­hen in dcm Römischen Reiche breiteten sich die Allemanncn an dem rechten Rhcinufcr bis an die Lahnmün­dung aus.

Der Kaiser Constantinus, dcm die Sage auf einem Zuge von Köln herauf das heilige Kreuz bei Ein­zig und Namcdig erscheinen ließ, besiegte die Franken mehrmals, verfolgte sie diesseits, ließ Gefangene, ins­besondere von ihren Fürsten, zu Trier reißenden Thicrcn vorwerfen, lebte dann mit den Franken in gutem Vernehmen, verstärkte durch sie sein Heer, und erhob viele zu Kricgshauptlculcn und anderen Acmtern. Er stellte das Rheinhcer uutcr eincn Obersten dcs Fußvolks, und vcrthcilte dieses unter verschiedene niedrigere Befehlshaber in den jenseitigen Castcllen; in Andernach stand der Präfcct der Acinenser. Ein Zeichen dcs Friedens an unsern Usern zu Constantin's Zeit war der Bau einer kunstreichen steinernen Brücke, die er von Köln nach Deuz aufführen ließ "'), eine andere gab es damals in unserer Landschaft nicht mehr««). Der 33740, Friede dauerte auch unter scincin Sohne und Nachfolger, Constantinus II. fort, der zu Trier, der Hauptstadt der Präfcctur Gallicn, scincn Sitz hatte.

Bei einem neueren Anfall auf Gallien, wurden die Germanischen Franken von Constans, dcm zwei­ten Sohne Constantin's, überwunden, aber zu Römischen Bundesgenossen'aufgcnommcn. Doch immer größere Haufen aus Teutschland bestürmten das Römerrcich in Gallicn. Selbst eingeladen von einem Kaiserlichen Nebenbuhler Marentius, ging ein Frankcnheer über den Rhein, und zerstörte an dcm linkcn Ufer und tiefer in Gallicn 45 Ortschaften, ohne die Castclle; auch Andernach, Bonn, Köln, wurden verwüstet"'). Auch un- sre Nömcrstatte bei Nicdcrbicbcr muß in dieser Zeit, nach tapferem Widerstands mit Fcucr und Schwert ver­nichtet worden seyn, wie die entdeckten Neste von Brand, die Tcutschen Waffen unter Römischen, und die

293.

306, 309. 313.

341.

350, 355.

79) Xntrnn. IX, , 9. Wer hier in Vermulhungen ober den Namen und da« Schicksal unsere« Römerorts b<i Bieder eingehen wollte, fände manchen Stützpunkt.

80) äurel, Vicwr in <üae«, 35. 81) 2c>5im. Ni«l. 11. 82) Vani«°, in?rc>Ko c. 5. 83, Xo5ini. Hilt. I,, 68. 84) Klaincrt ?ln,oz;.

85) Xnmen. p^ncg. Sic stand nech im Wien Iahrbiindert; der Vrzbfsck'of Bruno ließ sie abtragen. (3«IIen. äe ma. ssnit. cnwn, Bruästücke bewahrt das Walrafische Museum auf.

86) N^vii p«. «ä <üon5U,nlinuin:»cl IliLuI^wni, °noti«z voli«, in I,c>Lt«m <,rw,5eunäi.»

87) ^,mmi2n, NnrceU. XVI,, 3.