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1243

1246,

Dritte Hauptabtheilung.

Geschichte der Grafen von Wieb, Runkel und Iscnburg von 124Z bis zur Verbindung der

Häuser Runkel und Wieb, 1454.

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h n t e s Kap

12 4 3 bis 1272.

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Bisher hatten die'Grasen von Isenburg Heinrich II. und Gcrlach, Söhne Hcinrich's I. (S. bei 1175, 1237) ihre angccrbten Besitzungen um Limburg und in dcr Wcttcrau, nebst der Voigt« zu Limburg, gemeinschaftlich verwaltet. Von der Herrschaft Liniburg, die sie als Ncichslchen von ihren Ahnen besaßen, blieb ein Dritttheil von dem Reiche bis 1374, ein anderes von Hessen, das dritte von Kur-Mainz lchnrüh- rig; auch mit dem Hessischen wurden unsere Grafen belehnt. Zu ihrer Herrschaft gehörten die Stadt Limburg, Bergen, Nctzdach, Vbcrbrcchen, Wcrs; die zwei letzten Ortschaften, nebst dem halben Dorfe Nünburg und einem Vurglchcn zu Montabaur, hiengen von der Kur-Trierschen Lchnshcrrlichkeit ab. Außerdem trugen sie die Hälfte des Schlosses Staden von Fulda, das Dorf Seckbach von Kur-Köln zu Lehen. Die Herrschaft Clecderg besaßen sie mit den Grafen von Evpstein, als mütterliches Erbe, in Gemeinschaft. Auch an dem Schlosse Schaumburg war ihnen von den Iscnburg'schcn Voraltern ein Anthcil zugefallen ^).

Diefe bn'idcrliche Gemeinschaft an der Herrschaft Limburg hoben Heinrich II. und Gerlach seit dieser Zeit durch eine völlige (Todt-) Thcilung so auf, daß Heinrich II. einen besonder» Thcil an dem Stamm­schlosse Isenburg und Zugchörungcn, das vaterliche Schloß Grenzau (S. bei 1213), einen Hof und Güter zu Nachdorf und Brcidcnau, die Voigtci zu Vilmar, die von Kur-Trier lchnbarcn Zehnten und Kirchsatze zu Hcimbach und Gladbach, Wambach, Niederlar, Mcudt, Horhauscn, einen Antheil an Waltersbcrg, Lehen, welche die Ritter von Ulmen, Waldcck, Elz, Schoncberg, Pfaffcndorf, Aires, Hcimbach, die Burggrafen von Hammcrstein trugen; Gcrlach dagegen, die Stadt und Herrschaft Limburg, so wcit sie Lehen von dem Reiche und von Hessen war, die Fuldischcn Lehen zu Sternbach und Wickstadt, die Obervoigtei des Stifts zu Lim­burg mit Obcrbrechen, Bergen und Nctzbach, den Erbanthcil an dem Schlosse Schaumburg, an Staden, Seckbach, Clceberg, Ortcnburg erhielt. Seit 1247 nannte sich Gcrlach Graf von Isenburg, Herr zu Lim­burg, und war der erste dieser besonderen Iscnburg'schcn Linie °).

Graf Heinrich von Iscnburg leistete mit seiner Gemahlin Mechtild von Hosiaden und Ar, auf diese Grafschaft gegen ein Lchngeld von 500 Mark, mit seinem Sohne Gcrlach Verzicht. Für diese Summe sollte ein Gut gekauft werden. Zeugen waren Heinrichs II. Bruder Friedrich, Probst in Köln (S. bei 1232), Hein­rich, Burggraf von Rheineck u. a. '). Heinrich II. wohnte zu Grenzau, und ward der Stifter der älteren Iscnburg - Grenzauischcn Linie, so wie der Arcnfcls'schcn und Büdingischcn.

Jene Iscnburg'schcn Auscinandcrsetzungcn geschahen in einer Zeit, die für Teutschlands Ruhe und Si­cherheit immer drohender ward. Weder der Kaiser in seinem Kampfe mit den Päpsten, noch sein Sohn, der Römische König Konrad, konnten der um sich greifenden Zerrüttung des Vaterlandes steuern. Hierzu kam, daß

1) Limburg« Chron. llontll. ?i-aH«ni. Fisch«, Urk. 5l. I.XXI. Fischer leitet alle diese Güter ohne Grund von der Arnstein'schen Erbschaft her. S. Wenk, Hess, Landcsgesch. Th. I. 244.

2) NontK. ?i-°äo!n. Wenk, Hess. Landcsgesch. Günther, Isenb. Urk. Monuscr, Z) Fischer, Urk. I.XXV.