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es dem Papste Innocenz IV. nach vielen vergeblichen Versuchen, bei den Tcutschcn Großen endlich gelang, durch den Erzbischof von Mainz, Siegfried (S. bei 124U) Grafen von Eppstcin, einen Gegcnkönig in dem Landgrafen von Thüringen Heinrich Raspo, aufzustellen, der deßwcgen der Pfasscnkönig hieß, aber schon 1247 auf der Wartburg starb.
Als ein fthdcsüchtigcr und raubgieriger Mann wurde Graf Heinrich III. von Saun (S. bei 1233) berüchtigt, in den Annalcn von Trier aber auch von ihm gerühmt, daß er in seinem Todesjahre ein ganz christliches Testament gemacht habe, nach welchem seine Gemahlin Mcchtild (S. bei 1235) von gewissen Grundstücken 200 Mark jährlicher Einkünfte zu Vergütung aller von ihm angerichteten Schaden, zu Rückgabe alles ungerechten Guts, und zu Tilgung jeder Schuld anwenden, und, wenn Niemand mehr Forderungen machen könne, jene Grundgütcr dem Tcutschen Ordcnshause übergeben sollte. Für die, der Kirche Trier zustehenden, und von ihm genommenen, Güter zu Vallcndar, wies Mcchtild, um ihres Gemahls Seelenheil nicht zu verzögern, dem Erzstist Güter an der Mosel an, welche sie von der Abtei Nomersdorf erkauft hatte ^). Sein Haus zu Köln, in der St. Scverins-Pfarrei, vermachte er, falls seine Gemahlin keinen Sohn mehr bekäme,, mit allem Zubehör den Cistcrcicnscr Nonnen des von Mcchtild (S. bei 1216) gestifteten Klosters °).
Heinrich III. von Sayn, war der letzte Graf des ältesten Hauses Sayn. Er setzte die Söhne seiner mit dem Grafen Johannes von Sponhcim und Starkcnburg verchlichten Schwcsicr Adclhcit, Johannes von Sponheim, Heinrich von Sponhcim und Heinsberg, Simon von Svonhcim und Kreuznach, und Eberhard, Herrn zu Ebcrstcin, zu Erben der Saynschcn Grafschaft ein, doch so, daß seine Wittwe Mcchtild feine Güter lebenslang in Besitz bchaltcn könnte °). Diesen Erden trat Mcchtild 124? die Lehen ihres Gcmals ab, und behielt die erb- und cigcnthümlichcn Güter, die sie mit ihm besessen und errungen hatte. Das Schloß Lö- wcnburg, Kölnisches Burglchcn, blieb ihr, so lange sie lebte, und sollte dann den Sponheimcrn zukommen. Zeugen dieses Vergleichs waren: der Burggraf von Köln Heinrich, und Philipp Herr von Wildcnbcrg. Der
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in Mcinhartshagcn u. s. w. 7). Als die Gräsin Mcchtild deßhalb Feindsceligkciten erfuhr: so versprach ihr der Erzbischof Konrad nach Möglichkeit mit Nach und That beizustehen ^). Das Jahr darauf, 1248, verzichtete, nach einer Unterhandlung mit dem Erzbischof Konrad, um der Grasin Mcchtild willen, zu Köln, der Graf von Iscnburg-Arenfcls Heinrich II. (S. bei 1232, 1235, 123?) für sich, für scine Gemahlin Mcchtild von Hochsiadcn, für seine Kinder beiderlei Gcschlcchts, und für seine Brüder und Schwestern, auf alle bisher in Rechtsanspruch genommenen Güter, die zu Nistcr, zu dem Schlosse Hactenfels, zu Hcrsbach und zu „Mctriq" qchörtcn, auch auf die Gerichtsbarkeit von Lupsdorf und Dadcnbcrg, um die ucrwittwcte Gräfin Mcchtild von Sayn und ihrc Erbnachfolgcr in diesen Besitzungen nie zu stören. Mcchtild bezahlte dagegen an den Grafen Heinrich 200 Kölnische Mark ^).
Hierauf mußten der Gräfin Mcchtild und dem Grafen Eberhard von Ebersicin der Burggraf Arnold, Friedrich und Johann von Hammcrstcin zu Blankenberg mit Hand und Mund versprechen, daß sie in dem Wildbann der Gräfin, der zu dem Schlosse Wicd gehörte, nicht jagen und treiben wollten >°). Zu den Vasallen der Gräfin Mcchtild von Sayn als Lchcn so, wie von ihrcn Vorgängern zu fortdauerndem Besitze innc hätten, und daß auch ihre Nachkommen sie haben sollten, mit der Verpflichtung dcr Treue und des Schutzes, den sie ihrer Gebieterin gegen jeden Feind leisten wollten ' ^). Die Herren von Ncnncnberg finden sich bis in das fünfzehnte Jahrhundert. Die Burg liegt in Trümmern nordöstlich von Linz auf einzelner Berghöhe.
Unter KurkölnischcrLchnshohcit standen auch schon die Orte und Güter Nospe und Wied („Wide");
4) Lrn'vei'. ^.innll. i>i-cv. S) Urkunde, No, 9, in dem Anhange 6) Moser, Gesch. der Neichsgrafschaft Sayn,
7) Der urkundliche Auszug, Anhang No, 10, 10) Urkunde Anhang No. 12.
8) Der urkundl. Auszug, Anhang No. 11 11) Urk. Anhang No. 13.
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9) Fischer, Urk. XXXVI.
