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Münzen andeute», welche erweislich nicht über Constantin's Zeit reichen. Gleiches Verderben traf nun auch die Gebäude, deren Teutsch-Römische Grundmauern in und bei Heddesdorf ausgebrochen worden sind.

Iulianus, nachher Kaiser, fand, nach der Schlacht bei Worms, auf der Reise über den Hundsrück Z56. nach Köln, nur Koblenz, Remagen und bei Köln einen Thurm. Nachdem er mit den Frankischen Fürsten Friede gemacht hatte «^ °), beugte er in der untersten Rh'eingcgcnd, in den, Sallande, die Salicrfrankcn, sicherte so die Rheinschifffahrt, die er mit 600, in kaum IN Monaten erbauten Fahrzeugen, nach langer Unterbrechung durch die Franken, wieder eröffnete, errichtete Getraidehäuscr, ließ aus Britannien Gctraidc den Strom her­auf in das verödete Gallien bringen ««>^ ^ zerstörten Städte und Castelle, namentlich Andernach, wieder auf­bauen, und mit Mauern umgeben «'). Von ihm wurde wahrscheinlich auch auf dem Ehrenbreitstcin das Z59. Castcll errichtet, in dessen Nahe sich I8!8 Gräber, Münzen und andere Römische Dcnkmähler gefunden haben.

Der Kaiser Valcntinus l. setzte diese Bauarbeiten fort. Wahrend er in Trier seinen Sitz hatte, miß­lang ihm ein Kriegszug zwischen der Lahn und dem Main gegen den Allemanncnkönig Makrian. Er schloß Z72. mit ihm Frieden. Hierauf siel dieser in das westlichere Land des kriegerischen Frankenkönigs Mcllobaudes, und verlor das Leben «°). Unter den Römischen Herrschern Theodosius und Maximus setzten Franken, unter ihren Fürsten Genobald, Markomer, der wahrscheinlich Herr über unser Gebiet, und Nachfolger des Mcllobcm- Z83. des war, und Sunno, einem Fürsten der Katten, über den Niederrhein, sielen über die Römer her, plünderten das Land, bedrohten Köln, kehrten, als ein Römisches Heer unter Quintinus, von Trier anrückte, auf das rechte Ufer zurück, und verließen anfangs bei dem furchtsamen Ucbcrgang der Römer unterhalb Köln, ihre Dörfer, umringten sie aber plötzlich und tödteten viele»'). Um diese Beschimpfung der Römischen Adler zu rächen, zog Arbogast, ein Franke, im Dienste des Kaisers Valcntinianus ll., von Köln aus, in hartem Winter, gegen Z32. seine Landsleute herüber, griff die Brukter und Chamaver an, wagte es aber nicht, den Franken unter ihrem Könige Markomer, auf den fernen Höhen, sich zu nähern »-). Dieser Arbogast baute auf sein Ansehen bei dem Römischen Heere die Hoffnung, Kaiser zu werden, verlor aber eine Schlacht gegen Theodosius, und töd- tcle sich selbst.

Der Kaiser Theodosius trieb von Trier aus die Franken noch einmal von dem Nicdcrrhcin ab. Der letzte Römische Befehlshaber, Stilicho, Bormund und Münster des Kaisers Honorius, schloß mit den Franken Z25. Frieden und Freundschaft. Bald nachher aber brach Markomer, der Beherrscher unscrs Landstrichs, das Bünd- m'ß, siel in das Trieriscbc Gebiet verwüstend ein, und verscholl in Römischer Gefangenschaft ^). Unter seinem 399. Nachfolger, vielleicht Sohn, Pharamund ^), vereinigten sich die bisher immer noch zu viel gcthciltcn Völ­kerstämme der rechten Seite des Niederrhcins, in ein Königreich der Ostfranken, und trachteten, sich jenseits 403. auszubreiten. Sie wurden zwar von dem Römischen Statthalter Actius, dessen Legionen sich zum Theil in 4^4, 428. Andernach behaupteten ^), besiegt, erhoben sich aber wieder unter ihrem Könige Clodio, und eroberten das 431. ^nd zwischen der Mosel, dem Rhein und der Maas. Koblenz, Andernach und andere nahe Städte, wur- d" schrecklich behandelt, am härtesten traf die Verwüstung Trier "). Clodio stiftete das Wcstfränkische "eich, rid hielt sich im Sommer in den jenseingcn Rheinorten auf.

Zu gleicher Zeit dehnten auch die Sachsen von Norden her ihre Granzen längs der Lippe bis an "n Rhein in^das Gebiet der Franken aus.

. Nach Clodio's Fall im Kampfe mit Aerius, stritt Mcrowig (Merwig, Merovaus) muth- ",'"/"b Llodio's Sohn, der in Rom gewesen, Aerius Freund, und König des neuen Frankcnrcichs am l" ur Rhcmufc-r geworden war, mit einem Verwandten CHIudobald, um diese Herrschaft. Chlodobald

430, 40. 445.

LM^'nn"^ ^"' ^'' 3' 88 b) Hinm, KI.-,^, XVII,, 8. 89) änn. 5Iarc. XVIll,, 2.

32) ? ! ' ^'^'' 4' XXX., 3, 91) «i«zni.- Dlrlln, «i«t. II, 9.

84) Di^w ff- .^^'"^ ^'^' Wrnt's Hess. Lcmdcsaesch II. 125, 93) cimiä^n. äc^ Imicl. Ztilicl,. l.

22) 4 /^">!w>g dieser bestrittene» Annahme s. in Wcnk's Hess Landesgesch. Th. >!., 123. 135.

^ ' ^uciieiii^ in Le!gieo Romano, I., XV. c, 3. 96) Lalvinn. de gi^ei-n^ione äel. VII,, 3.