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schloß sich mit seinen Franken, den Bruktcrn, Sigambern, Tenktern, wie mich dm Kattcn, an das furchtbare Heer der Hunnen unter Attila an °^), der über den Rhein und die Mosel in Gaüien eindrang, und dessen Horden Trier, Andernach, verwüsteten, vielleicht auch nnscrm Honncfeld (Hnnnenfcld), so wie dem jenseitigen ,hundsrück (Hunnsrück) den Namen gaben, wenn diese Platze nicht schon früher durch eine Ear- matcncolonie den Namen erhielten "). Mcrwig dagegen, und die Nipuarischcn Franken jenseits, verbanden sich mit Actius.
Als Attila mit seinen Hunnen, nach der Schlacht in den Catalaunischen Feldern bei Chalons an der Marne, über den Rhein zurückgewichen war, sickerte Mcrwig's Bund mit Ron» den Franken ihren Landcsbc- sitz an dem linken Rhcinufer. Als mit Actius die letzte Stütze des Römischen Reichs am Rhein gebrochen war, breitete sich das junge Frankcnreich unter seinem kräftigen und beliebten Merwig, unaufhaltsam in Gallien aus "). Seine erblichen Nachfolger wurden Merwingcr genannt. Mcrwig's Nachfolgcr, Lhildcrich, 45; durch Ausschweifungen verhaßt und abgesetzt, fleh nach Thüringen. An seine Statt erhoben die Ripuarier, den Römischen Präsecten in Gallien Aegidius, wurdcn aber scincr harten Auflagen und Grausamkeiten müde, vertrieben ihn in blutigen Kämpfen aus Köln, Trier und andern besten und riefen Childcrich zurück, der nun mit weiserer Regierung und mit siegreichem Kriege wider die Sachsen, seine Tage rühmlich beschloß, und seinem, mit Vasina, der treulosen Königin von Thüringen, erzeugten, Sohne Clodowig ein befestigtes und übcr die Batavischcn Infcln erweitertes Reich hinterließ "°). Seine Grabstätte ist 1653 zu Doornik entdeckt worden. Die Schicksale unscrs Bezirks und des diesseitigen Frankenlandes überhaupt bis übcr die Fränkische Saale hin, während der letzten 5N Jahre, bedeckt unaufhellbarc Dnnkclkcit.
45!)
4'5 477,
Drittes Kapitel.
Bemerkungen übcr den Zustand des gesellschaftlichen Lebens in u.nserm Nhein-
thale wahrend dieses ersten Zeitraums.
Als die Römer den Teutschen Boden zuerst an nnsern Ufern betraten, fanden sie bereits bei den Ubiern, Ackerbau, Viebzucht, Handel, Schifffahrt '), Getraidebau trieben auch die Sigambcr °): Die gemeinsamen Wohnplatze der Micr mochten wohl auch den Dörfern »nd Städten ähnlicher scyn, als die der übrigen weniger gebildeten Germanen und der Britannier; diese nannten Waldörtcr, die mit Verhauen, Wall und Graben umgeben waren, um feindlichen Anlauf abzuhalten, feste Städte, in welchen sie ihre einzelnen Familicnhüttcn errichteten 2). Wahrscheinlich hatten die Ubier sich auch von jenem Frcihcitssinnc der andern Volksstämmc schon entwöhnt, der die ummauerten Städte der Römer, als Gräber der Freiheit, verabscheute, und wie ihnen ein Bach, ein Gcfild, ein Wald gefiel, vereinzelte Höfe einfriedigte"). Die Wohnungen der Teutsckcn aus rohen, Stoffe, entweder auf kurze Zeit aus Flechtwerk, oder auf die Dauer aus übereinander gelegten Baumstämmen ^) unförmlich erbaut, wurden mit Lehm und öfters mit einer glänzenden Erde überstrichen. Zum Aufenthalt, zur Aufbewahrung der Früchte im Winter, und zur Vcr- bcrgung vor dem Feinde, gruben sie kellerartigc Höhlen, und überdeckten sie mit Mist «). Unsere Ufcrbc-
97) Wenk's Hess, ssandesssesch. Nh. II. 1Z5. 9Z) I^w? oriss. ?2lut, ?, II, c. 10. 99) 3irlnnÜ!5 /^,olliti,'>
IM) 1'Ioru« I'ranoieus 3 N<>ri>»i ,^ I>,->nci« )i^i?s, ^, ^tni-iim I^Iloini Ä,utc»°? ??!.ro Lll^liarilr 3!>ich anderer Angabe von Chlodom, Merowig's scesse.
1) Iiil. c^üo«, L. <3. IV , 3, VI , 10, 2, Inl. <^.,l.>, l. c, IV, . 16. 19. 4) ^ncil. c^rin. o. 16. H 1', IV., 64. ,!n>. (',,05 1. li, VI., Z0
2) Neruelian, I, ?. ^,mi» ^l»ro«II. XVIII,, 2, 6) l'ucit I. c.
N,ot!lu,n^i 1624. Z) lul, llue«. I c, V,, 21.
