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widerstand ihnen als fester Ort'). König Chlotar I. theilte die Monarchie unter seine vier Söhne, von welchen der heldenmüthigc Sigebcrt II. Austrasicn erhielt, die Sachsen an der Wohre besiegte, sein Reich m Nordthüringen oder Ostfalen vcrgrößte, auch Ncustrien eroberte, in Paris aber gctödtct wurde. Nur stin fünfjähriger Sohn Childcbcrt wurde von dem Herzog Gundobald gerettet, und von seiner Mutter Brunchild in Metz erzogen. Brunchild herrschte als Vormünderin über Austrasicn grausam '). Childcbert starb in der Blüthc seines Lebens, hinterließ aber zwei Söhne, Thcodobcrt und Thcodorich, über welche die Großmutter Brunchild ihre Gewalt fortsetzte. Thcodobcrt ward König von Austrasicn. End­lich wmde Brunchild vertrieben; da reizte sie ihren zweiten Enkcl Thcodorich gegen seinen Bruder. Theo- dobert wurde von jcnem, der an dem rechten Nheinufcr ein Hccr von Thüringern und Franken gcsammclt hatte, bei Tüll und bei Zülpich überwunden, in Köln ermordet, unser Rheinland auf beiden Seiten ver­heert, und von Theodorich eingenommen^). Nach seinem schnellen Tode zu Metz, wollte Brunchild ih­ren Urenkel Sigebcrt über Austrasicn setzen; die Austrasicr aber riefen den König Chlotar II. von Ncu­strien, daß er ihr Land einnehmen möchte -'). Andernach öffncte ihm die Thore. Hier kamen von Worms Gesandte der Brunchild, um ihn zum Rückzüge zu bewegen. Da dicß nicht geschah, zog sie ihrem Feinde mit einem zufammcngcrafftcn Hccrhaufcn entgegen; dieser aber ging über, Brunchild wurde ergriffen, und endigte ihr verhaßtes Dascyn an einem Pferdeschwcife.

Chlotar II. besaß nun die drei Thcile des Frankcnreichs. Unser Land genoß Ruhe, auch untcr sci- ncm Sohne Dagobert I., der anfangs Mitrcgent über Austrasicn, und von seinen Näthcn, Arnulf, Bischof zu Metz, Pipin von Landen, königlichem Haushofmeister und Ncichsrath (.Vlajnr Nurnu«), und Chunibert, Bischuf zu Köln, gut geleitet, nach des Vaters Tode Herr von ganz Frankcnrcich ward. Burgund und Neustricn wurdcn vereinigt. Austrasicn blicb'°). Nach einigen Jahren aber, als Slavcn und Wenden in Dstfranken einfielen, und tief in das Hesscnland herandrängen, weigerten sich die Austrasicr, dem Auf­gebot ihres Königs Dagobert gegen die Feinde zu gehorchen, bis er ihnen einen eigenen König gäbe; er ernannte dazu seinen dreijährigen Sohn Sigebcrt III., in dessen Namen der Major Domus Pipin regierte, und nun leisteten die Austrasicr den Slavcn siegreichen Widerstand ^).

Seit dcm Ableben Dagobert's I. behauptete kein Mcrowingischcr Frankcnkönig den Thron lange.

Die Majordome herrschten unumschränkt. Nach dcm Tode des cdlcn Pipin von Landen, führte sein Sohn, der Hauömcucr Grimoald, das Sceptcr.

Sigcbert III. fordcrte gegen scincn abtrünnigcn Herzog Nadulf in Thüringcn alle wehrhafte Mannschaft in Austrasicn auf, war abcr nicht glücklich ' ^). Er hinterließ seinen Sohn Dagobert > I. als Schattcnkönig von Austrasicn. Daß dieser Prinz schon auf unserer Isenburg, die, an dcm Einflüsse der "5ser in die Sayn, cinc Meile von der Burg und dcm Dorfe Saun, vom Gebirg umringt, auf einzelner Relsenhöhe erbaut, untcr den Fränkischen Königshöfcn genannt ward, und jetzt in Trümmern liegt, geboren worden sc«, ist eine viclbczwcifclte Vcrmuthung ''). Grimoald entfernte ihn in ein Kloster nach Irland, lW sc<^ scincn, cigcncn Sohne Childcbcrt die Krone auf. Nach sicbcn Monaten setzten die Austrä­ger diesen ab, licfcrtcn Grimoald an dcn König von Neustricn, Chlodowig II., aus, und der letzte sah sich k"um in den, Besitze von Austrasicn, als ihn der Tod ereilte. Ihn: folgte sein ältester Sohn, Chlotar III., ""d aber von dcn Austrasicrn gchaßt, und starb in Kurzem. Seine Mutter, die heilige Bathildis, verschaffte ^'""zweiten Sohne, Childcrich II,, die Krone Austrasien's, und dieser erbte die gcsammte Monarchie.

Weil aber die Austrasicr einen cigcncn König wollten: so wurde er von den Vasallen, den Lundcs, «gebracht. I, Streite unter dcn Majordomen über die Regentschaft gelangte zwar Chlodowig's II. drit-

8) Ven-Utt. ?^^ Ho<Io^r. 3) kessln-. 5l'i5t. 172.

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12) Spilllll's Gesch. der Europ Staaten.

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37l.

396,

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L«r. I. c, o. 77