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rommcn, ob sie gleich in Cäsar's Augen gebildeter schienen, denn sie hatten sich Gallische Sitten ange­wöhnt "), die er selbst schon als veränderlich ohne Treu und Glauben schildert.

Rom war die Lehrmeisterin Teutschlands in sehr vielen und wichtigen Dingen, aber auch Verfüh­rerin der Altgermanischen Unschuld.

209.

511. 531. 533.

534, 548. 535. 561.

ViertesKapitel.

Geschichte unsers Nheinthals unter der Frankenherrschaft bis 843.

Childcrich's Sohn, Chlodowig, ward Herr des Westfrankenreichs. Ucber die Ostfrankischen Lande bis zur Fränkischen Saale, insbesondere über das Triersche Rheinland, Ripuarien, an welches sich die Fran­ken in unscrm übcrrhcinischcn Strich bis an die Lippe und Sieg, von den Sachsen gedrängt, angeschlossen hatten, herrschte Sigebcrt, ebenfalls ein Mcrowingcr, und, wie Chlodowig und seine Ahnen, aus dem Stamm der Sigambcr entsprossen '). Sigebert's Sitz war Köln. Das Ripuarische Gebiet wurde von den Alle- niannen mit Krieg überzogen. Chlodowig eilte, scheinbar als Bundesgenosse, Sigebcrt zu Hülfe, und schlug bei Tolbiak (Zülpich) die Allemannen, in gräßlicher, lange schwankender Schlacht, in welcher Sigebcrt ge­lähmt wurde, und Clodowig gelobt haben soll, wenn er siege, Christ zu werden. Von seiner Gemahlin Chlotildis, einer Burgundischen Königstochter, und eifrigen Christin, unterrichtet, ließ er sich taufen, nicht aus reiner Glaubcnsüberzeugung, sondern aus herrschsüchtiger Klugheit, denn er raubte andern Fränkischen Fürsten Land und Leben, er verleitete sogar Sigcbert's Sohn, Chloecrich, auf der Jagd im Hessischen Buch­walde, zum Vatcrmord, und ließ darauf auch ihn umbringen -). So bemächtigte sich Chlodowig unsrcr Gegend, und der Name Nipuaricn hörte auf. Seine Siege über die Allcmannen, über die letzte Anstren­gung der Römer in Gallien, über die Westgothcn, und jene Grausamkeiten an seinen Anverwandten, un­terwarfen ihm ein Reich, das sich von der Loire über den Niedcrrhcin, an dem linken Ufer der Lippe her­auf, das Bergische, die Mark, den Wcstcrwald, Waldcck, Hessen, Ostfranken umschließend, über das Rhön- gcbirg, bis an die bloße Loibe des Thüringer Waldes erstreckte 2), von dort südwärts bis an den Boden­see reichte, und noch Elsaß in sich begriffe). An unserm rechten Rhcinufcr, von der Lippe bis an den Neckar, wurde Franken in vier Völkerschaften eingctheilt, und von wenig bekannten Herzogen regiert °). Nach Chlodowig bekam sein ältester Sohn Thcodorich I. mit den östlichen Theilcn Gallien's unsere beiden Rhcinseiten. Als er den König der Thüringer, Hermanfried, in Zülpich ermordet °), und auch Thüringen bis an die Unstrut, zu Franken geschlagen hatte: thcilte er sein Reich in Burgund, in das Ostland oder Austrasien, und in das Wcstland oder Neustrien. Austrasien hieß das Land jenseits des Rheins bis an die Maas und dies­seits von Köln herauf bis nach Thüringen. Zu Andernach erhob sich eine Burg der Austrasischen Könige; auch Koblenz und Trier wurden Lieblingsörter derselben ?). Ihr Hauptsitz war Metz. Nach Theodorich I. herrschte übcrdieses Land Theodobert, mib dcsscn Sohn Theodobald. Der Nachfolger des letzten, Theodorich's I. Bruder, Chlotar I., gewann auch das westliche Frankreich, und besaß nun allein das weite Reich in kurzer Ruhe. In einem Kriege mit den Sachsen wurde er geschlagen, und diese verwüsteten unsere Nheingegend: Andernach

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48) I11I. c.-lS5. 8. 0, IV. 3.

1) Barth. Teutschland'« Urgeschichte. Th. II., z, 53a. Anmerk. 5.

2) <3rezc,r. ?uron. Hi«t. ?i-Hn<:. I.. II,, 4o 5^. Z) (ülii-onic. c^lißäliüdu^ense 2Z>. I.oHnit. 1. II. 4) Qiegnr, ^uron. II,, 5 5) NonUieim ?i-Qclc>m. Hiet. I'i-evir.

L) llregor. Inron, III, 7 «H. '

7) Vei.ant. ?oitunnt, X. c»rn», 12. Topographische Geschichte der Stadt Koblenz, von Günther.