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senhörner mit Silber, das Scifcsicden, das Tuchwebcn in Erdhöhlen, vornehmlich die Zusammensetzung kriegerischer Werkzeuge").

Die Religion unseres Urvolks war Vielgötterei, doch mit wenigen Bildnissen. Sie hielten die Göt­ter für zu groß, als daß Bilder und Tempel ihnen angemessen seyn könnten. Die Aufstellung eines Tem­pels in einer Mark war auch mit der Freiheit und Gleichheit anderer Marken nicht vertragliche). Dunkle Wälder sprachen ihr höheres Gefühl tiefer an. Baume, Flüsse, Quellen, waren ihnen geheiligt, und die Priester hatten über die Naturereignisse Rechte, die spater den Fürsten und Herren des Landes zukamen. Der Glaube an Scclcnfortdaucr erhob unsere Altvordern zur Verachtung des Todes "). Die Todtcn wurden verbrannt, der Mann mit Roß und Waffen, das Weib mit dem Spinnrocken, ohne viel Geprange, die Asche wurde in Topfe gesammelt, in Nasenhügeln geborgen ^). Man weiß es, daß unsere Rheinischen Gebirge solcher Gräber noch viele enthalten. Der Göttcrdicnst geschah nicht immer mit Opfern "), nach siegreicher Schlacht aber auch mit Menschenopfern; in geheiligtem Haine. Diese Opferstatten wurden, bei der Einführung des Christenthums, wie anderwärts, so auch in dem Engcrsgau, vor andern Platzen, zu Kirchen gewählt"). Die christliche Religion, seit dem Kaiser Trajanus bis zu Anfang des vierten Jahr­hunderts, in dem Tricrschen, nur von einzelnen Nömcrfamilicn geübt, näherte sich langsam dem Rhein. Erst unter dem Kaiser Consiantinus hörten die heidnischen Opfer und Feste an dein linken Rheinufcr all- mälig auf. Iu der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts hatte Trier die ersten Bischöfe: Maternus, der auch nach Köln kam, und Agröcius. Eonstantin verschaffte den Bischöfen Einkünfte und Macht, und seine Mutter, Helena, stiftete zu Trier, Koblenz, Andernach, Bonn, Köln, Kirchen, zu Trier dem heiligen Pau- linus, zu Koblenz, angeblich, dem heiligen Florcntin, zu Köln dem heiligen Gereon, die unter Dioclctian für das Christenthum den Märtyrcrtod erlitten hatten. Der bischöfliche Hauptsitz von Gallien ward Trier, da fanden die großen Christcnlchrcr: Hieronymus, Athanasius, Ambrosius, der daselbst geboren war, ru­higen Aufenthalt, da bildete schon seit dem zweiten Jahrhundert eine Schule, Gelehrte, Redner, Dichter, Geistliche.

Es ist aber zu beklagen, daß durch die Zerstörungen, welche Trier und das ganze Land zwischen der Mosel, dem Rhein und der Aar, von Franken und Allcmannen erduldete, nicht allein die Kunstwerke der Römer, bis auf einige Trümmer, zu welchen an Andernach ein (noch gangbares) Thor, zu Koblenz Mauerstücke, gehören, sondern auch so viele lehrreiche Denkinählcr aus der Stiftungszeit des Christenthums, vernichtet worden sind. Um das letzte zu erhalten, schlössen die Bischöfe in Gallien, Synodalvercinc unter bem Bischof zu Trier. Um das Jahr 348 war eine christliche Kirche zu Covern (Kobcrn) an der Mosel, oberhalb Koblenz, von dem heiligen Lubcntius gestiftet, der auch diesseits des Rheins, an der Lahn, das Evangelium predigte, und bei Limburg und Nunkel an der Lahn, Dictkirchcn oder Dikirchen gründete. Dl'cse erste Kirche im Engcrsgau ward seine Grabstatte, bald nachher aber zerstört, und-erst durch die Be­mühungen des Bonifacius im achten Jahrhunderte hergestellt^').

Was der edle Römer Tacitus, dem wir die besten Belehrungen über den Zustand Gcrmanien's ^ s"'ner Zeit, um das Jahr 100 nach Christus Geburt, zu danken haben, von der strengen Redlichkeit, "reue, Keuschheit, Vaterlandsliebe unserer Urnation im Allgemeinen rühmt, gilt von den Ubiern nicht voll-

^ ^"t- 6«NI. Z. 6. ?Un. Ni«t. XI., 45. XIX., 2. XXVIII., 61. lul. llaes. L. 5. V., 42. VI. 28. ..! I°«t. ««m. 9. 39.

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