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Luremburg, Walram und stin Bruder Volko, Grafen von Arlun, Graf Dudo von Lurcnburg, Graf Her- lnann von Virneburg, Meffried Graf von Wieb, und sein Bruder Nichwin von Kcmpcnich, Burkhard von Olbrück (Oclbruck, Ulbrucke), und sein Bruder Heinrich, Reindold (lll.) von Isenburg, Volkold von Bruel, u. a. ^«). Das Siegel an der Urkunde hicng an einem weisiscidcnen Faden, was damals noch selten war, war rund, vier Finger breit, und stellte einen geharnischten Reiter mit gezücktem Schwerte und leerem Schilde vor; die Umschrift hieß: NKIXNic,9. c0i>Ill8. I'^.^l!^. KllNI. Kl. I>N8. DL.
Hier also das erste urkundliche Zeugniß von einem Grafen Meffried (Mcttfried, Mattfricd) von Wied, der höchst wahrscheinlich von den obengenannten Gaugrafen in der Eifcl entsprossen (S. bei 1052), und nebst seinem Bruder Nichwin durch mütterliche Abkunft mit dem Luxemburgischen Hause, insbesondere mit Nichwin II. verbunden, und von Fränkischen Gütern des letzten diesseits des Rheins Erbthcilnehmer (S. bei 1011), nachdem Ausgange des Salisch-Fränkischen Grafenzweigs im Nicdcrlahngau und zu Hammerstein, zuerst mit der Grafschaft an der Wied belehnt, nach unbekannten Ahnherrn Erbe von Gütern an der Nordgränze des Engersgaues und in dem anstoßenden Honncfgaue war. Die oberste Wiedburg war der älteste, und für jene Besitzungen der gelegenste Sitz; die dem Rheine nähere, entstand nicht lange nach dieser Zeit, als nördliche Güter veräußert worden waren ^).
Einem Grasen von Wied um diese Zeit soll die Cisterzicnscr - Abtei Bcnncvoy zwischen Luxemburg und Didenhofen, wenn nicht den Ursprung, doch große Wuhlthaten zu verdanken gehabt haben. Der Graf war, nach alter Sage, Herr von Rodcnmachcrn in derselben Gegend. Der Erzbischof Thcodorich It., ein Graf von Wied, bestätigte der Abtei die Schenkungen im Jahre 1234 °^).
Mctfricd's Bruder Richwin, hatte in der Eifcl Kcmpcnich und andere Besitzungen ererbt, die sich aber mit der Grafschaft Wied in der Folge nur in einigem Zusammenhange finden. Da unter diesen Stammgütern auch Olbrück (Oclbrück, Olbüch, Holebuche, Orcburg) ein Gegenstand Wicdischcr Verhandtungen und Forderungen bis in das sechszehnte Jahrhundert ward, so möchten Burkhard von Olbrück und Heinrich als nahe Verwandte zu betrachten seyn, von denen die Grafen von Wied Olbrück erhielten.
Der in der Urkunde genannte Graf Ncinbold (Hl.) von Iscnburg (S. bei 1075.) lebte bis um 1121. und ward der Vater von Gerlach (l,v.) Reinbold (IV.), Siegfried, Ludwig, und einer Tochter Hedwig. Reinbold's (IN.) Gemahlin, und Mutter dicscr Kindcr, war einc Grafin von Arnstcin, Schwcstcr dcs Grafen Ludwig des Acltcrn von Urnstein "), Tochter Ludwig's I., und Arnold'ö Enkelin (S. bei 1034.).
25) 1?nlneri lloä. äipl. V.ilat. p. Z2, Nontli, Ni6t, 1><?v. 1. 2re>«'L>-. ^,n>,. ^cw. ^c^H, lliüoil. I>al, 2'. III,
26) I^Ilr5e>iin Hlltßi-inniu!! ^Ic>nil«cr. in Köln lulneii Ni5t. I>^I, c.. XI. Die Einwendungen Hufclandz im Acut- schcn Merkur, 1789. St, 1. gegen die Aechtheit dieser Urkunde: weil «i^ilü imprezzilliie: dem angehängten Siegel, N",»inn5 c!>? I.-ron der Zeit widerspreche, wo Dynasten sich noch nicht rcn ihren Gütern genannt hätten, da« Orab- mohl Heinriche verschieden beschrieben werde, Freher von einer Urkunde an der Wand, Tolner von einer im Archiv schreiben, Dudo von sureuburg nicht in ächten Urkunden vorkomme, Heinrich von Limburg noch nicht v„x gewesen, Walram und Volko nicht mehr konnten gelebt haben, Heinrich und Siegfried nicht Pfalzarafe,: am Rheine gewesen se»,cn, bedürfen keiner Widerlegung,
2?) Hierher die Ruinen No. 2 und Z. 28) Noülli, II. 1>, 6,'nl. 1", I,
29', «u<!<>!!. ü^ä. äip), 1, Nenk, Th. I. 245, wo Reinbeld nur als der erste angenommu: ist.
