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Der Pfalzgraf zu Achen Heinrich, hatte seit mehrcrn Jahren das Erzstift Köln befeindet, geplündert, und vor den Verfolgungen des Erzbischofs Hanno sich auf die, den Pfalzgrafen zustehende, Burg Siegburg zurück­gezogen, oder in das Kloster Eptcrnach geflüchtet. Jetzt erneuerte er seine Einfalle in die Umgegend von wso, Bonn, wurde aber von Hanno bezwungen, und überließ ihm die Sicgburg, welche der Erzbischof in ein W6i, Kloster umschuf. Heinrich verfiel in Wahnsinn, ermordete seine Gemahlin Adelheid, und starb in dem Klo­ster Eptcrnach. Die Psalzgrafschaft zu Aachen, und wahrscheinlich auch die Verwaltung der Rheinpfalz, erhielt der Graf Hermann von Luxemburg (S, 1052.) ^').

Hanno's Ranke gegen den jungen König Heinrich IV. waren indeß zur Reife gekommen. Als dieser mit seiner Mutter sich in Kaiscrswerth aufhielt, lockte ihn der Erzbischof auf ein schönes Schiff, und 1062, fuhr sogleich ab. Der kluge Jüngling merkte die Arglist, und sprang in den Rhein, um zurückzuschwim­men; aber der Graf Ekbcrt von Braunschweig brachte ihn in das Schiff zurück. Er wurde nach Köln entführt, und zu seinem Verderben angeleitet. Seine Mutter zog sich nun in ein Kloster zurück, und schenkte an die Kirche zu Limburg an der Lahn, zwei Hufen Landes von ihrem Gute zu Hersbach (Hadc- rigcsbach") in der Grafschaft Iscnburg, und eine zu Hildenhagen bei Westcrbmg. Heinrich IV. bestätigte die Schenkung °°)

In der Grafschaft Iscnburg regierte nach dieser Zeit Graf Reinbold (II.), Rcinbold's (l.) Sohn 1075, (S. bei 1052.), uud war unter dem Erzbischof Udo von Trier Schirmvoigt und Gerichtsvcrwalter dieses Erzstifts "). Er ward Vater von Gerlach (III.) und Ncinbold (III.). Von Gcrlach (II.) (S. bei 1052) sollen Wilhelm, Gcrlach uud Nichwin, Söhne, und Herren von Romcrsdorf gewesen scyn um 1088 ^). Gewiß ist es, daß sich jetzt eine Linie von Romcrsdorf bildcte, deren Sitz auf der Höhe bei Romcrsdorf, wo man den Ort noch die alte Burg nennt, mag gewesen scyn, während die Rcinboldischcn Linie den Namen von Isenburg führte. Ein Gerlach von Romcrsdorf untcrschricb cine Urkunde für die Abtei Siegburg un­ter dem Erzbischof Hermann III. von Köln. Die Brüder Gcrlach und Ncginbold nennen sich auch in ei­ner Urkunde in welcher ein Kuno von Koblenz dem Florinsstifte die 1070 geschenkten Güter, aus­genommen einen Weinberg in dein Orte Vuida, bestätigt").

Nach des Pfalzgrafcu Hermann (S. bei 1061) Tode, 1085, folgte ihm Heinrich, Sohn einer Grä­sin Mechtild von Arg, in dieser Würde, und als Pfalzgraf bei Rhein und Herr von Laach. Er vermählte sich mit Hcrmann's Wittwc Adelheid, gcbornen Gräsin von Orlamünde und Ballenstädt, die ihm einen Sohn aus der ersten Ehe, mit Heinrich von Löwen oder Brabant, Siegfried, zubrachte ^).

Heinrich und Adelheid waren schon lange, aus heißer Verehrung gegen die heilige Jungfrau, mit dem Wunsche umgegangen, zur Verherrlichung derselben und zu Ehren des heiligen Nicolaus, ein Gottes­haus zu gründen, dieses Verlangen wurde durch göttliche Zeichen bekräftigt; das fromme Ehepaar sah näm­lich von seiner Burg aus, auf einer Anhöhe an dem Laacher-Sce, das ganze umwaldcte Wicscnthal und den großen Wasserspiegel von nächtlichen Lichtern und Flämmchcn erhellt. An dem Orte nun, zu welchem die himmlischen Anzeigen sie führten, erhob sich auf Kosten Heinrich's, seiner Gemahlin, und der Wittwe ei­nes Grafen Gottsried von Arrcs, Hadewigis, deren Sitz die Burg Nikcnich zwischen Laach und Andernach 1093. war, der Grundbau der Kirche, und das Klostergcbaude, in welches der Pfalzgraf und der Erzbischof Hicl- bert, Egilbcrt oder Engelbert von Trier, Bencdictincrmönche beriefen, die durch große Einkünfte versorgt wurden. Heinrich vermachte an die neue Abtei seinen Hof im Engcrsgau, zu Hcimbach und Bcttendorf (Bendorf), Kruft mit der Kirche, Belle, Neide, Alken, Willenburg. Für die Schirmvögte des Klostcrcigcn- thums gab er gcnauc Vorschriften. Die Stiftungsurkunde unterschrieben als Zeugen: der Erzbischof Egil- bert oder Heilbcrt des Pfalzgrafcn Stiefsohn Siegfried, Herzog Heinrich von Limburg, Graf Wilhelm von

1090,

1032,

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19) Wenk a. O. Th. III. 20' ^cw ^c«ä, 1^e<,<I, ?»l2t, III.

LI) NonUi, Ni5t, 1?iev. 22) 6aä. ^nindui'L MeuktN,

23) Lllutlieri l2oä. äipl, Klieno-IVIoLLll. N. 70, 24) l^olne» lloä. vixl. P2Z. 32. «Y.

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