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Achtes Kapitel.
Von 1094 bis 1210.
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Der Pfalzgraf Hciurich starb ein Jahr nach seiner frommen Stiftung zu Laach, und wurde nach 1094. seinem Verlangen in der Abteikirche beigesetzt. Seine nun zum zweiten Male verwittwete Gemahlin Adel- heit lebte bis um 1100 in Limburg an der Lahn, und schenkte der Kirche daselbst 1099, mit Einwilligung 1099. ihres Sohnes, nun Pfalzgrafcn Siegfticd's, sechs Hufen von ihren Gütern aus des ersten Gemahls Hcrr- mann Nachlaß (S. bei 1011, 1025) ') zu Meud und Bisemburg (Isenbmg). Das Vcrmächtniß bestätigte 1124 Erzbischof Adclbert von Mainz °).
Einen: Grafen Siegfried (l.), muthmaßlich Sohn Ncinhard'Z und Enkel Thcodald's, Grafen von noo. Westcrburg und Nunkel (S. bei 10Z2.), verdankte das Kloster Sccligenstadt seine Entstehung, lind die ersten Güter, unter welchen Weinberge zu Bendorf und Leudesdorf waren; es wurde jetzt von dem Erzbischof Theodorich von Trier bestätigt. Um diese Zeit war Siegfried'« Sohn Hermann, den die Urkunde des Klosters nennt, verstorben ').
Die Brüder Gerlach (III.) und Ncinbold (III.) von Isenburg (S. bei 1076, 1093.) und die Brüder Mctfried von Wicd und Richwin von Kempcnich, unterschrieben sich in einer vom Erzbischof Bruno von Trier ausgestellten Urkunde, das Stift Münstcrmaifcld betreffend ^).
Unser Nheinthal bot dem unglücklichen Kaiser Heinrich IV., der vor seinem, von den Großen, besonders von dem Papste Gregor VII., gegen ihn zum Krieg gereizten Sohne, den er bereits zum Konig Heinrich V. hatte krönen lassen, fliehen mußte, in der Vcste Hammcrstcin, einen sichern Ort. Hier verweilte er iioZ. in dem Spätherbst bis Weihnachten, begab sich dann nach Koblenz, um dort mit dem reuig scheinenden Sohne sich auszusöhnen. Dieser warf sich, um Vergebung flehend, dem Vater zu Füßen, schwur ihn: Sicherheit, ließ ihn aber auf dein Wege nach Mainz als Gefangenen in die Burg Bökelhcim abführen, und zwang ilm zur Entsagung der Krone °). . ^ . .
Von den Herren in dem Engcrsgau wohute Gcrlach von Romersdof (Rumcrisdorp), entweder 1106. ein Sohn Gerlach's II. (S. bei 1075. 1090.), oder Reinbold's (II.), Graf Gerlach Hl., nebst dem Grafen Ludwig dem Acltern von Arnstein, und dem Pfalzgrafcn Siegfried, einer Synode in Trier bei °). Eben dieser Verlach, Herr von Nomersdorf, unterzeichnete die Stiftungsurkunde der Abtei Sprincursbach, neb,i dem Pfalzgrafcn Siegfried, dem Grafen Hermann von Virncburg, Theodorich von Aar, Ludwig von Arnstein, .svinricb von Limburg (an der Maas), Wilhelm von Lüzelnburg ic. ?). „<.-<.« "^'
Die Grafen von Arnstein besaßen die Voigtcicn zu Oberwescl, St. Goar, Boppard, Lähmten: und Koblenz. Ludwig II. hatte außer der ungenanmcn Schwester, welche Reinbold's (M.) von Isenburg Gemahlin war (S. bei 1093.), noch sechs andere Schwestern, von welcher Irmgard an einen Grafen Hartrad von Mehrmbcrg, Gertrudis an den Pfalzgrafen Hugo von Tübingen, Beatrir an den Grafen Walram von Nassau, eine andere an einen Grafen von Laufen (Lupfen) vermählt wurden. Ludwig der Aeltcre hatte die Tochter eines Grafen von Udenkirchen, Udilhildis, zur Gemahlin, und mit ihr den einzigen Sohn, Ludwig III. den Iünacrn ^)
Graf Gcrlach von Isenburg (III.) untcrscbricb mit seinem Bruder Rcinbald (Ncgcnbald) (III.), die Ur- 11°9. künde, in welcher der Erzbischof Friedrich von Köln der Severinkirchc in Köln die Advocaticn in Swadorf und Rakendorf übertrug ^).
,) 8i-on'«'. 4,»,. ?«v. 2) Wenk, Tb, IN. 5, S. Vogel's Archiv zur Nass. Kirchmgesch, B. I.
4) Qiwlli«', <ܰH, Dipl. 1. I, X. 76, S) ^nnlllilw «axo,
6) L!>«'v<.^ ,4,ini, I'i'ev, 7) NoMk N>5t. I^ev.
8) Nunt!. rroäoin. ^c!,. ^caä, ?l>e°6, ?al°t, '^, HI. 9) 5Iu5. ^lltei-, ^^.uscv.
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