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1110. Wohlhabende Bewohner unseres Rhcinthals stifte«» ein Armenhospital bei der Flon'neski'rche in

Koblenz. Die Urkunde unterschrieben Ludwig von Urnstein, Gcrlach und Ncgenbold, und Matfricd (Met- ftied) von Wicd ").

Ein jüngerer Graf Gerlach (IV.), Sohn Neinbold's III. von Iscnburg (S. unter 1093), war Schirm­voigt (Advokat) von Trier, zu Hoingcn (Hönningcn), von der Abtei Laach zu Bendorf, und von dem Erzstift Trier belehnt, Herr von Kovern (S. bei 1052.) ").

1112. Reinbold III. überlebte seinen Bruder Gcrlach III. Er steht als Zeuge in einer Urkunde des Erz­

bischofs Friedrich von Köln für das Hospital zu Bonn ' °), und in dem zweiten Gründungsbrief der Abtei Laach, deren Gebäude der Pfalzgraf Siegfried nun vollendet hatte. Ucbcr die Kirche erhoben sich 6 Thürme, der östlich mittelste rund, die auf beiden Seiten viereckig; der westlich mittelste viereckig, die beiden zur Seite rund "); das Klostergebäude, ganz aus Quadern von mcnnichcr Steinalt erbaut, ruht gegen Süd­osten an schattigen Hügeln, hat gegen Westen die Aussicht über den See und an die Waldhöhen, und wird gegen Norden von einem Theil des Sees eingeschlossen.

Siegfried hatte anfangs den letzten Willen seines Vorfahren, diese Abtei zu vollführen, vernachlässigt, bis ihn Nachdenken und Reue dazu bewogen. Um des Friedens der frommen Klosterbrüder willen, ließ er die nahe Burg Laach abtragen, und schlug die dazu gehörigen Güter zu der Abtei. Er bestätigte in seiner Urkunde, die von seinem Stiefvater bestimmten Schenkungen, ausgenommen die zu Heimbach und Bcndorf; über diese hatte der Graf Gerlach von Iscnburg, Herr zu Covern (S. bei 1109.) IV., die Schirmvoigtci, war wegen derselben mit Laach im Streit, stellte aber zu Beilegung desselben in eben diesem Jahre einen Revers aus, daß weder er noch sein Sohn, noch jemand von scincn Burgmanncn oder Knechten, dem Kloster und des­sen Höfen fernere Beschwerde verursachen, der Abt über das sogenannte Lasgut freie Gewalt haben, in den genannten Gütern die Holznutzung behalten, Gcrlach aber dem Voigtding vorstehen sollte"). Der Pfalzgraf Siegfried ließ den Schcnkungsbricf ausfertigen, aber Heimbach und Bendorf weglassen. Diese Hofgüter kamen jcdoch wieder an die Abtei. Sie blieben auch in dem Bcstätigungsbricfe Hcinrich's V. von diesem Jahre stehen. Kaiser Konrad bestätigte der Abtei das Gut Bcndorf auch noch 1138 "). Sicgfticd's Ur­kunde nennt als Zeugen: Hermann, Grafen von Virncburg, den GrafenMetfried" von Wicd, seinen Bruder Richwin (von Kcmpenich), Burchard vonVrcburg", Reinbold (III. von Iscnburg) :c." ^). Die Abtei Laach stand bis 1139 mit unter dem Abte von Haffligheim. Zum Andenken an die alte Pfalz bei Laach sah man in der Kirche eine Hangende Krone von einer Quelle umflossen. Einc Gräfin Hedwig (S. bei 1093.) licß den Chor bauen, wo eine Inschrift ihr Andenken erhielt "). Dem Kloster Laach (Lake) bestätigte der Erzbischof Arnold I. von Köln, im Jahr 1144, welches der Pfalzgraf Heinrich zu gründen angefangen, sein Nachfolger und Erbe Pfalzgraf Siegfried vollendet, und durch scincn Sohn Wilhclm, dcr Kirche St. Pctcr zu Köln übertragen, und welchem der Graf Otto von Rhcineck nebst seiner Gemahlin Gertrud, seinem Sohne Dtto und scincn Erden, all sein Recht und Eigcnthum überlassen habe, alle Besitzungen, Rechte und Verfügungen, in'sbcsondcre auch die von dem Pfalzgrafcn Heinrich dem Kapitel ertheiltc Vcfugniß, seinen Dingvoigt selbst zu erwählen. Dcr Erzbischof erklärte das Stift unter apostolischen Schutz, und sicherte ihm seine damaligen und noch künftigen Güter; unter jenen nennt diese Urkunde: die Kirche des heiligen Dionysius zu Knifft, die

4. Man-

10) QUiitiier, lünä äipl K, 79.

11) Recersurkunde einer Laach'sch«,, Dcduction in Moser's Staatsrecht dcr Reichsgrafschaft Sann. S. Anmerk. IL) Geschlcchis-,Register der uralten Teutschen Neichsstandischen Hauser Iscnburg, Wieb und Runkel u. s. w.

heim, 1775 von Fischer, HochgrHfl, Niiedischem Canzlei-Direttor. Urkunde I.IX.

13) Lrnvveri ^mi. I'lev.

14) S. den Auszug aus dieser Urkunde am Anhange No. 1, Die Richtigkeit dir Iahrzahl dieser Urkunde ist fte'lich zu bezweifeln. 15) Noutli, Hi3t. l>ev, l'. I H,ct.i -lciici, ?K ?ül2t.

16) Kölner. Ui«t. ?3lar. Ooä, lli^I. p, 3Z IVI. H,cw Hc-»ä. '1'K ?, I'. III. Liwtlier, coä. äi^I. RKoiio-KIoZeH. ^. 84. 17) rarrazin« QeIeni2N2e. '!>. XXX. Hindschr. i» Köln.