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lU9, 1122,
1126.
1129.
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Em Gerlach aus dem Isenburger Geschlechte, unbestimmt, ob Gcrlach (I V.) Herr vo.. Covern (^>. bei 1112) oder vielmehr der lebte von der Nebenlinie der Gerlache von Nomersdorf, Gerlach III. (^. bei 1106), war höchsiwabrscheinlich der Gründer der Abtei Romersdorf, die von dem Papste Hononus II. Pnvilegicn erhielt ^ic Stiftungsurkundc dieses Klosters ist nicht vorhanden. Es wurde durch Bencdictmermönche aus dem Kloster Sckaffhauscn in Schwaben, woher sie auch Dudo von Lurcnburg nach Schönau kommen ließ --), ciugeweiht. Zu den ältesten Besitzungen desselben gehörten Güter bei Hcimbach, Weiß („Wi„c") Hcddesdorf, Feldkirchcu, Hönningen, Biber („Bivcrne") Honncfcld („Hunefelt"), Horhauscn, Urbach, Dierdorf, Meyfche,d, mallendar. Koblenz. Winningen, Kobcrn, Kcttich und Brucl "). Gcrlach's III. Bruder, Reinbold III. erhielt die Scbutzherrschaft über die Abtei, und überlieferte sie erblich auf seine Isenburgischen Nachkommen.
Bon diesen einzelnen Gegenständen wenden wir uns wieder zu großem Begebenheiten in Teutschland, die jetzt unsere Gegend berühren. , ^.«
^cr neue Kaiser Lothar II. Herzog von Sachsen, wider ,einen Willen zu Mainz erwählt, von dem Kölniftb'^Erzbischof Friedrich in Aachen gekrönt, hatte die Erben der Fränkischen Kaiser und der Salischcn NeMunqen den ^ohensiaufiM-Schwäbischen Herzog, Friedrich, und dessen Bruder Konrad, sich zu Feinden gemacht Friedrich in die Acht erklärt, und von Lothar, welcher Heinrich den Stolzen, Herzog von Baicrn, nebst andern mit sicb verbunden hatte, angegriffen, drangt den Kaiser zurück; dieser wendet sich nach Niederbringen, sel't den Herzog dieses Landes, Gottfried, ad, erhebt an dessen stelle Walram ^on Limburg, und entzündet dadurch den Krieg noch heftiger. Ein Schwäbifches Heer wurde von dem ^rzbischof von Köln bei Andernach gejchlagcn, und dieser Ort, bisher Casiell und Dorf, von ihm, zu dankbarem Andenken, mit Mauern und Thürmcn umgeben, zur Stadt erhoben. Der Absicht des Erzbifchosö Friedrich, auch die Insel Rolandswerth zu befestigen, widersetzten sich die Kölner, er wcihcte sie daher zum heiligen Boden eines Nonnenklosters -°). . -^ . «>, . .
Als der Friede in unser« Gauen zurückgekehrt war, richtete der Erzbischof von Trier Megmherus bei Andernach das Marienkloster St. Thomas, das schon lange gegründet gewesen war (S. bei ?4i), auf Kosten eines Edlen Lupoid, der die Klostergüter geerbt hatte, neu aus. Die Küche wurde am er,nm des Au- austmonats eingeweiht. Die nächste Sorgfalt über dieses Frauenstift erhielt der heilige Isibcrt, an dessen Grabe in der Folge, auf gläubiges Gebet, Kinder genasen, Tcrwindis oder Tennewidis ward Aebtisim, uud die heilige Hildegard zu Bingen erthciltc ihren Rath zu der Einrichtung '"). Seine Grundgüter lagen grüß- tenthcils jenseits zum Theil aber auch um Lcudcsdorf und um das Dorf Fahr oder Grafenfahrt und Fcld- kircken ^iese Kirche wurde von St. Tbomas errichtet. Eine Meisterin des Klosters ward des Grafen Ncin- bold (IIIV uon Isenburg Tochter Hedwig (S. unter 109s), welche 1160 starb "). Die Oberaufsicht über das St Thomasstift übergab der Erzbischof Mcginhcr dem Abt zu Springirsbach Richard, der die Herstellung geleitet hatte. Die dcßhalb von «hm ausgestellte Urkunde unterschrieb Meffned von Wieb. In einer Urkunde des Erzbischofs Adaldero von 1138, die dem Kloster St. Thomas den Güterbesitz bei Andernach, Leudesdorf. Misscnheim u. s, w. bestätigt, nennen sich als Zeugen die Brüder Gcrlach und Rembold von Isenburg °°). Der Graf Meffricd von Wicd wird seit 1129 nicht mehr aufgeführt. Für seine Gemahlin hält man eine lange nach ihm noch lebende Dsterlind -'). Zur Gewißheit läßt sich diese Annahme nicht erhärten, da Osterlind nur einmal genannt wird, und nicht als Gemahlin Mctfried's. Ausdnicklich aber heißt der nachmalige Erzbischof Arnold von Wicd, Ofterlind's Sohn, da nun Arnold's Lcbzcit an Mctsticd's Tage sich anschließt, und Arnold's Geschwister aus andern Nachrichten bestimmt sind: so ist es wenigstens sehr
23) Kleiner Qoä. äi^l. 24) Handsch, Rachr, von Sayn.
25) Mevk^ei N>5toi'ic.'K l^ctatin 6e Neetoi-, (üalcoi,
26) llrovvllli 6,nnul. '1'rev. ll>iilU,o>-, Qua. äipl. Mieiid-^Io^U. dl. 101. 102.
27) äei-ies !Vl2Fi«ti!louni iiä 3t. '1'Iioni. 28) lliintliLr, «üncl. äi^l. Kl. 121. W) Weibliche Namen auf lind waren nicht selten, z. B Folchlind, Regmlind.
