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1152.

ster °°), Lambert dem jüngern, der gegen das Ende dieses Jahrhunderts vorkömmt, erblich hinterlassen zu haben.

Es wird auch einer Kunigunde als Grasin von Wicd - Neucrburg gedacht, die des Landgrafen Lud­wig des Eisernen von Thüringen und Hessen zweite Gemahlin um 1140 gewesen seyn, und ihm die Bur­genWidhe, Windeck, Bilstein (bei Kcmpenich, ein Bilstcin liegt auch im Arnsberg'schcn, dort auch die an­deren Orte,) den Wald Osinkke sso hieß ein Gebirg im Lippischcn und Ravensbcrg'schen), und andere, zuge­bracht haben soll"). Ließe sich dieses nachweisen: so möchte diese Kunigunde wohl eine Tochter Ludwig's und eine Schwester Lambcrt's des altern gewesen scyn. Ein Graf Ulrich von Nenburg, der in den drei letzten Jahrzehnten des zwölften Jahrhunderts mehr genannt wird, war schwerlich ein Graf von Wied - Neuer­burg, sondern von Ar und Ncuburg in der Eiset (S. bei 1129) ?°).

Der Wiedische Grafenstamm theitt sich demnach in dieser Zeit in den Wicdischen und in den Wied - Ncuerburg'schen Ast, oder in Ober-Wicd und Nieder-Wicd, mit den beiden Burgen Wicd an dem Flusse Wicd. Eine Linie Wied - Kempenich gab es nicht; von Metftied's Bruder, Richwin von Kempenich (S. 1098), der dem Fraucnkloster auf dem Nolandswcrth eine Schenkung in Namcrsbach gemacht hatte '^), waren die Herren Florcntin und Ihcodorich von Kcmpenich, feit 1158, wahrscheinlich Söhne oder Enkel.

Dlbrück, in der Nahe von Kcmpenich, kam an das Haus Wicd, vielleicht an Burkard, der es von dem alteren gleichnamigen Besitzer (S. 1093.), aus einem unbekannten Grunde, erbte, und von dem es auf den Grafen Thcodorich von Wicd übergieng (S. bei 1190), der seit der Mitte dieses zwölften Iabrhundcrts, nach Burkard's Tode, als der letzte glückliche Familienvater des altern Geschlechts Wied unsere Geschichte berei­chern wird. Der Vater dieses Grafen Theodorich wird nirgends genannt; wahrscheinlicher aber ist er Bur­kard's von Wicd (Nieder-Wied) Sohn, als ein Abkömmling Nichwin's.

Demnach standen die bisher genannten Glieder des ältesten Grafengcschlechts Wied in der Verbin­dung, welche Tafel 1. darstellt.

Aus dem Isenburg'schen Grafenhause müssen wir nun an Reinbold's (IV.) und Gcrlach's (IV.) Bru­der Siegfried (S. bei 1142) erinnern. Dieser kommt in der Folge nicht mehr mit seinen Isenburg'schen Ver­wandten als Isenburger vor, sondern an seiner Stelle ein Siegfried von Nunkel; man hat daher als wahr­scheinlich angenommen ^°), daß jener Siegfried von Isenburg des Grafen Sifticd I. von Nunkel (S. bei 1100) Schwiegersohn, Nachfolger, und Stammvater der nachfolgenden Herren von Westerburg und Nunkel geworden sey, als Siegfried II. Neben Siegfried wird auch ein Hermann von Westerburg genannt, von dem aber nichts bekannt ist.

Siegfried bekam, nach dieser Annahme (S. b. 1119), in der vaterlichen Thcilung, die Herrschaft We­sterburg, mir ihr die Voigtci über das Stift Gcmündcn, und Schaumburg im Einrich ").

Nach des Kaisers Konrad III. Tode, wählten auf seinen Wunsch^ die Haupter Teutschland's zum Kö­nige, Friedrich's von Hohenstaufen Sohn, Konrad's Neffen, Friedrich I.. genannt Rothbart, in der Folge der Große; denn er war ein tapferer, kluger, geistreicher und hochverdienter Kaiser. Zu seiner Krönung am Sonntage l^et^s 74) sammelten sich zu Aachen viele Fürsten und Herren in der Kirche der heiligen Jungfrau. Nach dem Gesänge: Herr Gott dich loben wir u. s. w. salbte ihn, auf Karl's des Großen Stuhle, der Erzbischof Arnold von Köln, überreichte ihm dann Schwert, Mantel, Scepter, und setzte ihm

68) rai-ragin. 6slen. ?on». XXX.

69) Geschichte des Großherzogthum Hessen, Th, I. von Dr. Schmidt, Großherzogl. Geh, Rath.

70) Anhang Urkunde 3. Fischer macht ihn ohne Grund zu einem Wied-Neneiburgcl. Wie mächtig und angesehen aber die Grafen von Ar-Nürburg gewesen scyen, bezeugt noch die gewaltige Ruine der Nürburg in der Eifel, unweit Adenau.

71) ?2ii-2F. <3elen. IVlnscr. S. Urkunde vom Jahre 1743. <3iwtlier, 6nä. äipl. N. 133.

72) Wenk, 2H. I. S. 47S. 73) Lro^er. 4nn. Iiev. 74) 5. IVI. Kleiner, Qri^ss. Na55. ?. 1. z. 7.