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ncn eigenhändig besiegelten Sicherheitsbricf aus, unter dem als Laienzcugen Otto Graf von Ravcnsbcrg, Heinrich, Graf von Arnsberg, Albert, Graf von Evcrsten, und andere, standen. Er spricht von der religiö­sen Matrone Osterlind, und ihrem Sohne, Erzbischof Arnold, mit Achtung und Huld ^°).

Die Besitzungen des Wicdischcn Hauses erstreckten sich in diesem zwölften, und im dreizehnten Jahr­hundert bis unterhalb der sieben Berge. Davon zeugt die fromme Stiftung Arnold's. Sogleich nach dem Antritte seines Erzbisthums zu Köln gründete er zu Schwarz-Rheindors, unter Beul und Gcußcn, diesseits Bonn gelegen, in seinem väterlichen Erbgute, mit großen. Auswand und Eifer, eine Kirche, zum Seelenheil für sich, für Vater und Mutter, für seine Brüder und Schwestern und alle Verwandte, und als ein Denk­mahl treuer Erinnerung für die Nachkommen. An diese Kirche vermachte er sein ganzes angccrbtcs Bcsitz- thum, daselbst, nebst mehreren andern Pfründen, mit Zustimmung und Glückwünschungcn seiner Mitcrbcn. Seiner Schwester Hedwig, Acbtissin zu Essen, übertrug er die Beförderung des Werkes, der Errichtung eines Fräuleinstiftes, unter der Regel des heiligen Benedicts; und Hedwig führte in dasselbe zwei Schwe­stern Sophia und Seburgis ein. Graf Ulrich von Ncubcrg (S. 1129.) unterschrieb als Zeuge die Urkunde, durch welche der Erzbischof Philipp von Köln die Stiftung bestätigte 1173 "). In dem Rhcindorfer Archiv befand sich von der Acbtissin Hedwig, welche 1164 den 4. Juni gestorben ist, eine Urkunde, mit ihrem Sie­gel, dessen Lateinische Umschrift hieß: Hattwigis, von Gottes Gnaden Aebtissin zu Essen. In dem Jahr 1156 bestätigte der Kaiser Friedrich I. das Stift zu Rheindors, durch eine Urkunde, in welcher er Arnold's Schwester Hedwig, und ihren Bruder, Burkard von Wied (S. 1129. 1144.), mit Achtung nennt «-). Das Stift begabte noch Hcdwig's Schwester Hizccha, Acbtissin zu Vilich, und ihr Bruder, Graf Burkard von Wied 6:). Des Stifters Andenken erhielt eine große Stcininsthrift in der östlichen Fcnstcrwand der Kirche hinter dem großen Altare, welche außer den Heiligen, denen die Altäre gewidmet waren, dem Kaiser Konrad, der bei der Einweihung gegenwärtig war, und mehreren hohen Geistlichen, auch Arnold's Bruder Burkard von Withc", seine Schwester Hathewiga, Aebtissin zn Essen und Gcrrshcim, und ihre Schwester Hizccha, Aebtissin zu Villich, nennt ^ ^). Die Kirche in Schwarz - Rheindors steht so, wie sie zu Arnold's Zeit erbauet worden ist, noch jetzt (1822), und hat die Aufmerksamkeit der Kunstkenner auf sich gezogen °«). Jetzt ist sie dem Verfall überlassen, im Innern zerstört, und von der besagten sechs Fuß hohen und breiten Wandum­schrift ist nur noch der obere größere Theil lesbar. Es ist eine kreuzförmige Kirche, mit abgerundeten Enden ohne innere Säulen, bis auf zwei dünne aus Marmor an dem westlichen Kreuzende, das eine Halle bil­det. Uebcr der unteren Kirche erhebt sich, wie auch die Steinschrift sagt, eine kleinere Kapelle, die mit der unteren durch eine runde Veffnung in dem Gewölbe, und durch eine Wendeltreppe in Verbindung steht, und mit dem Hause der Stiftsftaucn durch einen Gang Gemeinschaft hatte. Diesen obern eingerückten Theil umgiebt von außen ein Gang, dessen Uebcrdachung von Dorischen und Korinthischen Säulchen und offenen Bogen getragen wird. Der Thurm endigt in eine Kegelspitze.

Arnold's Bruder, Graf Burkard, war, nach Metfricd, Graf zu Wied, und besaß, nach seinem, wahr­scheinlich schon jetzt verstorbenen, Bruder Ludwig, die Advocatie (Schirmvoigtei) zu Erpel"). Ludwig scheint den nördlichen Theil der Wicdischcn Lande besessen, und sein Sohn Lambert von Wied die Neuerburg über Breitbach «?) von ihm geerbt, aber, kinderlos, seine Besitzungen dem Sohne seiner ungenannten Schwe-

60) Hermann! LwnZelolii ännalium eirculi ^Vest^naUci I.IH. Fischer, Urkunde XXXV.

61) S. Anhang N°. Z. 62) Anhang-No. 3.

63) ^n^Lin, <^e1en. ?. XXX, I^2nn«c:r. «üolnn,

64) V. Anhang No. 4. Diese Copie, dem Denkmahl in der Kirche, so weit es noch lesbar ist, ganz gleichlautend, ist au« ?ari-2ßin, Qelen. in Köl» ergänzt worden, wo die ganze Abschrift ist.

65) Westphil. Anzeiger 1820. Beilage No. 29. Kupfertaftl No. S.

66) (3elen. äo inü^nii, llolon,

67) S. Kupfertaftl N°. 6.

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