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die Krone auf, unter bedeutsamen Worten ^). Arnold war kurz vorher von seiner Reise nach Rom, wo ihn der Papst Eugen ordinirt, mit dem Pallium ausgerüstet, und ehrenvoll entlassen hatte, zurückgekehrt.

Friedrich I, handhabte zwar die königliche Gewalt in Teutschland, nach altem Rechte, streng gegen alle Fürsten, die zu weit griffen; die Erzbisthümer aber gewannen, unter frommen Namen, immer mehr an Gütern, Macht und Einfluß in die weltlichen Angelegenheiten, und entledigten sich allmalig der Abhängigkeit von weltlicher Oberherrschaft, in welcher sie bisher durch weltliche Schirmvögte und durch die Pfalzgrafen standen. So entzog der Erzbischof Hillin von Trier, unter Vorwand von Ketzerei dem Grafen von Wieb ?«) die Advocatie zu Wilmar, oberhalb Runkel an der Lahn 1154. Groß - und Klcin-Wilmar gehörte, durch eine Schenkung des Kaisers Heinrich IIU, seit 1053 der Abtei St. Eucharius.

Der Kaiser Friedrich nahm den Hof Bendorf (Bedendorf) aus den Händen Hcinrich's von Molles- bcrg, der denselben seit Heinrich V. besaß, mit der Erklärung, daß Heinrich von Mollesbcrg den Hof. der laut Schenkung des Pfalzgrafcn Heinrich (S. bei 1U93 und 1112), zu der St. Marienkirche von Laach ge­hört, widerrechtlich und gewaltsam zur Zeit des Königs Konrad eingenommen, und die Einkünfte jener Kir­che allzulange kirchcnräubcrisch unterdrückt habe. Friedrich gab das Gut an Laach zurück, und der Erzbischof Arnold von Köln bestätigte der Kirche Laach jenen Besitz im Namen des Papstes Eugen. Zeugen waren: Crzbischof Arnold II., die Brüder Burkard und Sifrid, Grafen von Wieb, Eberhard und sein Bruder von Sayn, Rcinbold (IV.) von Isenburg, Heinrich, Herzog von Sachsen, und viele andere??). ,

Rcinbold (IV.) unterschrieb die Urkunde des Erzbischofs Hillin, als dieser den Bencdictinern den Beatusberg bei Koblenz, die Karthausc, sammt dem Kammerforst u. f. w. übergab ?°. Er bezeugte mit einem seiner Brüder auch den Kauf, durch den der Abt Heinrich von Romcrsdorf einen Hof zu Engels nebst der Kirche St. Sebastian-Engcrs von einem Adlichcn an die Abtei brachte. Rcinbold wird hier der Acltere genannt. Er ward über diese angekaufte Kirche wahrscheinlich Schirmherr "). Seit dieser Zeit scheint Gerlach (IV.) gestorben zu seyn.

Graf Gerlach (IV.) von Isenburg und Kovern (S. 1112) hinterließ die Söhne Gerlach (V.), Hein­rich I. und Thcodorich. Gerlach (V.) setzte die Linie Isenburg - Kovern fort. Seine Gemahlin hieß Jutta von unbekanntem Hause. Rcinbold (IV.) hatte 2 Söhne: Neinbold (V.) und Bruno I. Auch soll die Ge­mahlin des Grafen Marquard I. von Solms-Königsberg (S. bei 1142), Christina, eine Tochter Reinbold's IV. oder V. gewesen seyn, und daher der Name Rcinbold in dieser Solms'schen Linie herrühren °°). Durch Gerlach (IV.) und Neinbold (IV.) bildeten sich zwei Isenburgsche Stämme, der Gcrlachsche und Reinboldsche.

An etlichen Grafen unserer Nachbarschaft, welche die Kaiserlichen Landfricdcnsgcsetze übertraten, und mit dem Pfalzgrafcn Hermann II. (S. 1142. 1150) die Erzbischöfc des Niederrhcins bekriegten, vollzog der Kaiser Friedrich die Strafe des Hundctragens; es waren die Grafen Eamicho von Leiningen, Heinrich von Kcchcnclnbogen, Konrad von Dictz, und Heinrich von Kirberg. Hermann ging aus Verdruß in ein Klo­ster, und der Kaiser übertrug die Pfalzgrafschaft bei Rhein seinem Bruder Konrad, Herzog von Schwa­ben 1156.

Als Kaiser Friedrich I. nach Italien zog, begleitete ihn der Erzbischof Arnold II. und wurde von ihm, nebst Ansclm von Ravenna, zu wichtigen Verhandlungen, an den Pabst Hadrian IV. nach Castcllana gesandt «l).

Arnold von Wied machte sich um das Erzstift Köln und um die Ruhe unserer Landschaft vielfach

1153.

1154.

1155.

K

75) Q«o ?«3inss. Hs 8«5ti5 ?r. I. Kaiser Friedr. I. mit seinen Freunden und Feinden. Bon Friedrich Kortüm, Aarau 1818,

76) So führt Browcr in ^.nu^. 1>ev. an.,

77) Copie der Urkunde in IVIuzeo Hllteriano zu Köln. ^. XXII. Anhang Nr. 5.

78) NontK. HiLt. 1>i>ev. 1, II. 81) Wenk III,, 162.

79) vüutner, 6°ä. Dipl. N. 117.

80) L^ron. ^,nii. Tccles.