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verdient. Ihm verdankte das Erzsti'ft den Wicdcrkauf veräußerter Güter, den Kölner Zoll, den Erwerb von Udenkirchen von der Grasin Udilhild von Arnstcin (S. bei 1139) und beträchtliche Besitzungen der nördlichen Grafschaft Wieb. Er war ein eifriger Feind der Räubereien des Adels, verfolgte die Störcr des Friedens und Eigenthums seiner Untcrthanen mit strengen Gesetzen und Gerichten, und zerstörte manchen Naubsitz. Auch eine Beste des Grafen Eberhard von Sayn erfuhr seinen Ernst «°). Er starb zu bald für das Erzstift und für das Vaterland, und wurde in der Kirche zu Schwarz-Rhcindorf, nach seiner Anordnung, beerdigt. Muthmaßliche Münzen von Arnold sind auf der Münztafel Nro. 1. abgebildet »^).

Nach Arnold's Hintritt kaufte der Graf Eberhard von Sayn, Heinrich's II. Bruder, mit seiner Ge­mahlin Kunigund von dem Grafen Gerhard von Blankcnheim ein Haus in Köln °^). Seitdem hielten sich die Grafen von Sayn oft daselbst auf.

Neinbold IV. verkaufte nach diesem Jahre seine grafcnamtliche Gerichtsbarkeit im Einrich und sei­nen Theil an dem Vicrhcrrischen an Nassau und Katzenclnbogen ««). Um ihren Kauf zu sichern, unterwar­fen die neuen Besitzer das Vicrherrische dem Pfalzgrafcn Konrad als Pfälzisches Lehen. Reinbold's Seiten- verwandte, Gcrlach's V. und Bruno's I. Nachkommen, waren mit dieser Veräußerung noch lange nachher nicht zufrieden. Nach jenem Verkauf unterschrieben Thcodorich von Wied, Theodorich und Florentin von Kcmpcnich, Ulrich von Ar S. 1152, Gottfried Graf von Spanhcim u, a. eine Urkunde in Sinzig, in welcher der Kaiser Friedrich I. dem Erzbischof (Hermann) Hillin von Trier das Recht über die Silbcrgruben im Trierschcn, namentlich zu Ulmiz, zugestand ^°). Dieses freien Gebrauchs von Silbcrgruben bedurfte Hillin, da er in diesem Jahre bis nach 1166 das Nömcrcastcll (S. bei 359) nachher Frankische Königshaus Ermstein (S. 1018), Ehrenbrcitstein oder Hermannstcin herzustellen, mit der Burg Hclfenstcin zu vergrößern, und mit ei­nem tiefen Brunnen zu versehen, beschäftigt war. Dieser Erzbischos hatte auch zu Ochtcndung einen Aufent­halt, der im 14tcn Jahrhunderte nach Werncrseck verlegt wurde «?).

Unter Hillin ward das Schloß Nassau von den Grafen Ruprecht und Arnold von Nassau, Söhnen Walram's (S. bei 1139), dem Erzstift Trier als Lehen übergeben. Die Belchnungsurkunde Hillin's unter­schrieben als Zeugen die Grafen Neinbold (IV.), Gerlach (V.) (S. bei 1163) von Isenburg, welche die Uc- bergabe vermittelt hatten (Neinbold besaß noch die Grafschaft im Einrich bei dieser Handlung), Siegfried II. von Nunkcl (S, vor 1162), Heinrich II, von Sayn und andere s").

Graf Sifrid II, von Nunkel war Vater von Heinrich, und Sifrid III., die in den ersten Jahrzehnten des folgenden Jahrhunderts in der Geschichte erscheinen; die Mutter ist unbekannt.

Der Graf Siegfried von Wied (S. unter 1145) diente dem Kaiser Friedrich I. bei der Belagerung Mailands, und unterschrieb sich dort den Isten Sept. nebst Eberhard von Sayn, Heinrich von Dychest (Dietz), Robert (Ruprecht) und Heinrich von Nassau, Hermann von Saffenbcrg, Poppo von Boland und an­dern, als Zeuge der von dem Kaiser vermittelten Uebercinkunft zwischen dein Pfalzgrafen Konrad und dem Erzstift Trier, nach welcher jener die Kirchen Lahnstein, Kcmmcta, und die BurgSidclinge" an das Erzsiift zurückgab, die Beste Ercmbcrg aber als Lehen anerkannte, und eine Verschwörung der Bürger in Trier bei­gelegt wurde »').

Der alte Graf Neinbold (IV.) von Isenburg zog noch vor seinen. Scheiden den Hof und die Kir­che zu St. Sebastian-Engcrs, deren Ankauf er (S, 1163) der Abtei Nomersdorf bezeugt hatte, unter dem Abte Engelbert von Nomersdorf mit Gewalt an sich, 'unter dem Vorwand, daß er dieses Gut von dem mit ihm verwandten Käufer erhalten hätte. Die Mönche verklagten ihn, durch zwei Floreffer, bei dem Kaiser

82) v. Nic, Hieron. Gundüng, auZführl. Discoxrs über die Kurfürst! Staaten, Merkel ^mi. Hi-H. Cul. in Arn.id's Stammangabe und seinem Tod.sjahre irrig.

83) S. Hr uc> Mrr.'e Münzcatal°g. z,y ivius. 4M«-. 0n1. ^. XXII. LZ) Wcnc, Th. I. 246.

86) «nntl,. N,5t. 'I^«v. cüi'I. 00(^11. Liintiieü-, llnii. äiol. N. 169.

87) Ilnlinss, Xntiti.i ?rnc?r!nn eto, Li-nwoii Hmr. 1>ev. 1^. XIV.

88) llontli. Ui5l. Irev. äixl. I'. I, 89) «unUi. Nist. 1'rev. äixl. I,, 533.

Er ist