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1165. 1167.

Friedrich I. , der ihn zwar durch eine Zuschrift zur Rückgabe nöthigte; dennoch aber wußte Reinbold bald darauf wieder in den Besitz des Gutes zu kommen, das seitdem unter dem Grafengeschlcchte blieb bis zur Neformationszeit. Doch soll sein Sohn Reinbold V. mit dem Abte Engelbert in Einverständnis;, als Schirm- Voigt des Klosters, den Abt von Floreff, der das Kloster Nomecsdorf untersuchen wollte, sehr unsanft abge­wiesen haben 9°).

An das Kloster Arnstcin vermachte in dieser Zeit Graf Hartrad von Mehrcnberg mit seiner Gemah­lin Irmgard, geborncn von Glciberg, sein Eigenthum zu Obcrdicfenbach im Einrich, Zehnten zu Bcndorf und Scheuern, und den Kamnierforst. Zugleich wurde die von dem Priester Gottfried erbaute Kirche Bestich bei Obcrdicfenbach, mit Zustimmung der Grafen von Katzenclnbogcn, welche die Advocatie dieses Ortes gehabt hatten, der Abtei Arnstcin übergeben, auf Bitte des Grafen Ludwig von Arnstcin "). Diese Güter waren weibliche Erbstücke von dem erloschenen Frankcngcschlechte (S. bei 1011). Die vielfältigen Mißhclligkeitcn zwischen geistlichen und weltlichen Herren waren bisher schon oft Ursachen zu Krieg und Verwüstungen. Auch der Pfalzgraf Konrad, dessen Ansprüche auf Rheines der Erzbischof Ncinold von Köln nicht erfüllte, richtete in dem Kölnischen Lande großen Schaden an. Da wurde ein Tag zu entscheidendem Kämpft anberaumt. Die Kölner rückten gerüstet bis in die Ebene von Andernach; Konrad, auf ihre Stärke nicht gefaßt, hielt sich 12 Tage unthätig entfernt, und anstatt das Loos der Tapferkeit zu ziehen, zog er schimpflich ab '°). Friedrich I. schlichtete den Streit. Die tapfere Kriegsschaar unter dem Erzbischof Rcinold von Köln, der in Italien blieb, und die dem Kaiser geleisteten Gclduntcrstützungen auf seinen Fcldzügen in Italien verpflichte­ten diesen, den kaiserlichen Hof zu Andernach, mit der ganzen dazu gehörigen Herrschaft, dem Zoll- und Münzrechte, dem Erzstift Köln auf immer zu überlassen. Der Erzbischof Philipp gab der Stadt eine neue denkwürdige Gerichtsordnung, und ein Schöffengericht °2). Unter den Zeugen steht nur der benachbarte Graf Eberhard von Sayn.

Als dieser Kaiser der Abtei Springcrsbach ein von Konrad III. ertheiltcs Privilegium bestätigte, ga­ben der Urkunde ihre Unterschriften Graf Eberhard von Sayn und Udalrich (Ulrich) von Nurebcrg '^). Die Grafen Gcrlach V. und Heinrich I, von Isenburg verkauften ihr Eigenthum in Langscheid, mit Aeckcrn, Wiesen, Waldung, Wasser und Leibeigenen, an den Erzbischof Arnold von Trier, der es an die Kirche Hi- merode schenkte. Unter den geistlichen Zeugen der Urkunde steht ein Wilhelm von Kovern, der wahrschein­lich auch Geistlicher, und kein Glied der Isenburgschen Familie, sondern von niederem Adel war '-).

Gerlach V. von Isenburg unterschrieb auch mit den Grafen Dietrich und Florentin von Kcmpenich einen Sichcrheitsbrief, den der Kaiser Friedrich I. für die Abtei Siegburg in Sinzig ausstellte '^). Ver­lach V. von Ifeuburg, nebst Heinrich II. und Eberhard von Sayn bekräftigten ferner eine Urkunde des Erz- n?ö. bischofs Philipp von Trier für die Abtei Siegburg «?).

Gcrlach V., der Stammvater der Linie Isenburg-Kovcrn (S. bei 1153) zeugte mit seiner Gemah­lin Jutta die drei Söhne Gcrlach, Heinrich, Lothar, und die Tochter Adelheid. Als Herr von Kovern be­saßer den Ort Kovern, die untere Burg daselbst, die Voigtei zu Bendorf und Heimbach, zn Münster-Mcy- feld, Lchngüter zu Lehman, den Hof Kärlich ?c. '«). Als Voigt zu Bendorf und Heimbach wurde er 1179 von dem Abte Konrad zu Laach entschädigt, da dieser die Lehen zurückzog. Zeugen dieser Urkunde waren Heinrich, Neinbold und Bruno von Isenburg -").

Gcrlach's V. Bruder, Heinrich I. vermählte sich später, mit einer Erbtochtcr des Grafen Friedrich von Cleebcrg, Istngard "°). (S. unter 1139), erwarb durch sie bedeutende Güter im Lahngau, und ward mit ihr Vater von Heinrich IL, Eberhard, Gerlach, Friedrich, Irmgard und Mechtild.

1171.

1173,

20) Küntlie!-, «o,I. äipl. IV, 117. 91) lloutli. II. ?, Irev. äipl. I.

93) Nik. K

92) Li-NIVL« H,N!I. "lrev.

Äö) nir. Äindling^' Münster. Beitr. V. III Ulk. 20, «iiiitlu?!-, lüuc!. äipl. N. 184. 191.

94) Hera ^L,'>ä. 'I'lieoä. ?n!nt. III. Ulrich kein Graf uo» Wieb-Neuerburg, sondern Ar und Nürburg (S. bei 1122).

95) NnntK. Niü,. ^v'. IV I, 96) Fischer, Urkunde XXXI. 97) Fischer, Urk. I.XVI.

98) NuntK. Nilt. Ii-ev. Fischer Urkunde, K. IV. 99) QüiNner, llnä. äixl. N. 201. 100) Wenk, TH.IH.

Ncck's Geschichte. 7

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