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i ^79. Der Graf Theodorich von Wieb sah sich um diese Zeit, auf seinem Sitze Niederwild, mit 6 Söh
nen und 2 Töchtern, von einer unbekannten Gemahlin, umgeben; jene waren: Lothar, Theodorich, Georg, Metfried und Konrad, der 12U4 in einer Urkunde des Erzbifchofs Johann von Trier, Theodorich's Bruder Graf von Wied heißt ^). H)ie Töchter finden sich nicht zuverlässig benannt. Die älteste, angeblich Theodor«, war bereits an den Grafen von Iscnburg Bruno I. (S. bei 1153 und 1190) vermählt, und mit ihm Mutter der 4 Söhne: Ludwig, Bruno II, Theodorich, Arnold und Agnes. Bruno's I. Bruder, Reinbold V., hatte mit einer nicht genannten Gemahlin den einzigen Sohn Salentin.
Die andere Tochter des Grafen Theodorich von Wied führte der Graf Gottfried von Eppstein heim, und empfing von ihr die Söhne Siegfried, Gottfried und Gerhard.
Umgeben von den Herrschaften Wied und Iscnburg hielt es die Abtei Nomersdorf für nöthig, ihre
1179. Güter und Freiheiten durch eine Bulle des Papstes Alexander III. bestätigen zu lassen.
Graf Gerlach (V,) von Isenburg-Kovcrn thcilte nebst seinem Bruder Heinrich I. und Theodorich mit Ncinbold V. und Bruno I. ab. Nur soviel ist von dieser Auseinandersetzung klar, daß der Reinboldische Stamm die Voigtei über den Laacher Hof zu Mcyfcheid °), die Gerlachsche Hauptlinie aber die Voigtci über die Laacher Höfe zu Heimbach und Bendorf, erhielt '). Gcrlach V. besaß dann noch väterliche Erbgüter, das Kovcrnsche Haus auf der Beste Iscnburg, und Grundstücke zu Kurtscheid. Sein Wappen als Herr von Kovcrn war ein rcchtsschcndcr Adler ").
Als dcr Kaiser Friedrich I. den Herzog Heinrich den Löwen abgesetzt und seiner Lander beraubt
<180. hatte, stellte er das Hcrzogthum Wcstphalcn und Engem untcr die Hoheit des Erzstifts Köln. Das kaiserliche Diplom darüber untersicgclten die Grafen Gerhard von Nurbcrg, Theodorich von Hostaden nebst andern '). Dadurch kamen auch Wiedischc Besitzungen, die außer den Allodien, Pfälzische und Tricrischc Lehen waren, immer mehr untcr Kötnsche Abhängigkeit, namentlich die Wied - Neuerburgschen, mit der ober« Burg Wied.
1132- Die gräflichen Brüder von Iscnburg, Reinbold V. und Bruno I. unterzeichneten zu Koblenz eine
urkundliche Uebercinkunft zwischen dcr Kirche St. Simcon zu Trier und dcr Stadt Koblenz, dcrcn Voigt dcr Graf Robert von Nassau als Arnstcinischer Erbe war, in Betreff des Zolls dieser Stadt ').
Auf Kölnisch klösterlichem Boden, nach einer Vcrcinigungsurkunde mit dem Abte von Siegburg (Si- bürg), hatte dcr Graf Heinrich II. von Sayn ein Schloß Blankcnbcrg erbaut, da cr dort ein Allodium besaß. Er übte aber an den Sicgburgschcn Gütern Gcwaltthatigkciten aus, und wurde dcßhalb durch eine päpstliche Bulle aus der Kirchengcmeinschaft ausgeschlossen. Er muß sich jedoch bald wieder mit dcr Kirche versöhnt
1184, haben; denn er und sein Bruder Eberhard unterschrieben eine Urkunde dcs Erzbischofs Philipp von Köln, in welcher dieser dem Kloster Laach das Recht, sich selbst einen Dingvoigt zu erwählen, bestätigte °).
1187, Ueber den Besitzungen der Linie Wied - Neuerburg regierte in diesen Jahren ein Graf Lambert, der,
wahrscheinlich kinderlos, seinen Neffen Lambert, Sohn seiner ungenannten Schwester, zu seinem Nachfolger hatte; mit diesem übermachte cr au das Stift zu Rheindorf einige weibliche Leibeigene '). Ob er ein Sohn Ludwig's von Wied, Burkard's und Arnold's Neffe war, ist ungewiß.
Dcr Graf Thcodorich von Wied („Wiäun") und sein Sohn Thcodorich, der d,n geistlichen Stand
1189, erwählt hatte, Nembold von Iscnburg, Gerlach von Kovcrn unterschrieben eine Urkunde wegen Staleck '). Derselbe Theodorich von Wied (Widhe) übergab seine, auf väterlichem Erbe erbaute Burg Holebuche (Öldruck S. bei 1162) sammt ihrem Bereich dcr St. Petcrskirche zu Köln so, daß sie dcr Graf und
342, 35S, Schmidt, Gesch. des Grrßhcrzogthum Hessen Th. II, 280. Fischer kannte das nicht. 1) <3nntn.er, (loci. Dipl. D.Iunn5cr, 2) Fischer, Ulk. 172. 3) «^üntlier, 5nc!. Dipl. !Vl2nu5or.
4) Günther's Gesch. v. Romersb, Klllnuscr. S. Mus. HIlter. IVI»u>i«ci-. (üulnn i dieser Gerhard war of
fenbar ein Graf von Ar-Nürburg, und t>in G-af von W ed - Ncuerbnrg, lrie Fischer angicbt, *) Huutl,. Ni5t. i^-. ?. I. 6) IVIn5. Filter. Klllnul«'. Köln. Kindlina«'sMünstersch« Vciträgc, B. III. Urk. 26. 7) Anhang Nro. 6. 8) lrelier. Oiiz. ?a1at. Qüncker, Ooä. äixl. !>,'. 223.
