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weinende Unglückliche zum rohen Gelächter unter dem Heere umher. Als sie diese Mißhandlung mehrere Tage fortqese« hatten, erfuhr sie der König Philipp. In gerechtem Zorn ließ er die Anstifter dieses Grauels mit dem Tode bestrafen. Mit den Lothringern nun vereinigt, eroberte er Andernach, das dem Konige Otto treu war, und verwüstete es mit Feuer. Philipp verlor es kurz nachher wieder.

Der Herzog Walram verließ Philipp's Parthci, und stellte im Tricrischcn die Ruhe her "). Hierzu scheint einVVersammlung von Geistlichen, Fürsten und Grafen in Koblenz und Andernach mitgewirkt zu haben, welche Papst Innoccnz III. veranstaltete. >,.>.«,

Sein Legat Guido krönte darauf Otto IV. nachmals in Köln. Phü'PP wurde m den Bann gethan iZoi, und seine Anhänger damit bedroht ° °).

Zu Otto's zahlreichen Freunden unter den geistlichen und weltlichen Fürsten am Rhein und in West­falen gehörten auch die Grafen von Sayn, Wicd, Isenburg und Nunkel. Heinrich (II.) von Sayn unter­schrieb eine Urkunde, durch welche Otto dem Erzstift Köln einen Hof bei Andernach und Eckcnhagen zu­rückstellte "). <^ . -^

In einer andern Urkunde über westfälische Güterbestätigungen für Köln nennen sich Heinrich I. von Isenburg (S. bei 1175) und Georg von Wied (S. bei 1179) ").

Graf Georg von Wicd unterschrieb mit Heinrich I. von Isenburg auch die Stiftungsurkunde des Gra­fen Dietrich von Kirchbcrg für das Kloster Kapcllendorf bei Apolda ").

Im Anfange dieses Jahrhunderts wird eine ungenannte Grafin von Wicd, als zweite Gemahlin des Grafen Hildebrand von Mandcrschcid angeführt, dessen erste eine Elisabeth von Isenburg gewesen seysoll^).

Ein Graf Johann von Wied, Herr von Nunkel, unbekannt, ob er Lamberts von Wicd-Neuer- 1202. bürg (S bei 1187) oder Thcodorich's von Wicd Sohn, und vielleicht Schwiegersohn oder Neffe des Grafen Siegfried II von Runkcl und Wcstcrburg gcwcscn, wurde, nach einer Urkunde ausBrücl, in die Brüder­schaft der Franziscaner oder Minoriten aufgenommen, und für seine Liebe und Wohlthaten in die höhere Ran­gordnung gesetzt °°). Dieser geistliche Orden erhielt aber erst 1206 oder 8 seine eigentliche Stiftung.

Von dem Grafen Siegfried II. von Runkel und Westerburg (S. bei 1152, 1158.) sind nur zwei Söhne bekannt, Heinrich und Siegfried III. Der letzte ward mit einer Tochter des Grafen von Dietz Ger­hard I. "), Vater von Siegfried IV. und Dieterich.

Zu einer neuen Prämonstratcnser-Abtei in unserer Umgebung machte der Gras Heinrich II. von Sayn, der Aeltere genannt, weil er einen Sohn Heinrich III. hatte, seit 1201 Anstalten. Diesem Stifte, m dem Thale des Ortes Sayn, ertheilte der papstliche Legat Guido von Präneste, und der Erzb.,chof^ohann von Trier die Bestätigung. Die Urkunde nennt als Zeugen Gerlach V. von Isenburg - Kovern. und semm Sohn Gerlach. Heinrich II. und Eberhard, Söhne Heinrich's I. (S. bei 1175.) von Isenburg Theodor.ch von Hönningen, einen Isenburg'schm Dienstadlichen "). Außer diesen noch von Sayn.

Heinrich (III.) von Sayn, Graf Gottfried von Spanheim. Gerard von Ar. Graf Adolph von Berg. Abt Ney- ner von Nomersdorf, und viele andere von niederem Adel. Heinrich II. begabte das heilige Haus m.t reich­lichen Gütern, mit dein Hofe zu Witersburg (Wittcrsbach), einem Hofe zuOrmunz" (Ormutz). nut Gutem zu Engers, Heimbach. Sayn. Thur, Arweiler, Honigshofen, Weinbergen bei Bettendorf (Bendorf), mit Gu-

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1202.

19) loll, l^itlieni. H,nii2l. Nirlanz. 2ro,veri Hiinal. 1°«v.

20) Hiinal. lüni-Kejieiis. dÜirouicon Qnttwic.

31) Nu«. Filter. M»5c. ^olon. 22) Qelen Vita 5,3eiKert>. .«,.,, .,.

23) Avemann's gräfl. Kirchberg'sche Geschichte. 24) Hübner's genelll. Tabelle, der Bewn« fehlt.

22) Fischer, N°. XI.I. 26) I^emer, 0-133. ^^5. ?. I. §. 72.

27) Nicht der letzte Graf von Hönningen, und Vater einer achter, deren Gemahl He.nnch II. von Isenburg, m,t ihr Hönningen erheiratet hätte, wie Fischer angiebt, und in der Folge sich zeigen «>rd.