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tern, die vorher zu der Kapelle von Vallendar (oppiäa V^lenzi) gehörten, mit dem Walde von beiden Seiten, das Thal bis inBurgendall" mit einem Zehnten in Meyenfcld, in Mctrich u. s.w. ^).

Graf Heinrich der Aeltere vermählte eine Tochter Agnes an einen Grafen von Castell, eine zweite Adclhcit an den Grafen Johann von Spanheim. Sein einziger Sohn Heinrich der Jüngere (III.), (wegen seiner Lcibcsgröße, der Große oder Dicke genannt) chlichte um diese Zeit eine Gräsin Mcchtild von Lands­berg ^"), und trat die Regierung der Grasschaft Sayn an.

Nach der Abtei zog in der Folge ein dahin geschenkter wunderkräftigcr Arm, angeblich des heiligen Simon, fast sonntägliche, vorzüglich aber zwischen Ostern und Pfingsten große Wallfahrten.

Ein Graf Eberhard von Sayn, Heinrich's II. Brudersenkel, ward Landmeister in Preußen und Heer- meister in Livland '"). 1Z04. Zwischen den Kirchen Sayn, Stcinfeld und Nomersdorf hatte sich Streit über ihre Güter erho­

ben. Er wurde jetzt beendigt. Als Sayn'sche Güter werden noch angegeben Wadenhcim, Ellwilre, Hunfe' ^). Während dieser Vorgänge in unserer Nachbarschaft währte der Kampf der Könige in Teutschland fort. Philipp gewann die Oberhand. Sogar Otto's Bruder Heinrich schloß sich an Philipp an, thcils aus Furcht vor dein Verluste der Nheinpfalz, theils aus Rache, weil ihm Otto die Stadt Braunschweig nicht geben wollte. 1205. Der Erzbischof Adolph von Köln huldigte dem Könige Philipp zu Koblenz, und krönte auch ihn,

wie Otto zu Köln. Die Stadt Köln und das Kapiccl, über diesen Wankelmuth aufgebracht, verklagten den Erzbischof bei dem Papste. Adolph wurde von dem Papste abgesetzt, obgleich auch dieser nachher sich zu Phi­lipp neigte. Der neue Erzbischof Bruno, Graf von Sayn, Heinrich's II. Bruder, regierte eine kurze aber harte Zeit. Sein abgesetzter Vorganger hatte noch mehrere feste Plaze inne, zu Philipp's VortheÜ.

Otto IV. und Philipp trafen bei Köln auf einander. Die Kölner, unter Anführung des Herzogs Walram II. von Lurenwurg und Limburg, mit Otto vereinigt, wurden von Philipp angegriffen. In dem unglücklichen Treffen verwundet, floh Otto, mit dem Erzbischof Bruno und Walram's Sohne, in die Veste Wasscnburg. Auch diese eroberten am folgenden Tage die Sieger; Otto war in der Nacht mit Heinrich von Limburg entkommen; Bruno aber wurde ergriffen und nach Würzburg gebracht. Durch Vorstellungen der Fürsien gedrungen, entließ zwar Philipp den Erzbischof, nahm ihn aber nochmals gefangen, und hielt ihn in Nodenburg. Auf des Papstes, Drohungen von Pbilipp endlich entlassen, reiste Bruno nach Rum, kam zur Freude der Kölner zurück, und beschloß bald darauf seine Tage. Unter ihm wurde die Burg Lands- 1208, krön erbaut ^).

Nach jenem Treffen bei Köln nur noch mehr gegenseitig erbittert, rüsteten sich Otto IV. und Phi­lipp in einem jährigen Waffenstillstände zu entscheidendem Kampfe. Nach Philipp's Ermordung aber, in Bamberg, von Otto von Wittelsbach, ward Otto IV. zwar allgemein, jedoch nicht aufrichtig als König und Kaiser anerkannt.

Treu blieben ihm die Fürsten am Nicdcrrhein, wie er es werth war, Graf Georg von Wieb war für den König Vermittler des erneuerten Bündnisses mit dem Erzbischof Theodorich von Köln, dem Grafen von Berg und dem Herzog Heinrich von Brabant ^). ,

Bei dem glänzenden Turnier, welches nach Otto's Vermahlung mit des ermordeten Königs Philipp Tochter, Beatrix, vor Worms gehalten wurde, befand sich auch Graf Heinrich von Runkel (S. bei 1202) ").

28) Fischer, No. I.XVIII.

29) VViuKeiin, sacrili-iuiil ^FriiMnae «tc, P2A, Z49. 30» Moser'« Staatsrecht der Reichegrofsch. Sayn. ZZ) IVIei-Laei cle ^lector. ^,re!iisr»izll.. etc. Ori^. 34) ^IliiiLtei'i (üuLinoAi-ll^Ii.

31) Archiv. Copien u°n Sllyü.

Z3) Miruei opi?. äipl LroKi ^im»I. ?. I.

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