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auf den Nießbrauch jener Orte gegen eine jährliche große Summe verzichtete, die sie noch im Jahr nach ihrem Tode beliebig verwenden sollte '). Dieser Siegfried, mehr dem Schweröle als dem Kreuze ergeben, war vorher Probst zu Mainz und Canonicus zu Köln gewesen, und hatte es nun, von einem Thcile des Kapitels zu Köln zum Eczbischof gewählt, bei dem Papst Gregor X. dahin gebracht, daß dieser ihn dem mit gleichviel Stimmen gewählten Konrad, des Grafen Adolph von Berg Bruder, vorzog, und ihm in Lyon am Palmsonntage die Weihe und das Pallium ertheilte. Wider Siegfried zog nun Adolph von Berg und Wilhelm von Jülich zu Felde. Der Erzbisckof aber behielt in wüthendcm Kämpft den Sieg, und sein Nebenbuhler Konrad mußte sich mit 6,000 Mark Entschädigung begnügen -),
Dem regierenden Grafen Siegfried I. von Runkel (S. 1270) ertheilte indcß der Kaiser Rudolph ein Burglehen in Kalzmund «). Des Erzdischoss Siegfried von Köln Schwager, Graf Bruno Hl. von Isen- burg-Braunsbcrg oder Wied (S. 1270), führte mit der Abtei Laach einen Rechtsstreit über ein neues Ackerland, welches er in einem zu dem Laacher Hofgute an dem Dorf Meyschcid gehörigen Walde angelegt hatte. Der Graf erklärte jetzt, daß er jene Grundstücke, in welchen er Advocaticgcwalt habe, sammt den sieben von 376. dm Inhabern derselben jährlich an ihn abgelieferten Hühnern, gänzlich an die Abtei als ihr Eigmthum übergebe «) Bruno III. verkaufte auch mit seiner Gemahlin Isalda den vierten Thcil einer Mühle bei Bicber an das Frauenklostcr Dictkirchen bei Bonn ?). Z77, Die feindseligen Angriffe und drohenden Rüstungen des Erzbischofs Siegfried von Köln wider die
benachbarten Fürsten, bewogen die Grafen: Heinrich II. von Isendurg, nebst seinen Söhnen Gcrlach von Isen- durg-Arcnsels, und Ludwig von Büdingen (S. 1250), sich gegen Siegfried einem Westfälischen Bündnisse anzuschließen, welches der Bischof Simon von Paderborn, der Landgraf Heinrich Herr zu Sas, Graf Wilhelm von Jülich und sein Sohn Wilhelm, Adolph von Berg und sein Bruder Heinrich, Gottfried von Sayn, Otto von Nassau, Engelbert von der Mark, Gottfried von Arnsberg, Theodorich, genannt Los, von Eleve, Heinrich und Johann von Spcmhcim, Heinrich von Kessel, Wilhelm von Salm, Heinrich und Robert von Virneburg, Friedrich von Rictdcrg, Otto von Mecklenburg und Thcodorich von Limburg, Thcodorich von Heinsberg , die beiden Bcrtholde von Buren, Friedrich und Heinrich von Ncifcrscheid, Walram von Walkenburg, Otto von Waldcck, Simon von der Lippe und Otto von Wickcrode, errichteten. Sic gelobten einander durch Handschlag den kräftigsten Beistand in bevorstehender Fehde mit Siegfried, und wider alle ihre Gegner, und wollten mit keinem anders Frieden schließen, als wenn jeder Verbündete darin begriffen wäre. Sollte aber auch der Friede hergestellt ,seyn, und einer oder mehrere von ihnen von Siegfried wieder angefallen werden: so wollten sie alle wieder Beistand leisten. Der König Rudolf wurde von ihrer Verbindung ausgenommen und ausgeschlossen. Gegen Nachlässige und Bundbrüchige wollten sie einmüthig aufstehen °). Graf Bruno III. von der Iscnburg - Wicdischen Linie zu Braunsbcrg blieb natürlich, so wie der Graf Siegfried I. von Runkel, zurück. Dem letztem ertheilte der Kaiser Rudolph in einem Belobungsschrcibcn zu dem Burglchn Kalzmont eine jährliche Auflage auf die Juden zu Wetzlar.
Siegfried erkaufte mit seiner Gemahlin Margarctha Güter in Olmcrode von des Ritters Johannes von Zalcck Wittwe Irmcntraul «).
Einen furchtbaren Kampf am Nicdcrrhcin voraussehend, befestigte der Erzbischof Heinrich von Trier Koblenz, Ehrcnbreitstein, Montabaur, Hartcnfeld und den Flecken Mcyen ' °).
An diesen Erzbischof verpfändete der GrafFricdrich I. von Kovem (S. 1260,1272), in Einverständnis mit seiner Gemahlin Irmgard und seinen Söhnen Friedrich und Robin, einen Thcil seiner Boigtci zu
Z) Urk. Anhang No. 18. 4) Merken« I. c. Van Alpen, Gesch. der Rhein. Münzen von diesem Erzbischof
S. No, 3. 5) Crimer'ö Wetzlarsch. Nebenstunbcn LH. XXXIV.
6) Fischer, ^QXXII. ?) Günther, Gesch. uon Romersdorf.
8) Fischer, Urt. QXXVIII. Letten. ä,nu2l. racierboru. 9) Archiv zu Runltl.
10) UnntKeiin. Vrucironi.
