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gefangen gehalten worden waren, Dienste geleistet. Dafür erhielt er nun von ihnen eine Verfchreibung auf 5600 Gulden, und das Versprechen noch weiterer Entschädigung. Die genaueren Umstände sind nicht be­kannt ^).

Die Linie Iscnburg-Grenzau neigte sich ihrem Ende zu; der letzte Graf Philipp lebte noch mit seiner 1426. Gemahlin Katharina (S. 1376), ohne Leibcscrbcn. Er machte daher mit dem Urenkel des Bruders seines Großvaters, mit Diether 1. von Iscnburg-Büdingen, einen Erbvcrtrag, kraft dessen dieser alsrechter gcbor- ncr Lehenscrbe" Herrschast und Schloß Grenzau und Vilmar erben sollte. Philipp belehnte den Grasen Die­ther vorläufig mit Grenzau und Vilmar"«).

Zu Runkel war jetzt Graf Dietrich IV. regierender Herr. Er vermählte sich mit des Grafen Io- 1427. hann II. von Wicd, Herrn zu Iscnburg Tochter, Anastasia, der einzigen Erbtochter des bald zum zweiten Male erlöschenden Grafengeschlcchts Wieb; in ihrem Namen Anastasia, die Aufcrstehcnde, war ihre Bestimmung vorbcdcutct, die Stammmuttcr des dritten, in dem neunzehnten Jahrhunderte noch fortülühendcn, Fürsten­hauses zu werden. Sie gewann dem Grafen Dietrich IV. von Runkel ihres Vaters Antheil an dem Schlosse, der Beste und Herrlichkeit Iscnburg, Grenzhauscn, Alsbach, und den Wicdischcn Antheil an den Arcnfels'schcn Landen, und gebar vier Söhne: Friedrich IV., Wilhelm, Dietrich V., Johann, und eine Tochter Agnes.

Dietrich IV. wohnte dem Reichstage in Frankfurt bei "°), auf welchem beschlossen wurde, ein neues zahlreiches Heer gegen die Hussiten nach Böhmen zu schicken. Während der Zurüstungcn und des unglücklichen Erfolgs, wurden die Grafen von Wicd, von Isenburg, Nassau, Katzenclnbogcn und andere in eine nähere große Fehde gezogen, welche der Erzbischof von Köln, unterstützt von denen zu Mainz und Trier, mit dem Grafen von der Mark und Herzog von Eleve, Adolph VI. über Einlösung von Städten hatte, und die in dem Jahre 1428 noch fortdauerte ^°).

Als dieser Streit beigelegt war, entstand nach dem Tode des Erzbischofs Otto von Trier ein anderer, 1430, der unsere Nhcingegend näher und hart betraf. Bei der neuen bischöflichen Wahl nämlich theiltc sich das Trier'sehe Capitel'in die Partheicn des gelehrten Jakob von Sirk und Udalrich's von Manderschcid. Der letzte griff zu den Waffen, wurde von dem Grafen von Virneburg und andern unterstützt, und nahm die Trier'schcn Besten ein. Der Papst verwarf beide, wiewohl Jakob eine Zeitlang nachher regierte, und ernannte den Bi­schof von Speyer Raban von Helmstadt, den auch der Pfalzgraf Ludwig bei Rhein in Trier einsetzte. Die Grafen und Adelichcn, die dem Udalrich anhingen, kriegten nun wider Raban zwei Jahre hindurch, und belagerten Trier. Endlich vermittelten die Erzbischöfe von Mainz und Köln Frieden. Der Graf von Vir­neburg aber sehte die Feindseligkeiten mit Raub und Brand fort, bis ihm Trier die Summe von 45,000 Gulden zusicherte durch Verpfandung der Burgen und Herrschaften Schöncck, Schoncnburg, Dune, Kem­penich und Hammcrstcin ").

Der Graf von Runkel Dietrich I V. wurde auf dem Reichstage zu Nürnberg, nach dem ältesten An­schlage der Rciehsständc, mit zwei Glcfen angesetzt, die er zu dem letzten Ncichshccre stellte, welches gegen die Hussiten geführt und geschlagen wurde °°).

Ueber des Grafen Philipp von Isenburg-Grenzau Erbvcrtrag mit Diether I. von Iscnburg-Bü­dingen in dem Iabre 1426 waren seine drei Schwäger: Valentin V. uon Iscnburg, Johann von Nassau, Herr zu Beilstein (der Philipp's Schwester Mcchtild gcehlicht hatte) und Frank der Alte von Kronenberg (der Gemahl der jüngsten Schwester, Katharina), sehr unzufrieden. Der Streit zwischen ihnen und Die­ther wurde durch Vcrnnttelung der Grafen Wilhelm II. zu Wicd, und Reinhard zu Hanau, dahin vergli­chen, daß nach philipp's Ableben voll seinem eigenen Erbe, von Mannschaft, geistlichen und leiblichen Lehen, Pfandschaft oder fahrender Habe, dem Grafen Diether I. und dessen Erben ein Drittthcil, die zwei übrigen

47) Archiv zu Neuwied. 49) Von Mülmann, Archiv, 21) <3e«t» l^evii-ai-. "eck's Geschichte.

43) Fischer, Urk. cxvill. Samml. 50) Von Steinen, WestphHlische Gesch.

52) Von Mülmaiin, Archiv. Samml.

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