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von SolmZ lind Philipp von Katzenclnbogen, zu Lahnstcin eineTheydigung l')" vollbrachten und besie­gelten, daß die Fehde ganzlich abseyn, jede Parthei der andern eine ^ünc geben, Graf Dicther und Franke das Schloß Vilmar mit Zugchör lebenslang inne haben sollten, den Zehnten zu Brechen ausgeschieden, wel­cher dem Grafen Johann zu Nassau-Beilstein als Hcirathsgut zukomme. Nach dem Tode jener Besitzer von Vilmar möchten Johann von Nassau, sein Sohn Philipp I., Valentin V. zu Istnburg, und sein Sohn Gcrlach I. und ihre Erben, Vilmar mit 6,UllU Gulden von Dicther's und Franken'« Erden lösen, und recht theilcn. Darüber sollten nächstens Briefe und Austrage gemacht werden, im Bciscyn jener Schiedsrichter, des Grafen Wilhelm II. zu Wicd und anderer. Die Gefangenen sollten quit und los, die der Fehde wegen aufgegebenen Lehen wieder geliehen werden °°). Dicthcr und seine Nachkommen besaßen nun Vilmar, bis es nach hundert Jahren an Trier verkauft, und nach einem Vertrage von 1596 mit Wied-Nunkcl unter die Gerichtsbarkeit des Kurtrier'schcn Amtes Limburg kam.

Des Grafen Salcntin V. von Isenburg Sohn Gerlach I. (S. 1421) wurde nun von dem Erz- 1443. bischof Jakob zu Trier mit dem halben Tbcilc an der Burg Grenzau und allen Zugehörigen, in den Herr­schaften und Gerichten, Leuten, Gülten und Gütern, die Philipp von Isenburg-Grenzau und seine Voral­tern, in den Dörfern Nachdorf, Brcitcnau, Menth und Almcöbach, gehabt hatten, für sich und seine Leibes- lehenserbcn, belehnt, mit Bchaltniß der Dcffnung und anderer Rechte, die das Erzstift Trier als Lchensherr an jenen Gütern hatte "). Gcrlach I. und seine Erben nannten nun ihren Stamm die jüngere I sen- burg-Grenzauische Linie.

Gcrlach I. von Isenburg zu Grenzau war jetzt bereits vermählt mit Jutta von Eppstcin, und hatte drei Sölmc: Gcrlach IL, Arnold und Jakob.

Der Graf von Wicd Wilhelm II. schenkte mit seiner Gemahlin Philippe, der Abtei Nomcrsdorf Weingarten zn Obcrbicder, wosür er verordnete, daß einst in dem Chore der Kirche zu Nomcrsdorf an dem Altare hinter ihrem Grabe wöchcntlich zwci Messen gelesen werden sollten ").

Um diese Zeit stiftete der Erzbischof von Trier Jakob das Frauenklostcr Besselich unweit Vallcndar, wcil der Ort durch Märtyrer, die daselbst, von Hunnen, nach der Sage, gctödtet worden waren, langst heilig gehalten wurde. Der Erzbischof setzte nebst den Herrn von Helsenstein Tertiarien des h. Frcmciskus dahin Das Stift wurde reich begabt und besonders von adlichen Frauen zahlreich bewohnt 6').

Salentin V. zu Isenbnrg, verband sich jetzt noch, nebstGert und Dirtk" (Gerhard und Dicterich) von Sapn (S 1431), Nciner von Westerburg und Dietrich IV. von Nunkcl, mit dcm Erzbischof von Köln, wider den Herzog Johann I, von Eleve, Grafen von der Mark, zu einem verheerenden Kriege, der erst

1449 beigelegt wurde <"). <» > < . ^ ^ ^

Dietrich IV. aber zerfiel, während dieses Krieges, mit seinem Schwager Ncmhard IV. von Wcster- 1447. bürg und Schaumbürg, über das Schloß Schadcck und über Grcnzabtheilnng. Sie verglichen sich jedoch so daß Reinhard dcm Grafcn von Nunkcl einen Theil des Schlosses Schadcck sammt Renten für 120N Gulden verschrieb. Auch über die 142! geschehene Verpfändung eines Vicrtheils von dcm Schlosse und der Herrschaft Runkel an den Grafen Johann von Katzcnelnbogcn, wofür Jutta, des Grafcn Dietrich III. zu Nunkcl Wittwe, und ihr Sohn Dictrich IV. tausend Gulden empfangen hatten, entspann sich Streit, den der Erzbischof Jakob von Trier dahin schlichtete, daß Dictrich IV. die Lehen von Philipp von Katzen­clnbogen nehmen, dieser aber den Pfandbrief an jenen zurückgeben, jedoch die Oeffnung der Beste Runkel, so lange er lebe, behalten sollte ").

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5S) Die Ihcydigung, früher in Westpholen und in England Thiting genannt, ein Gericht frei erwählter Entscheider,

Austräger. 60) Fischer, N. l!XXI,

61) Fischer, N, 5XXV. 62) Günther, Romciöd. Uik.

63) Konrad's Tricrische Geschichte. Ü4) Dicdr. u°n Steinen, Gesch. v, Wcstphalen, Th, I.

65) Wcnk I. c. Th. I. Urk. Z14. .

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