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1443.

1451.

1453.

1454.

Unter Dietrich IV. wurde (am 25stcn Scptbr.) bei gehegtem Gerichte zwischen Nunkcl und Vil- mar, nach dem Ausspruche gemeiner Landfolgung (Lantluden) von fünfzehn Ortschaften, ein Wcisthum auf­gesetzt, in welchem des Hauses Nunkel Freiheit, Gericht und Herrlichkeit um das Schloß Vilmar nachgc» wiesen wurden ^"), wie sie seit dem für Nunkel 1375 günstig beendigten Streit mit Nassau-Dictz, geblie­ben waren. Zu der Herrschaft Nunkel gehörten auch jetzt noch: Zehnten zu Vilmar und Arenfurt, Hultc« dach, Sclbach, Aumcnau, Vicrtsurt, Schuppach, Trciswert, Vcldcn, Wepcr, Obcrbrcchen °").

Das Haus Iscnburg-Büdingen verlor jetzt den Grafen Diethcr I. Seines Sohnes Ludwig viel- verzwcigte Nachkommenschaft kömmt von nun an mit unfern fernern Gegenständen fast in keine Berührung mehr. Wir verlassen daher die Geschichte des Obcrisenburgischen Fürstcnstammes, und verfolgen nur noch die Denkwürdigkeiten des bis auf die jüngere Isenburg-Grcnzauische, und die Iscnburg-Wicdische Linie vereinfachten Geschlechts Nieder-Iscnburg, hauptsächlich die Denkwürdigkeiten der letzten in ihrer Vermah­lung mit Nunkcl.

Der Graf Salentin V. wurde von dem Grafen Philipp zu Nassau mit Landstuckm der Grafschaft Lewcnberg belehnt. Dieselben Lehen empfing Salentin's V. Sohn Gcrlach I. 1458 von dem Grafen Jo­hann II. von Nassau «»).

Der Graf Wilhelm II. von Wicd entzweite sich mit dem Erzstift Trier über die Belchnung mit Feldküchen; es wurde dahin entschieden, daß Fcldkirchcn eine Wcchscllchen seyn sollte °').

Wilhelm II., darauf bedacht, seine Lande und Güter mit denen seines Bruders Johann II., der um diese Zeit verstorben war, in dem Enkel desselben, Friedrich (S. 1427) zu vereinigen, schenkte mit sei­ner Gemahlin Philippe diesem jungen Grafen von Nunkelin anwcdcr oifflichcr gifftc" seine Halste an der Grafschaft, Schloß und Stadt zu Wicd, Schloß und Herrlichkeit Braunsbcrg, Stadt, Schloß und Herr­lichkeit zu Dicrdorf, seinen Theil, Schloßvcste und Herrlichkeit zu Iscnburg, und fort alle seine Lande, Le­hen, Erbvfandschaftcn mit allen Gülten, Renten, Mannen, Burgmanncn, Lehcnmannen, Dicnstmannen, ge< rechten Kirchengistcn, Dörfern, Höfen, Waldern, Feldern, Zehnten, Zinsen, Pachten, Mühlen, Wassern, Waiden, Wildbanncn, mit Vorbehalt seiner Lcibzucht und des Witthums seiner Gemahlin, zu welchem der Hof zu Rode, uud ein Theil Zehnt zu Irlich gehörte. Diese Schenkung beurkundete er bei der Vermah­lung Fricdrich's mit Agnes, Schwester der Grafen Ruprecht und Wilhelm zu Virncburg, Herrn zu Saf- fenberg und Falkcnstein, welche ihr zur Mitgift eine Rente von viertausend Gulden in dem Dorfc Reche, in der Herrschaft Saffenbcrg, anwiesen, und zu Gunsten ihres Schwagers Friedrich ihre Ansprüche an die Grafschaft Wied aufgaben, die sie seit Wilhclm's I. Scheidung von seiner ersten Gemahlin Agnes von Vir- neburg (S. 1351) erhoben hatten. Friedrich erhielt zugleich von seinem Vater Dietrich IV. seinen mit Anastasia erhaltenen Thcil an der Herrschaft Isenburg.

Friedrich's jüngere Brüder, Wilhelm, Dietrich V. und Johann, verzichteten nebst ihrem Vater auf alle Güter, welche Wilhelm II. von Wied an Friedrich vermachte. Bei Fricdrich's unbeerbtem Lode aber sollten seine folgenden Brüder in seine Besitzungen treten.

Durch diese Ucdcrgabe seiner Lande an Friedrich wollte Wilhelm II. zu Wicd verhüten, daß die­selben nichtversplissen und vcrtheilt, sondern, wie er sie nach seinem Vermögen zwar in Frieden und ge­reichten gehalten, zusammengehalten würden von einem Edclen geboren frycn na Lehenrccht, gcwaunheit,

es) Fischer, N. XX.

67) Keiner, UliZ, ^»55. ?. I. §, TZ.

63) Kremcr's akad. Beitr. zur Jülich-Bergschen Gcsch.

69) Dchiu zu Rlinkel.