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Der Graf Salcntin V. war nun mit Tod abgegangen, Hildegard uon Sirk ward mit Verlach II. 145s. 1460 °) vermählt, und Mutter von vier Söhnen: Gcrlach III., Salentin, Wilhelm dem altern, Wilhelm dem jünger», und einer unl'cnannten Tochter, die in dem folgenden Jahrhunderte Acdtissin zu Thorcn war. Gcrlach's II. Bruder Arnold (S. 1443) hatte den geistlichen Stand erwählt, und ward Domherr zu Mainz; sein zweiter Bruder Jakob lebte lcdig zu Hause. Gcrlach II. empfieng nun auch die Bclchnung mit Philipp's von Nassau - Ncilstcin Anthcil an Grcnzau, aber sein Vater Gcrlach I. blieb bis an seinen Tod . in dem Besitze dieser Herrschaft. In Streit und Fehde waren noch die Grafen Bernhard zu Sulms, Dicte- 1459, n'ch und sein Sohn Friedrich zu Nunkel, Frank von Kroncnbcrg und Hans von Walborn wegen des Burg­friedens an den Schlossern, Städten und Herrschaften Limburg, Molsbcrg und Brechen, wider den Erz- bischof zu Trier verbunden. Dieser versprach jetzt, den Burgfrieden zu halten, und es wurden Sühnbriese errichtet, denen auch Philipp von Katzenclnbogen und Johann von Nassau beipflichteten.

Der Graf Dietrich IV. von Nunkel nahm in Verbindung mit dem Erzbischofe Dicther von Mainz, 1460. Grafen von Iscnburg-Büdingen, tapferen Antheil an der verwüstenden Fehde des letzten wider den Pfalz- grafcn Friedrich, und wurde in dem Treffen bei Pseddersheim (d. 24. Iun.) von dem siegreichen Pfalzgra­fen, nebst den Grafen Johann von Nassau, Otto von Hcnncberg, Philipp von Lciningen, und anderen, ge­fangen genommen. Kurz darauf ward Friede, die Gefangenen wurden losgegcbcn. Seitdem findet sich von Dietrich IV. keine Nachricht mehr. Sein zweiter Sohn Wilhelm erhielt einen Theil der väterlichen und mütterlichen Herrschasten. Von ihm lös'te die Grasin Margarctha von Leiningen-Westcrburg, die Halste des an Nunkel versetzten Schlusses Schadcck wieder ein ^).

Der Graf Wilhelm II, zu Wicd und seine Gemahlin Philippe, hatten 1459 an den Grafen von Saun Gerhard II. die Kirchspiele Höchstenbach, Almcrsbach und Schönebcrg, für 600 Tricr'sche Gulden ver­pfändet'). Auch das Burggut Rcichcnstcin versetzte er an Grafen Adolph von Nassau, Probst zu Mainz, für 4,000 Gulden, auf vier Jahre. Graf Friedrich loste jene Güter 1484 wieder ein. Zwei Jahre darauf gicng Wilhelm in die Ewigkeit (den 23. Octbr.). Seine und seiner Gemahlin Ruhestätte zu No- 1462. mcrsdorf hatte er 1443 bestimmt: sie soll das ältere Grabgewölbe der Grafen von Wicd gewesen scyn. Wilhclm's Gemahlin überlebte ihn noch zehn Jahre »).

Von dem Grafen Dicther von Iscnburg-Büdingen, Lndwig's Bruder (S. 1408), Kurfürsten zu Mainz, bemerken wir hier noch, daß cr von dem Papste Pius II. abgesetzt wurde, weil er der Wabl des­selben sich widersetzt, gegen die päpstlichen Anmaßungen über das Tcutfche Reich geeifert, und die 20,000 Gulden Annatengcldcr (Einkünfte von erledigten Stiftern) an die päpstliche Kammer, verweigert hatte. Das erledigte Erzbisthum erhielt von dem Papste und dem Kaiser Friedrich III. der Graf Adolph von Nassau. Dicther verband sich zur Rache mit dem Kurfürsten Friedrich von der Pfalz und dem Grafen Philipp von Katzenelnbogcn, siel in das Nassauische, Adolph in das Nüdingischc Land verheerend ein; beide schonten selbst das Erzstift nicht '). Nunkel erklärte sich ebenfalls für die Büoing'schc Parthci, wurde aber

von Gerhard von Saun, der dem neuen Erzbi

)of zu Main,

beistand, mit einem Angriff bedroht ^"). Der

Kaiser erließ wider sie ein Rcichsausgcbot, der Papst Bannbullen. Der Kurfürst Friedrich schlug das Reichs­ter bei Seckenheim, und machte den Grafen Ulrich von Würtemberg, nebst andern Edcln zu Gefangenen. Zu Beilegung des Streits wurde eine Versammlung in Main; gehalten, wo auch Dicther und Graf Phi­lipp erschienen. Adolph von Nassau überfiel die Stadt des Nachts, und seine Fcindc konnten sich kaum ret­ten. Mainz verlor dadurch seine Rcichsunmittelbarkcit. Die Friedensuntcrhandlungcn des Mainzischpfalzi- schcn Kriegs endigten sich 1463 damit, daß des Kurfürsten Friedrich Bruder Ruprecht Erzbischof von Köln

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6) Fischer, No. lDXXVI.

?) Archiu zu Runkcl und Neuwied. S. Diether von Isenburg, Erzbischof und Kurfürst uon Mainz :c. Mainz, 1789.

8) Günther, Nachr, uon Romcröd. 9) l'iitlü'in. äe llelii5 ?ric!«ici,

10) Archiv zu Runkel.