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ward, Friedrich von den Gefangenen 20,000 Gulden Lösegeld, und Dicthcr das Versprechen der Wiedereinsetzung erhielt, welches ihm 1472 erfüllt wurde.
l46S, Der Gras von Isenburg, Herr zu Grenzau Gerlach I. übergab den Kirchcnsatz der Niedcrkirche zu
Lehmen, und die Zugehörungcn zu Ober- und Niedcrfclle und zu Dreckenach (S. 1403, 1281), als After- lchcn, den Brüdern Wilhelm und Ladislaus von Eltz ^). In seinen letzten Jahren schrieb er sich bloß Herr zu Isenburg; sein Sohn Gcrlach II. war Herr zu Grenzau.
Friedrich I. zu Wied ließ zu Erneuerung und Befestigung der Rechte und Hoheit seiner Vorsahren über das Dorf Irlich, bei öffentlichem Landgerichte vor Gcmcindslcutcn, von den drei Kirchspielen Fcldkir- chcn, Nengsdorf und Honncfcld, in der Vcste Wied, die alten Wicdischen Gerechtsame weisen, und ein No- tariatsinstrumcnt anfertigen, daß Wied Gcwaltshcrr zu Irlich seu 12). Den Anlaß zu diesem erneuerten Wcisthum hatte der Graf Gerhard II. zu Sayn gegeben, als er sich von dem Kaiser Friedrich III. mit den bekannten Gütern belehnen ließ (S. 1434) ^).
5470. Friedrich, der seit einiger Zeit die Auszeichnung genoß, nebst andern auswärtigen Herrn und dem
Kurfürsien von Trier selbst, das Bürgerrecht zu Koblenz zu haben, trat, nach einem Vergleiche mit dem Landgrafen Heinrich zu Hessen, dem Gemahl der Erdtochter Anna von Katzcnclnbogen, in dessen Kriegsdienste mit seinen Brüdern Dietrich V. und Johann ").
Fricdrich's kurz vorher nachgewiesene Gerichtsbarkeit in Irlich, suchte der Erzbischof Iobann II. zu Trier durch das Ansinnen an die Schüssen dafclbst zu schmälern, daß sie dem Erzstift einen Anthcil ander Obcrherrlichkcit zu Irlich zusprechen sollten; es scheiterte jedoch an der Redlichkeit "'),
1471. , Dieser Erzbischof und Kurfürst, Johann, Graf von Baden, erbaute jetzt bei Karlich ein Lustschloß zu Jagd und Vogelfang, und ließ den Brunnen auf Ehrenbrcitstcin noch 40 Ellen tiefer in den Felsen hauen l 6).
1472. Die Wittwe des Grafen Wilhelm II. zu Wied, Philippe, folgte (d. 25. Jan.) ihrem Gemahl im Tode, und wurde neben ihm zu Nomersdorf beigesetzt (S. 1462). Ihr Grab deckt eine kupferne Platte mit Namen und Stammwappcn des gräflichen Paares. Diese Kupfcrplatte (.erst nach Philippen's Tod gelegt), etwa von zwei Quadratfuß, befindet sich auf der Rcntkammer.
In dem siebzehnten Jahrhunderte wurde ihr Grabmahl mit ihrem Altare, und ihren steinernen liegenden Bildnissen in Lebensgröße, in den rechten Seitenflügel der Kirche versetzt, und an der Wand dabei das Dcnkmahl des Kurfürsten von Köln Salentin VI., Grafen zu Isenburg-Grenzau (S. b. 1610), angebracht. Unter diesem Orte soll ein Gewölbe der älteren Grafen von Isenburg gewesen seyn ").
Der Gräsin Philippe Verwandten, Pfalzgraf Johann zu Simmcrn, Gemahl der Urenkelin ihres 'Bruders Johann von Heinsberg, und ihrer Schwester Maria Sohn, Graf Johann von Nassau, machten nun an Friedrich, Grafen von Runkel und Wied, Erbschaftsforderungen, die dieser nach ernsthaften Erklärungen, durch Verpfändung zweier Höfe zu Offhauscn 1481 befriedigte. Der Hof Offhausen wurde in den nächstfolgenden Jahren von dem Pfalzgrafcn an Herrn von Wiedcrfels, mit 800 Gulden ablösbar, vcrlchnt "). 117Z. Der Graf Friedrich l. von Wied bewohnte zu Zeiten, als Amtmann von Andernach, die Burg da
selbst, die der Stadtrat!) ihm eingegeben hatte. Da nun der Kaiser Friedrich lü. nach einer höchst prachtvollen Zusammenkunft mit dein Herzog Karl dein Kühnen von Burgund zu Trier, in kriegerischen Absichten gegen denselben, nach Andernach kommen sollte: so erklärte der Graf Friedrich dem Rathe der Stadt in einem Revers, daß er auf das Verlangen desselben, die Burg räumen wollte '^).
II) Günther, Urkunden von Isenöurg. 13 Mos.',-, a a.
12) Rechtliche Erweisung u, s, w.
14) Sayn'sche Urkimdenauszüge, 15) Neckiliche Enreimng u, s w. 16) NoiltK. ?ix>äo>n,
17) G^ tber, Nachrichten »on Nomersdorf. 18) Archiv zu Neuw.
19) A -1> zn Neuwied.
Rrnold's Gesch. der Nass, Ncg. V. 3.
