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Der Kaiser schloß (d. 27. Äug,) zu Andernach mit dem Könige von Frankreich Ludwig XI. ein 1474, Bündniß wider den »nächtigen Herzog Karl den Kübncn von Burgund, der dem Kurfürsten Ruprecht von Köln, in dessen Streitigkeiten mit dcn Kölnischen Standen, trotz den kaiserlichen Befehlen, beistand, und die Stadt Köln, welche Hermann von Hessen, Ruprccht's crzbischöflichcr Gegner, verteidigte, fast ein Jahr lang hart bedrängte. Der Kaiser bot die Reichsmacht wider Karl von Burgund auf. Die Wchrmänncr von Andernach machten, auf kaiserliches Gebot, einen tapfern, aber unvorsichtigen Angriff auf die Stadt Linz, verloren bei der standhaften Vcrthcidigung der Linzcr die Halste ihrer Mannschaft, und erfüllten die Mauern von Andernach mit dem Jammer der Wittwcn und Waisen. Zur Erkenntlichkeit liest der Kaiser in Andernach einen Altar errichten "°). Gegen das Ende des Jahres zog der Kaiser mit Heereömacht nach Andernach, begleitet von mehr als fünfzig Grafen, und von dcn Bischöfen von Mainz und Trier. Zu Ansang des folgenden Jahres züchtigte er Linz, Remagen, Einzig, und rückte gegen Köln und Ncus. 1475. Karl von Burgund wurde zum Abzug gezwungen. Bei diesen Angriffen der Stadt Linz wurde die Burg wieder zerstört, die der Erzbischof Engelhard III. 13L8 erst angelegt hatte.

Während der Nahe des Kaisers Friedrich III. cmpsing der Graf Friedrich I. zu Wied von ihm die Bclchnung mit dem Kirchcnsatz Hcimbach, und kaiserliche Mandate gegen die Einwohner zu Heimbach. Ein Jahr nachher aber erklärten die Schöffen des Kirchspiels Heimbach in einem Wcislhum, daß Friedrich, und 1476. die Herrn der Braunsbcrgischcn, so wie dcr Iscnburgischcu jüngern Grcnzauischcn Linie überhaupt, nur Schutzhcrrn und Edclmärker, und daß sie sich gegenseitigen Schutz schuldig seuen -').

Friedrich war seither Bater von drei Söhnen: Wilhelm III., Johann III. und Thcodorich. Es wurde ihm jetzt dcr vierte, Hermann (d. 14. Januar) -°), späterhin noch Friedrich, und eine Tochter Io- 1477. hanncttc, geboren. In einem Verzeichnisse dcr Domherrn zu Köln --) wird noch ein Sohn Fricdrich's, Adam, angcgcbcn, der 1472 Domherr ward, folglich dcr älteste gewesen scvn muß. Wilhelm trat 1475 als Domherr ein, Thcodorich 1482.

Fricdrich's Bruder Wilhelm (S. 1464) hatte um diese Zeit mit Irmgard von Rollingen, zwei Töchtcr, Anasiasia und Margarctha.

Friedrich mußte jetzt dcn Tod seiner Gemahlin Agnes betrauern. Ihr und sein Grabgewölbe wurde 1478. in der Kirche zu Niedcrbicbcr zubereitet. Ihr Denkstein enthält diese Inschrift: In dem Iare Unscs Hcre M. CCCCLxruii äff De Palmdag dz XI l. Dachs i de Mcrtz siarf Die Wail. Iuffrauc Aignctz Vireburch Fraue zu Wid. Dcr Got hilf -").

Fricdrich's Bruder Dictcrich V. (S. 1469) schenkte dcn Bürger,: des Fleckens Runkcl Wascn und 1482. Weide zwischen Korker und Runkel, mit dcr Verpflichtung, daß sie in der Eapclle zu Runkel ein immer- brcnncndcs Licht zur Beleuchtung dcs Sacraments unterhalten sollten. Er starb 1484 d. 17. Decbr. ^«).

Zwischen Friedrich, Kurtricr und Savn hatten die Zwiste wegen Irlich eine abermalige Untersu­chung ihrer Rechte und ein Weiöthum herbeigeführt, in dem die Schöffen jedem Hofbesitzer zu Irlich die zu demselben gehörigen Rechte und Gefälle, dcn Grafen zu Wied aber das Gcwaltgericht, und das Rügege- richt über die Irlichcr, zusprachen. Trier hatte seit 1424 auch die Vambcrgischcn Güter zu Irlich erworben.

Friedrich's I. vierter Sohn, Hermann, wurde, nach Darlegung seiner Ahnenprobe °°), welche die 148s, Grafen: Reinhard von Lciningcn-Wcstcrburg, Gerlach 1. dcr Alte, zu Iscnburg, Wilhelm zu Runkel, und

20) IVIe«.ioii«, Lruvver. Hinilll. I'rev.

21) Günther, Isnib, Uir

25) KIu5. ^M«-. I'oin. 51,

26) Fischer, Urk. 5Xc^V!I

^,i'»nläo K'lesliovio 16HU. «eck's Geschichte.

22) ^«««IiemnÄclier. I1i«t. lüliv, 5i,I,

24) Fischer, z 719. 25) Arch. zu Neuw.

Irrig wird Hermann für Wilhelm's II. S°b» geh^illen in lIoriUi <üirOnc>Ic>ss. llat^I. und IN ^li^K. lld I«5elt äs Kelln (>c,Ioi!ieü«i, prnesixll Iii5tori!» Uerinanni. Hucto« Dieser fa>s,:)en Angabe folgt auch Seckendorf in IliLt. Lutlier. III., Lei. 27. §. 107.

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